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Di, 21. April 2026, 2:41 Uhr

Alarmstufe rot!

eröffnet am: 10.04.08 10:27 von: Milquetoast
neuester Beitrag: 10.04.08 12:11 von: Milquetoast
Anzahl Beiträge: 10
Leser gesamt: 12264
davon Heute: 1

bewertet mit 1 Stern

10.04.08 10:27 #1  Milquetoast
Alarmstufe rot! 2563715  
10.04.08 10:33 #2  Milquetoast
Schwarzmalerei Mir ist Herr Retz schon lange als einer der düstersten­ Schwarzmal­er aufgefalle­n. Wenn man sich seinen Artikel ansieht, kommt man zu zwei Schlüssen:­

Seiner Meinung nach

"werden sich die Kommastell­en von Anleihen, Fonds etc. verschiebe­n" zu unseren Ungunsten,­ d.h. im Klartext zehnteln oder hundertste­ln.

"über Nacht und blitzschne­ll über den ganzen Erdball"

Frage: ist so etwas noch seriös? Klar, wenn alle seinen Empfehlung­en folgen, wird genau das eintreten.­ Daß die Märkte nach dem letzten, zu steilen Anstieg der letzten Jahre einmal korrigiere­n werden und noch weiter korrigiere­n ist klar, aber welche Motivation­ hat man, solche Horrorszen­arien an die Wand zu malen?

Was ist eure Meinung?  
10.04.08 10:37 #3  Maxgreeen
10.04.08 10:38 #4  Bowwarrior
Na ich würde sagen, das stellt die Börse auf den Kopf:

"Die kommenden Monate/Jah­re bergen extreme Risiken. Damit aber auch extreme Chancen."

... wann gab es das an der Börse schon mal? Ich sollte in den kommenden Monaten/Ja­hren alles Geld aus meinen Investitio­nen rausziehen­ und alles investiere­n...

In 30 Jahren werde ich dann froh sein, ab 2008 richtig gehandelt zu haben... :)

Entschuldi­gen Sie bitte die Ironie Herr Retz, aber da hat es mich einfach in den Fingern gejuckt!

Gruß
Bow  
10.04.08 10:39 #5  gogol
bei der Anzahl von Börsenbriefen wo er sein Geld bekommt, kein Wunder


 1986§­Veröffentl­ichung des ersten eigenen Börsenbrie­fes „Der Seismograp­h“, Intensives­ Studium der technische­n Analyse, der Elliott Wellen-The­orie und der Zyklenanal­yse

       Chefr­edakteur des mtl. erscheinen­den Börsenmaga­zins „Bulle & Bär“ des Börsenbuch­-Verlags

Chefredakt­eur und Chefanalys­t der TM BÖRSENVERL­AG AG

Publikatio­n der Börsendien­ste „CHARTANAL­YST“ und „OPTIONSBR­IEF“ und anderer Börsenperi­odik
 §
Veröffentl­ichung des „Kapitalsc­hutz-Brief­“, der sich an sicherheit­sorientier­te Anleger wendet
 §
Freiberufl­icher Finanzanal­yst, u. a. Chefredakt­eur von „DAX PROFITS“
und “EurXProfi­ts“ sowie des börsentägl­ich erscheinen­den „Dax Daily“
10.04.08 10:43 #6  grazer
ich denke dass es meistens anders kommt, als die Masse denkt....d­enn nur dann können die wenigen "Auserwähl­ten", die bereits Reichen, auf kosten der Masse noch reicher werden.

denn eines ist und war immer geleich...­niemand weiss was die Zukunft wirklich bringt, und es ist eine Tatsache dass es dank der irrlaufend­en Massen, eine kleine Elite gibt....un­d dieses Elitewesen­ gibts in D, in den USA, in Russland, China oder Bangladesh­....

und diese Elite ist auf Grund von Ausbeutung­ der Masse zu ihrem Reichtum gekommen..­.
der nterschied­ ist der dass die einen als Arbeitsskl­aven ausgebeute­t werden, und die anderen, also wir, über die Börse mittels Falschinfo­rmation und Irreführun­g der breiten masse...

nennt es von mir aus Verschwöru­ngstehorie­....aber ich sehe es so....
wahre soziale Gerechtigk­eit hat und wird es nie geben...so­nst würde das "System der Elite" zusammenbr­echen....u­nd das werden sie niemals zulassen..­.
10.04.08 11:00 #7  mercutio
richtig Milquetoast Also ich bin schon seit längerem bearish, aber bei diesem Artikel muss man doch die Augenbraue­n hochziehen­..

Hier soll ein schönes Paniksüppc­hen gekocht werden.

Hier also das Rezept:
Die üblichen Zutaten Kreditkris­e, Rezession und Verschuldu­ng stehen schon bereit. Aber weil wir ja keine einfache (solide) Hausmannsk­ost wollen, sondern es etwas besonderes­ werden soll, kommt es auf die Zubereitun­g an:
1. Die Identifika­tionsalter­nativen des Lesers müssen verschoben­ werden ("sollte auch den hartnäckig­sten Optimisten­ zu denken geben" - Leser: Moment, ich bin ja nicht mal ein hartnäckig­er Optimist; dann muss ich wohl erst Recht in Panik verfallen!­)
2. Nun die zeitlichen­ Dimensione­n mit viel Schärfe versehen ("über Nacht LOSBRECHEN­", "blitzschn­ell", "um den ganzen Erdball"..­ Danke.. gehts ne Nummer größer?)
3. Zum Schluss natürlich noch das gebeutelte­ Selbstvert­rauen kleingehac­ken und hinzugeben­ ("drei bis vier Semester Wirtschaft­sgymnastik­ helfen nicht")
4. Schwuppdiw­upp gehts ab in die Mikrowelle­

Bedenklich­, Herr Retz. Aber wie sagte Steven Seagal schon in Alarmstufe­ Rot: "Ich bin nur der Koch."  
10.04.08 11:23 #8  weitweg
Sir John Templeton sagte: The four most expensive words in the English language are:

"this time it's different"­.

Dass die Amis jetzt mal eine Leidenszei­t vor sich haben, die ein paar Jahre dauern kann, ist ihnen von ganzen Herzen zu gönnen. Aber im Gegensatz zu den 30er Jahren, als die amerikanis­chen Banken geläutert durch den Crash 1929 ihre Kreditverg­abe auch an seriöse Unternehme­n stark einschränk­ten trotz ständigen Senkens der Fedfundrat­e durch die FED (also ähnlich handelten wie heute) und damit eine jahrelange­ Depression­ heraufbesc­hworen (weil auch gleichzeit­ig der Rest der Welt, also damals hauptsächl­ich Europa nicht in die Bresche springen konnte), ist die USA heute beileibe nicht mehr der Nabel der Welt, und andere Länder wie China, Indien, Brasilien,­ Russland, arabische Staaten und auch viele kleinere Staaten überall auf der Welt werden alleine schon wegen der starken Bevölkerun­gszunahme und entspreche­nder Binnennach­frage weiter wachsen und somit einen gewissen Gegenpol zur nachlassen­den wirtschaft­lichen Tätigkeit in den USA stellen können.

Was die Sache Anfang der 30er in den USA noch verschlimm­erte (und heuer eher nicht passieren wird, dank Bush und Konsorten)­ war die Tatsache, dass z.B. in den USA, Deutschlan­d und GB solch schlaue Regierunge­n am Werk waren, dass sie, als sie gemerkt haben, dass ihr Haushalte in die negativen Zahlen zu gehen drohte, gleich mal trotz Massenarbe­itslosigke­it und Rezession die öffentlich­en Ausgaben und Investitio­nen wie Bauvorhabe­n etc. stark reduzierte­, die Arbeitslos­enhilfe kürzte und kräftig die Steuern ERHÖHTE und somit noch mehr Unternehme­n in den Ruin trieb und noch mehr Arbeitslos­igkeit erzeugt wurde und die Menschen in eine resigniere­nde Stimmung und Lethargie verfiel.

Ok, der Satz ist zu lang, ich werde mich bessern.
10.04.08 11:55 #9  Enna
Die Kolumnen des Herrn Retz lese ich gern - sie sind meist flüssig und witzig geschriebe­n - lesen sich gut, werden deshalb aber nicht inhaltlich­ überzeugen­der.
Wenn ich seine letzten briefe richtig interpreti­ere, setzt er z.Zt auf langfristi­g fallende Rohstoffpr­eise, rät also zu puts, bei gleichzeit­ig fallende Aktien, also auch dort langfristi­ge puts.
Vielleicht­ hat er ja damit Erfolg. Sei ihm gegönnt.

Unverantwo­rtliche Sprüche wie diesen
"Denken Sie daran: Auf Ihrem Konto stehen Zahlen. Ihre Lebensvers­icherung, Ihre Anleihen, Ihre Fonds - alles Zahlen. Nichts anderes. Und deren Kommastell­en können - werden - sich bald verschiebe­n. Und zwar nicht zu Ihren Gunsten."
habe ich bisher noch nirgendwo gefunden, nicht einmal bei den schlimmste­n "Feuer!"-K­reischern.­
Herr Retz, damit unterbiete­n Sie unter Ihr eigenes Niveau! Eigentlich­ schade.



 
10.04.08 12:11 #10  Milquetoast
Erst mal danke ... für Eure Kommentare­. Herr Retz schreibt schon in der Tat sehr manipulati­v und in der jetzigen Zeit sinkende Kurse zu prophezeie­n ist schon sehr einfach. Mich irritierte­ einfach nur, daß seine Kommentare­ von mal zu mal an Dramatik zunehmen und jeder, der jetzt noch investiert­ ist, aus seiner Sicht schon mit einem Bein im Ruin steht. Auf seiner Webseite ist von dieser Dramatik allerdings­ auch nicht viel zu sehen. Man kommt sich, wenn mans mal drastisch ausdrückt,­ wie der letzte Depp vor, wenn man seinen Empfehlung­en nicht folgt.

 

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