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So, 26. April 2026, 19:09 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Doch ein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft?


25.08.25 15:19
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Am 3. September gibt die Deutsche Börse die Namen der Auf- und Absteiger der DAX-Indices bekannt, so die Analysten der DekaBank.

Sofern sich im August nichts Wesentliches am Ranking verändert habe, würden sowohl die Porsche Holding SE als auch die Porsche AG sowie die Sartorius AG Gefahr laufen, in den kleineren MDAX abzusteigen. Aussichtsreiche Aufstiegskandidaten seien Scout24 sowie die GEA Group und auch die Lufthansa könnte sich nach mehrjähriger Pause wieder einen Platz in der ersten Börsenliga sichern.

Das Profil des DAX werde sich durch die Anpassungen nicht merklich verändern, dafür seien die Gewichtungen der möglichen "Absteiger" zu gering. Auch bleibe der DAX weiterhin ein schlechter Gradmesser für den Ist-Zustand der deutschen Volkswirtschaft. Allerdings seien die möglichen Veränderungen in der Zusammensetzung des DAX tatsächlich ein Spiegelbild für die strukturellen Veränderungen in der heimischen Wirtschaft. Die Automobilindustrie, regelmäßig als Herz der deutschen Wirtschaft bezeichne, sei über viele Jahre hinweg dauerhaft mit über 15% im DAX vertreten gewesen. Mittlerweile sei dieser Industriezweig auf rund 6% geschrumpft. Ähnlich dramatisch seien die Rückgänge für die Chemie- und Pharmaindustrie - Branchen, die derzeit auch für die deutsche Volkswirtschaft ein Bremsschuh darstellen und auf absehbare Zeit kaum für positive Impulse sorgen dürften.

Dagegen werde der DAX getragen sowohl von Dienstleistungen im IT-Bereich und bei Finanzen, als auch von in den Megatrends Infrastruktur und Elektrifizierung sowie Verteidigung tätigen Unternehmen. Damit laufe der DAX den strukturellen Veränderungen der deutschen Volkswirtschaft vorweg. Da der Transformationsprozess in der Realwirtschaft auf längere Zeit angelegt sei, dürfte die Ungeduld der Marktteilnehmer regelmäßig strapaziert und Erwartungen auf den Prüfstand gestellt werden. Zwischenzeitliche Enttäuschungen seien damit vorprogrammiert, würden aber nichts am zugrundeliegenden Trend am Aktienmarkt und der Erwartungshaltung ändern, in welche Richtung sich der realwirtschaftliche Wandel der deutschen Volkswirtschaft fortsetzen sollte. (25.08.2025/ac/a/m)



 
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