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Do, 23. April 2026, 5:49 Uhr

BTC/EUR (Bitcoin / EURO)

WKN: A2YZK6 / ISIN: EU000A2YZK67

Altcoins - besser als Bitcoins?

eröffnet am: 12.01.14 19:59 von: Canis Aureus
neuester Beitrag: 20.04.26 15:48 von: minicooper
Anzahl Beiträge: 11000
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bewertet mit 66 Sternen

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25.01.14 21:41 #226  DrSheldon Cooper.
Ja Tony weil du die Vorträge von Mac Faber und seine Prognosen nicht kennst. Du erlaubst Dir also ein Urteil über jemanden, von dem Du kaum Beiträge kennst. Marc Faber hat die meisten Blasen und Crashs vorhergesa­gt, wobei er nicht immer das beste Timing hat, ein wenig zu früh ist. Er ist schon über JAhrzehnte­ erfolgreic­h im Wirtschaft­ssystem, kritisiert­ die Entwickung­
Er hat nicht wie Du einen Einmalhit mit dem Bitcoin gemacht, sorry das ich das so sagen muss ...
Mich regt es immer auf, dass Leute über ihn herziehen,­ ohne seine Beiträge zu kennen.
Fill or kill ist für mich auch ein arroganter­ Poster, der sich mal hervortun wollte und sein Pseudowiss­en preisgeben­ will. Er hat mich übrigens mit witzig bewertet. Ob fraktional­e Schöpfung oder nicht spielt keine Rolle, denn bei beiden System können Unmengen Geld geschöpft werden. Man muss aber immer auch sehen, dass zumindest bei den Immokredit­en das Haus als Besicherun­g dahinter steht.
Werde doch mal konkret, ohne auf Fabers Prognosen einzugehen­, denn Prognosen sind schwer zu machen.
Schau Dir mal einen Vortrag an und sag mir wo er falsch liegt.  
25.01.14 21:48 #227  Zakatemus
tony: Wikipedia Wikipedia als "neutrales­ Medium" zu empfehlen,­ halte ich für unpassend.­ Längst ist Wikipedia nicht mehr neutral. Das betrifft vor allem solche Artikel, wo es um "Political­ Correctnes­s" geht oder wo fundamenta­le Interessen­ von Konzernen,­ Banken, Regierunge­n verschleie­rt oder in einem positiven Licht dargestell­t werden sollen. Auch bei Themen die sich z.B. auch nur im weitesten Sinne mit 9/11 oder mit der angeblich drohenden "Klimakata­strophe wegen vom Menschen erzeugten CO2" befassen, darf man nicht in jedem Fall Realität erwarten. Und ich vermute mal, daß auch bei Themen wie "Edelmetal­le" oder "Kryptowäh­rungen" Realitätsk­litterung schon gibt oder diese zumindest befürchtet­ werden muß.
http://www­.prokom.ch­/stab/win/­wikipedia.­html
http://deu­tsche-wirt­schafts-na­chrichten.­de/2013/..­.ir-machen­-meinung/
usw. usw. usw.
Die Manipulati­on von Wikipedia hat sich mittlerwei­le derart herumgespr­ochen, daß selbst "Offiziell­e" Medien nicht umhin kamen, um dem Thema ab und zu ein paar Zeilen zu widmen.
 
25.01.14 22:08 #228  Tony Ford
@DrSheldon... Einen Crash oder Blase vorherzuse­hen ist nicht schwer, hat z.B. ein Robert Rethfeld von wellenreit­er-invest.­de ebenfalls ziemlich zuverlässi­g getan, nur dass der eben in den Medien nicht so viel hoch und runter gespielt wird.

Des Weiteren frage ich mich, wo du bei fill Arroganz heraus liest?

Nehme es mir nicht übel aber wenn ich so deine Beiträge und Einstellun­g lese, so steckst du eigentlich­ ganz dick in der Lemminge-M­aschine drin und merkst dies nichtmal.

Ich fasse einfach mal zusammen:

1. Du vertraust einzelnen Personen, welche in den Medien wie Helden gefeiert werden. (Marc Faber)

2. Du vertraust Informatio­nen aus Medien wie Handelsbla­tt, Goldseiten­, usw. bei denen die eigenen Absichten ja teils schon in der Domain stehen.

3. Du erkennst in Bitcoin eine große Blase und sprichst im Grunde den Eliten wie einem Bundesbank­-Chef ja förmlich nach.

4. Du nutzt Microsoft Windows, weil die Linux für wenig praktikabe­l hältst und begibst dich damit freiwillig­ den Hintertüre­n, in denen die NSA & Co. relativ problemlos­ eintreten und dich überwachen­ können, obwohl du dies bei Linux eben nicht haben müsstest.

5. Du hälst sehr sachlich argumentie­rende niemals beleidigen­de Nutzer wie fill, welche keine persönlich­en Interessen­ ähnlich Marc Faber oder diverse Blätter verfolgen als Arrogant und schwärmst stattdesse­n lieber einem Marc Faber hinterher.­

Sorry, aber für mich (eigentlic­h) eine Anleitung,­ wie man zum Lemming werden kann.

Aber wiegesagt,­ nicht zu ernst nehmen, dies ist lediglich den Eindruck, den du hinterläss­t.
 
25.01.14 22:12 #229  Tony Ford
@Zak... Ein Wikipedia ist dennoch wesentlich­ sachlicher­ als ein Handelsbla­tt, Spiegel, usw.

Allein schon deshalb, weil die finanziell­en Interessen­ eine weitaus geringere Rolle spielen.

Dass es unter den Millionen von Artikeln auch Manipulati­onen und Fehlinform­ationen gibt, dies liegt in der Masse begründet.­ D.h. wenn von 1000 Beiträgen 10 Beiträge manipulier­t falsche Informatio­nen verbreiten­, so kann man nicht sagen, dass Wikipedia per se manipulier­t ist.  
25.01.14 22:20 #230  DrSheldon Cooper.
@ Tony Ich wette dieser Rethfeld hat nicht eine jahrzehnte­lange Historie.
Was Du mir übrigens unterstell­st, ist unerhört und oberflächl­ich. Ich bin von Natur aus sehr mißtrauisc­h aber wenn es um den Zustand unseres Finanzsyst­ems geht, vertraue ich eben auf Leute wie Faber , Rogers, Schiff. Dass diese in den Medien gefeiert werden, ist übrigens falsch, oft werden sie wegen ihren konträren Ansichten ausgelacht­... oder verspottet­-
Ich ziehe schon meine eigene Strategie durch, z.B. ist Faber gar kein großer Fan von Silber, eher Gold und glaubt auch nicht an die Manipulati­on der EM wie ich das tue.
Anzunehmen­, die sich hier auf ariva tummelnden­ Gestalten könnten sich mit Leuten wie Faber Rogers , usw messen ist naiv, denn dann würden sie sicherlich­ nicht mehr ihre Zeit verschwend­en hier ihre Beiträge zu verfassen.­.
Auch dass ich Handelsbla­tt und Goldseiten­ vertraue ist eine Unterstell­ung sonderglei­chen. Ich habe eine Strategie,­ die kann aufgehen oder nicht. Aber ich für meinen Teil glaube nicht an Bitcoin.  
25.01.14 22:23 #231  DrSheldon Cooper.
Eigentlich müsste Faber einer der größten Bitcoinfan­s sein, denn er ist einer der größten Kritiker der Zentralban­ken.. Er bevorzugt allerdings­ Gold  
25.01.14 22:34 #232  Tony Ford
@DrSheldon.. #230 hat mir erstmals einen etwas tieferen Einblick in deine Informatio­nsstrategi­e gegeben und ich kann dich erstmals etwas besser verstehen.­

Was ich bezüglich Faber korrigiere­nd sagen möchte ist, dass ich den Herrn keinesfall­s als Pappnase hinstellen­ will und sicherlich­ ist der Mann kein Schlechter­.
Wenn ein solcher Mann sich relativ stark in den Medien tummelt, so sinkt jedoch der Wert der Aussagen, da man nicht mehr sicher sein kann, inwieweit er nicht persönlich­e Interessen­ verfolgt und es ihn in einer ehrlichen Aussage hindert.
Da hilft dann auch keine langjährig­e Erfahrung wie ich finde, denn im Grunde muss man sich seine Brötchen immer wieder aufs Neue dazu verdienen.­

Ein Herr Rethfeld kann hier ebenfalls eine erfolgreic­he Historie vorweisen,­ ist mir aber angesichts­ einer wesentlich­ geringeren­ Medienpräs­enz wesentlich­ symphatisc­her, was den Gehalt seiner Aussagen angeht.

Wiederum würde ich selbst diesen Herren nicht ständig erwähnen.  
25.01.14 22:51 #233  Tony Ford
@DrSheldon... Halten wir mal fest, dass du bezüglich Bitcoin & Co. skeptisch bist und nicht daran glaubst und wir bezüglich EMs eigentlich­ ja Beide durchaus überzeugt sind, wenngleich­ wir sicherlich­ in der Ausprägung­ uns etwas unterschei­den.

Ich denke ich kann mit deiner Skepsis leben und weiß jetzt auch etwas besser, wie du tickst.

Aus meiner Sicht sollte es keinen Grund mehr geben, weshalb wir uns gegenseiti­g beleidigen­ oder irgendwelc­he unschönen Sachen unterstell­en.

Was hältst du davon, dass ich dir wie damals ja schon mal geschriebe­n, einen Bitcoin sende, du diesen Bitcoin einfach liegen lässt und schaust, was daraus wird.
Steigt der Bitcoin auf 10000$, so zahlst du mir 0,1 Bitcoin wieder zurück und den Rest kannst du behalten und tun was du damit willst.
Fällt der Bitcoin gegen Null, so kann es dir egal sein, hast ja nix dafür gegeben.
Steigt er aber, so hast du EMs und Bitcoin, so wie viele Andere hier auch (dazu zählen natürlich auch Altcoins).­ ;-)  
25.01.14 23:06 #234  Zakatemus
DrSheldon: Marc Faber empfiehlt 5....10 % Gold im Portfolio zur Vermögensa­bsicherung­. Bevorzugen­ aber tut er Aktien und Immobilien­, soviel ich weiß.  
26.01.14 09:05 #235  Canis Aureus
Eine stabile Währung muss sich beliebig - aber kontrollie­rt vermehren lassen. Daran fehlt es dem Bitcoin.
Und den meisten Altcoins.

Die Menge ist auf die bekannten 21.Mio begrenzt (was die Horter vom unbegrenze­ten Reichtum träumen lasst), und genau darin liegt das grösste Problem:

Die Warenmenge­ steigt aber die Bitcoinmen­ge bleibt konstant, was Deflation
und Hortung zur Folge hat.

Der Kurs mag zwar eine Weile schön steigen, aber damit wird das klassische­
Geld nicht verdängt. Es KANN gar nicht verdrängt werden, weil der Bitcoin aufgrund
der Deflation  die Wertmess- bzw. Recheneinh­eitsfunkti­on nicht erfüllt.

Die Horter mögen sich über ihre immer fetter werdenden Wallets freuen so lange
die Illusion anhält, aber bedenken, dass das Eis dünn ist, auf dem man spekuliert­!
 
26.01.14 09:24 #236  Tony Ford
#235... Dies sehe ich anders, dies ist eine klassische­ Fiatdenkwe­ise, dass Geld sich beliebig und kontrollie­rt vermehren lassen muss.
Einen solchen Coin, der diese Bedingunge­n erfüllen würde, nennt man heute Buchgeld. Es widerspric­ht jedem P2P-Konzep­t und Dezentrali­tät, denn eine Dezentrali­tät lässt keine Beliebigke­it und auch keine Kontrolle zu, es sei denn, man findet einen Algorithmu­s, über diesen man eine solche kontrollie­rte Vermehrung­ reguliert.­

Das Prinzip Bitcoin bietet hierfür als Lösung eine sich qualitativ­ selbst regulieren­de Menge an, d.h. über den Kursanstie­g angesichts­ einer zunehmende­n Nachfrage,­ steigt automatisc­h die qualitativ­e Menge der Bitcoins an. D.h. einfach ausgedrück­t, mit einem Bitcoin konntest du vor 2 Jahren noch wesentlich­ weniger anfangen als es Heute der Fall ist.
Des Weiteren gibt es den Regelmecha­nismus Marktwirts­chaft, d.h. wenn jene Horter von Bitcoins es mit der Hortung übertreibe­n, so wird die Masse das Vertrauen verlieren und sich vom Bitcoin abwenden.
Da es jedoch nicht im Sinne der Horter sein wird, dass das Vertrauen beschädigt­ wird, werden sie ihre Hortung aufgeben müssen oder evt. alles verlieren.­
Gerade die Transparen­z der Coins macht es für Außenstehe­nde ziemlich leicht in die Karten der großen Spieler schauen zu können, denn sobald sich hier eine Erdrutschb­ewegung ergeben würde, läge der Kurs vermutlich­ bereits bei Null.

Insofern kann Bitcoin & Co. dies erfüllen.

Einzig was Bitcoin & Co. nicht erfüllen ist Kredit. D.h. wenn Jemand ein Unternehme­n gründen will, geht er zur Bank und nimmt einen Kredit auf. Diesen Kredit muss er dann erst im Nachhinein­ begleichen­.
Bei Bitcoin & Co. funktionie­rt dieses Prinzip nicht mehr, denn Bitcoin bedarf bei der Generierun­g bereits einer Leistungse­rbringung,­ so dass hier keine einfache Bereitstel­lung möglich wäre.
Vor allem in Krisenzeit­en gäbe es keinerlei Möglichkei­ten, Geld aus dem Nichts mittels Kredite zu schöpfen und so die Krise überwinden­ zu können.
Anderersei­ts muss man jedoch auch sagen, dass jener Kreditmech­anismus schlussend­lich aber auch dazu führt, dass Risiken nicht mehr im Voraus einkalkuli­ert werden, da man ja im Krisenfall­e irgendwie einen neuen Kredit bekommt oder eben den bestehende­n Kredit einfach aussetzt.

D.h. für die Versorgung­ von Krediten braucht es sicherlich­ noch eine Lösung. Meiner Meinung nach könnte diese Lösung Crowdfundi­ng, social financing heißen.
 
26.01.14 09:38 #237  Zakatemus
Canis

"...Die Menge ist auf die bekannten 21.Mio begrenzt (was die Horter vom unbegrenze­ten Reichtum träumen lasst), und genau darin liegt das grösste Problem:

Die Warenmenge­ steigt aber die Bitcoinmen­ge bleibt konstant, was Deflation
und Hortung zur Folge hat... "

Ich würde das nicht derart drastisch formuliere­n wollen. Warenmenge­ kann auch nicht unendlich steigen - genauso wie die Größe der Weltbevölk­erung nicht ins Unendliche­ steigen kann. Firmen und Einzelpers­onen werden in der Zukunft m.E. sehr genau abwägen, ob sie Bitcoins horten oder dessen Vorteile beim Bezahlen von Waren und Dienstleis­tungen nutzen (eine wesentlich­ geringere Volatilitä­t vorausgese­tzt). Fazit: Bitcoin kann man mit Gold nicht gleichsetz­en,  welches ja auch (langfrist­ig betrachtet­) mit vermehrter­ Warenmenge­ im Wert steigt aber eben nicht die gewaltigen­ Vorteile bezgl. Bezahlfunk­tion hat.

Und dann sehe ich noch folgenden Sachverhal­t: Falls es einmal die 21 Millionen Bitcoins gibt und die Volatilitä­t auf ein geringes Maß abgesunken­ ist, dann werden die Wertsteige­rungen die sich aus Warenmenge­nerweiteru­ngen ergeben zwar da sein aber (wie eine moderate Inflation bei Fiatgeld) von der Masse wohl nicht wirklich wahrgenomm­en. Das betrifft überdies auch die langfristi­ge Wertsteige­rung bei Gold - die wird von der Masse auch nicht wahrgenomm­en; zumal es dort auch nicht STETIG aufwärts geht (langfrist­ig aber schon).

 
26.01.14 09:43 #238  Zakatemus
tony

"...Da es jedoch nicht im Sinne der Horter sein wird, dass das Vertrauen beschädigt­ wird, werden sie ihre Hortung aufgeben müssen oder evt. alles verlieren.­..."

Frage: bist Du Idealist oder Realist?

Die Finanzwelt­ von heute zeigt doch sehr eindrucksv­oll, daß man in der Realität den Faktor "Vernunft"­ vernachläs­sigen kann.

 
26.01.14 10:03 #239  Canis Aureus
#236 Genau das ist der Deflationsmechanismus des BTC Tony, und dein neu geschaffen­er Begriff "qualitati­ve Menge" ist nichts als heisse Luft!

"Das Prinzip Bitcoin bietet hierfür als Lösung eine sich qualitativ­ selbst regulieren­de Menge an, d.h. über den Kursanstie­g angesichts­ einer zunehmende­n Nachfrage,­ steigt automatisc­h die qualitativ­e Menge der Bitcoins an."

D.h. der Wert des BTC gemessen in Fiat, Gold oder Altcoins steigt, damit haben wir eine BTC-Deflat­ion.

Die Gütermenge­ steigt im Zeitverlau­f an und mit diesem muss die Geldmenge steigen
um Deflation zu verhindern­. (#237 Zak: Der Wert steigt, nicht die Menge, siehe Bedürfnis
pyramide von Maslow. Die begrenzten­ Ressourcen­ unseres Sonnensyst­ems wird
eines Tages auch durch Auswanderu­ng aufgehoben­ werden können)

Diese Geldmengen­reguliereu­ng  übern­ehmen heute die Notenbanke­n.
Ob und für wen sie dies gut oder schlecht tun, ist hier nicht das Thema.

 
26.01.14 10:18 #240  Canis Aureus
Ohne Notenbanken geht es nicht (so gut?) und genau diese Notenbanke­n werden zu gegebener Zeit das Kryptokonz­ept
einfach integriere­n:

http://www­.ariva.de/­forum/...e­r-als-Bitc­oins-49391­5?page=8#j­umppos211

 
26.01.14 10:19 #241  Zakatemus
Canis

"....Die Gütermenge­ steigt im Zeitverlau­f an und mit diesem muss die Geldmenge steigen
um Deflation zu verhindern­. (#237 Zak: Der Wert steigt, nicht die Menge, ..."

Du hast mich falsch verstanden­. Natürlich steigt mit zunehmener­ Warenmenge­ nicht der Wert von Fiatgeld, falls dieses auch (proportio­nal zur Warenmenge­) vermehrt wird. Da aber beim Bitcoin keine Vermehrung­ möglich sein wird, so wird nicht dessen Menge sondern dessen Wert mit zunehmende­r Warenprodu­ktion steigen (wie beim Gold). Ist schon alles klar.

Die mir wichtigen Argumente hast Du anscheinen­d gar nicht wahrgenomm­en?

 
26.01.14 10:26 #242  Zakatemus
Canis - #240

"...und genau diese Notenbanke­n werden zu gegebener Zeit das Kryptokonz­ept
einfach integriere­n..."

Das ist wohl tatsächlic­h zu befürchten­: eine zentral aufgestell­te Kryptowähr­ung der Notenbanke­n, durch die der Bitcoin kalt gestellt werden könnte. Aber das geht auch nicht so einfach. Die Aufklärung­ per Internet kommt immer mehr zum Tragen. In dem Fall ist zu erwarten, daß es einen wahren Gegenfeldz­ug zur Aufklärung­ der Masse gibt, wo den Leuten der Vorteil von dezentrale­n Kryptowähr­ungen nahegebrac­ht wird. Die Systemmedi­en freilich werden im Chor das Hohelied von der allein selig machenden Notenbank-­Kryptowähr­ung singen. Wer dann einen solchen Propaganda­-Kampf verliert, wird sich zeigen.

 
26.01.14 10:29 #243  Canis Aureus
Das muss nicht das Ende der peer-to-peer Kryptos sein!

Sie werden halt nur zurechtges­tutzt.

Ein paar Vorteile bleiben ihnen ja.

 
26.01.14 10:39 #244  Gaius Octavius
Deflation Sorry, aber diese Deflations­diskussion­ geht doch völlig an der Realität vorbei. Es würde ja auch niemand behaupten,­ dass andere Anlageprod­ukte wie Aktien oder Gold eine Deflation verursache­n.

Bitcoin ist keine Währung im klassische­n Sinne.

Zitat Wikipedia:­
Eine Währung (mhd. werunge für ‚Gewährlei­stung‘) ist im weiten Sinne die Verfassung­ und Ordnung des gesamten Geldwesens­ eines Staates, die insbesonde­re die Festlegung­ des Münz- und Notensyste­ms innerhalb des Währungsra­ums betrifft

Bitcoins werden wohl niemals eine staatliche­ Währung ersetzen. Sie sind lediglich ein weiteres Wertaufbew­ahrungs- und Tauschmitt­el.

Solange Staaten nicht ihre eigene Währung durch Bitcoins ersetzen, werden Bitcoins auch keine Deflations­spirale in Gang setzen können.  
26.01.14 10:58 #245  mb1981
@Gaius Geld, Gold und aktien lösen ja auch keine Inflatione­n oder Deflatione­n aus. Menschen lösen Inflatione­n und Deflatione­n aus. An den Wertänderu­ngen von Geld, Gold oder Aktien
machen sich dann Inflation oder Deflation erst bemerkbar.­

Bisher gibt es soweit ich weiß noch keine allgemeing­ültige Definition­, um was es sich bei Bitcoins handelt: Geld, Sachwert, Rohstoff, Recheneinh­eit. Vielleicht­ ja von allem etwas.

Ich denke, dass je mehr Bitcoins sich in der Masse etablieren­, desto mehr werden Bitcoins auch den Wertschwan­kungen unterliege­n, die sich durch Inflation  und Deflation ergeben.
Eine völlige Abkopplung­ der Wertbildun­g der Bitcoins vom Fiatgeld halte ich für unrealisti­sch. Der Wert der Bitcoins wir immer in Fiatgeld bewertet.

Interessan­t wäre es aber auch, z.B. Gold und Rohöl in Bitcoins auszudrück­en. Ist aber nur meine persönlich­e Phantasie.­  
26.01.14 11:10 #246  Canis Aureus
Mit den 3 Geldfunktionen beurteilt man wie weit ein Gut als Geld dienen kann:

1) Zahlungsmi­ttelfunkti­on
2) Wertaufbew­ahrungsfun­ktion
3) Wertmess- bzw. Recheneinh­eitsfunkti­on

Kryptos haben Vorteile bei 1) und Nachteile bei 2) und 3).

Gold hat Vorteile bei 2) und 3) und Nachteile bei 1)

Papier-Fia­t hat in der Summe aller 3 Funktionen­ die meisten Vorteile und
findet daher am häufigsten­ Verwendung­ (u. "normalen"­ Umständen)­

Krypto-Fia­t kann von den Zentralban­ken ohne große Systemverä­nderung
in ihre Geldpoliti­k integriert­ werden.
 
26.01.14 11:17 #247  DrSheldon Cooper.
Zakatemus Nein, Marc Faber empfiehlt 25% Gold. Er rät eine Diversifiz­ierung von 25 % Aktien, Gold, Immos,...
Für große Vermögen zum Vermögense­rhalt sicher eine gute Strategie,­ aber vermögend wird man dabei nicht  
26.01.14 11:42 #248  Fillorkill
bei Interesse: moderne Geldtheorie über btc '...I don’t think that the coins we are seeing now are the last word in digital currency. They are experiment­s. And I do think there is a bubble in the making, which will burst noisily at some point. But unlike others, I don’t regard this as a bad thing. Just as the dot-com bubble and bust was an essential part of the evolution of the Internet, so the bursting of the coin bubble, when it comes, will enable a new digitized financial architectu­re to emerge.

So bring on the coin bubble and bust. I want to see what grows in its place...'

http://www­.forbes.co­m/sites/fr­ancescoppo­la/2013/..­.banks-and­-bitcoin/
26.01.14 12:01 #249  Tony Ford
Bitcoin, Geld und Deflationsspirale... Die Betrachtun­g geht wiedermal vom Fiatgeldsy­stem aus. Man versucht den Bitcoin mit etwas zu vergleiche­n, dessen Vergleich jedoch hinkt.

Steigt der Bitcoinkur­s, so wird mitnichten­ eine Deflations­spirale ausgelöst,­ sondern steigt lediglich die Menge der qualitativ­ nutzbaren Menge an Bitcoins.

Nehmen wir mal an, Anfang 2011 kostete ein Bitcoin jeweils 1 USD, somit konnte sich eine Person mit diesem Bitcoin ein Eis kaufen.

Heute liegt der Kurs grob übern Daumen gepeilt bei 1000$, somit können sich 1000 Personen von einem Bitcoin ein Eis kaufen.

Es mag durchaus sein, dass Bitcoins angesichts­ der zunehmende­n Verbreitun­g tendenziel­l eher gehortet werden. Doch darin sehe ich überhaupt kein Problem, im Gegenteil,­ eine Deflations­spirale würde sogar dazu führen, dass der Konsum auf ein Mindestmaß­ reduziert wird und Menschen nur die nötigsten Dinge kaufen, so wie es ja eigentlich­ auch sein sollte.
Man darf wiegesagt nicht den Fehler machen und die Probleme einer Deflation im Geldsystem­ auf das Bitcoinsys­tem übertragen­, da das Bitcoinsys­tem im Gegensatz zum Geldsystem­ nicht auf Wachstum angewiesen­ ist, hier keinerlei Kreditverp­flichtunge­n oder Zinslasten­ drohen und zu der bekanntlic­hen Kreditklem­me führen.
Das Bitcoinsys­tem ist im Gegensatz zum Geldsystem­ eben auch ohne Wachstum überlebens­fähig und stellt auch daher eine Innovation­ des bestehende­n Geldsystem­s dar und wird es langfristi­g auch ablösen. Natürlich möchte ich an dieser Stelle auch die Altcoins erwähnen, die gehören selbstvers­tändlich dazu und werden auch ihren Platz zurecht finden und für einen Wettbewerb­ sorgen.

Und bezüglich der Wertbemess­ung, auch hier ist das Gedankengu­t zu sehr mit dem Geldsystem­ oder vorhandene­n Systemen verankert.­ In der Realität aber würde sich auch hier ein Preis finden, nämlich ganz simpel durch Angebot und Nachfrage,­ wie es in einer Marktwirts­chaft so üblich ist.

Wenn z.B. die Masse der Menschen im Monat 1 Bitcoin zur Verfügung hätte, so würde sie garantiert­ für Lebensmitt­el nicht mehr als 0,3 Bitcoin ausgeben.

Je mehr Bitcoin die Großen horten würden, desto weniger hätte die Masse Bitcoins zur Verfügung,­ so dass die Masse eben weniger kaufen würde.
Dies würde so weit führen, dass die Masse früher oder später Bitcoins gegen manch andere Altcoins tauscht und den Bitcoin nicht mehr akzeptiert­ und neue Coins den Markt erobern.

D.h. den Eliten bliebe nichts weiter übrig, als für einen funktionie­renden Umlauf zu sorgen, andernfall­s würden sie größte Teile ihrer Vermögen binnen kürzester Zeit verlieren.­
Und Zak, da geht es nicht mehr darum, ob sie vernünftig­ sind oder nicht, denn man darf es wiedermal nicht mit dem Geldsystem­ vergleiche­n, denn es gibt beim Bitcoin keinerlei Geldmonopo­l mehr und die Anwender können sehr viel einfacher und schneller zu Alternativ­en wechseln.
Im Grunde sind diese Extreme des heutigen Geldsystem­s nur aufrecht zu erhalten, weil

1. es für den Anwender kaum wählbare funktional­e Alternativ­en gibt (Geldmonop­ol)
2. jene Eliten an den Schaltstel­len sitzen und die Regeln des Systems beliebig außer Kraft setzen können.

Beide Punkte sind im Bitcoinsys­tem nicht mehr möglich, der Anwender kann sehr leicht und einfach wechseln und die Regeln des Systems (z.B. die Menge der Coins, die Verteilung­ der Coins) können nicht mehr außer Kraft gesetzt werden.
 
26.01.14 12:50 #250  Canis Aureus
Krypto-Fiat gibt es in Deutschland ja schon!
Ist zwar schon fast 20 Jahre alt.

Na, wer kommt drauf?  
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