China: Licht und Schatten
03.09.25 09:51
Oberbank
Linz (www.aktiencheck.de) - Die jüngsten Zahlen zur Industrieproduktion in China fielen mit +5,7 % erfreulich aus, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.
Auch die Exportzahlen im Juli hätten mit einem Anstieg von +7,2% überzeugen können. Doch es gebe auch Schattenseiten.
Die starken Exporte könnten vor allem auf Vorzieheffekte zurückzuführen sein - aus Sorge vor einem möglichen Zollchaos mit den USA. Die Entwicklung der chinesischen Exporte bleibe daher ein wichtiger Indikator für die globale Konjunktur. Die nächsten Exportdaten würden am 8. September veröffentlicht.
Auch die gute Industrieproduktion dürfte maßgeblich von den Exporten getragen worden sein. Denn die Inlandsnachfrage bleibe schwach: Die Einzelhandelsumsätze seien von +5,4% auf +3,7% zurückgegangen. Ein möglicher Grund für die gedämpfte Konsumstimmung sei die Lage am Immobilienmarkt.
In China diene dieser traditionell als Anlageform - insbesondere für die wachsende Mittelschicht. Doch der Markt schwächele bereits seit rund vier Jahren (Stichwort: Evergrande). Im Juli seien die Immobilieninvestitionen um 12% zurückgegangen.
Auch die Inflationsdaten würden die Konsumzurückhaltung widerspiegeln: China kämpfe mit Deflation. Der intensive Wettbewerb führe zu sinkenden Preisen.
Insgesamt verliere die einstige Wirtschaftslokomotive China spürbar an Schwung. Der Renminbi habe seit Jahresbeginn gegenüber dem Euro rund 12% an Wert verloren. Ein Kurs von EUR/CNY 8,5000 scheine nur noch eine Frage der Zeit zu sein. (03.09.2025/ac/a/m)
Auch die Exportzahlen im Juli hätten mit einem Anstieg von +7,2% überzeugen können. Doch es gebe auch Schattenseiten.
Die starken Exporte könnten vor allem auf Vorzieheffekte zurückzuführen sein - aus Sorge vor einem möglichen Zollchaos mit den USA. Die Entwicklung der chinesischen Exporte bleibe daher ein wichtiger Indikator für die globale Konjunktur. Die nächsten Exportdaten würden am 8. September veröffentlicht.
In China diene dieser traditionell als Anlageform - insbesondere für die wachsende Mittelschicht. Doch der Markt schwächele bereits seit rund vier Jahren (Stichwort: Evergrande). Im Juli seien die Immobilieninvestitionen um 12% zurückgegangen.
Auch die Inflationsdaten würden die Konsumzurückhaltung widerspiegeln: China kämpfe mit Deflation. Der intensive Wettbewerb führe zu sinkenden Preisen.
Insgesamt verliere die einstige Wirtschaftslokomotive China spürbar an Schwung. Der Renminbi habe seit Jahresbeginn gegenüber dem Euro rund 12% an Wert verloren. Ein Kurs von EUR/CNY 8,5000 scheine nur noch eine Frage der Zeit zu sein. (03.09.2025/ac/a/m)
