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Mi, 22. April 2026, 9:31 Uhr

Volkswirtschaftlicher Ausblick 2026


27.11.25 07:51
Hauck Aufhäuser Lampe

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Alte Systeme verlieren ihre Gültigkeit, neue sind nicht etabliert, so Dr. Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe im Kapitalmarkt-Ausblick 2026.

Er sehe die Weltwirtschaft im kommenden Jahr in einer sensiblen Phase, die wegen des Gegenübers von USA und China besondere Aufmerksamkeit erfordere. Er rechne trotz Zollpolitik und auch wegen des innovationsfreundlichen Umfeldes in den USA mit einem robusten US-Wachstum, erwarte für Deutschland dagegen lediglich ein von der Fiskalpolitik angefachtes konjunkturelles Strohfeuer. Bei den Währungen werde sich der Dollar halten - vorausgesetzt, die US-Politik torpediere ihn nicht. Die Inflation dürfte (weitgehend) eingefangen bleiben. Zinssenkungen in den USA und Großbritannien stünden aber noch an.

Die Statements von Dr. Krüger und seines Economic Research-Teams zu den wesentlichen Trends würden lauten:

Das Jahr 2026 verstehe man als eine sich fortsetzende Übergangsphase. Diese sei gekennzeichnet durch den Verlust alter Systeme und Gewissheiten. Neue Strukturen seien dagegen noch nicht etabliert. Dies erfordere eine besondere Aufmerksamkeit, da sich andere Chancen und Risiken als gewohnt ergeben würden.

Hauck Aufhäuser Lampe erwarte, dass die US-Wirtschaft den Belastungen durch die Zollpolitik weiter trotzen werde. Dem innovationsfreundlichen Land traue man ein ansehnliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,3% gegenüber dem Vorjahr zu.

Das Fiskalpaket schiebe das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland zwar an. Mangels breit angelegter investiver Ausgaben und fehlender Strukturreformen ergebe sich 2026/27 aber lediglich ein konjunkturelles Strohfeuer. Ein dauerhaft höherer Wachstumspfad sei nicht in Sicht.

Inflation werde 2026 zumeist eher ein Randthema sein. Leitzinsen hätten mancherorts noch Abwärtspotenzial, etwa in den USA und Großbritannien. Die EZB dürfte den Einlagesatz ganzjährig bei 2,00% belassen. In Japan sehe es allerdings nach einer Zinserhöhung aus.

Den US-Dollar schreibe Hauck Aufhäuser Lampe nicht ab und erwarte einen EUR−USD-Kurs um 1,15. Anders als der Euroraum würden die USA schon länger die Basis für künftige Produktivitätszuwächse bereiten. Das ‚arbeite‘ gegen wachsende Autokratietendenzen. Lege es die Politik aber darauf an, werde sich der Dollar kaum halten.

Das DAX-Ziel von Hauck Aufhäuser Lampe für Mitte 2026 liege bei 25.500 Punkten. In Asset Allocation bevorzuge man Aktien gegenüber Anleihen. (27.11.2025/ac/a/m)




 
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