Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 25. April 2026, 7:01 Uhr

Stagnation beim Exportgeschäft hält an


12.02.25 13:42
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Exporteure könnten konjunkturellen Rückenwind aus dem Ausland gut gebrauchen, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.

Es herrsche aber Flaute, und das im Grunde genommen schon seit fünf Monaten. Mit einem PMI-Exportindex von genau 50,0 Punkten würden sich die kaum wahrnehmbaren positiven Impulse in den Industrienationen und das marginal negative Nachfrageumfeld in den Schwellenländern genau ausgleichen. Der bislang zuverlässige Wachstumsmarkt Nordamerika habe an Dynamik verloren, und das jüngste Hin und Her bei den Zöllen, die den US-Freihandelspartnern Mexiko und Kanada angedroht worden seien, sei hier auch perspektivisch sicherlich nicht hilfreich.

Europa präsentiere sich weiterhin schwach, wenngleich die Lage nicht mehr ganz so negativ beurteilt werde wie im Vormonat. Insgesamt beginne das neue Jahr so schleppend, wie das alte zu Ende gegangen sei. Es seien der fehlende Schwung aus dem Ausland, die strukturellen Probleme in Deutschland, die Verunsicherung angesichts der Zollpläne von Donald Trump sowie die anhaltenden geopolitischen Spannungen, die in praktisch allen Industriezweigen für eine Mollstimmung sorgen würden.

Das mache sich in den sinkenden Auftragseingängen bemerkbar, die im Bereich Automobile & Zubehör seit Anfang 2022 zu beobachten seien und wo der Einbruch im Vergleich zu den anderen Branchen besonders ausgeprägt sei. Im Maschinen- und Anlagenbau kämpfe man seit Ende 2022 mit rückläufigen Orders, der Abwärtsstrudel sei hier aber nicht ganz so heftig. Der Chemiesektor habe sich zu Beginn des Jahres 2024 etwas berappeln können, nachdem diese Branche besonders stark unter der Energiekrise gelitten habe. Zuletzt seien die Auftragseingänge aber auch hier gefallen. (12.02.2025/ac/a/m)