Apple versäumt Börsenrally - Aktienanalyse
11.03.24 12:53
Heibel-Ticker
Berlin (www.aktiencheck.de) - Apple-Aktienanalyse von "Heibel-Ticker":
Stephan Heibel, Chefredakteur und Herausgeber des "Heibel-Ticker Börsenbriefs", nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Apple Inc. (ISIN: US0378331005, WKN: 865985, Ticker-Symbol: APC, NASDAQ-Symbol: AAPL) unter die Lupe.
Der Absatz von iPhones in China sei in den ersten sechs Wochen des neuen Jahres 2024 um 24% zurückgegangen. Der Wettbewerb mit anderen Smartphone-Anbietern wie Huawei, Oppo, Vivo und Xiaomi sowie insbesondere Samsung habe sich verschärft, werde in dem Bericht behauptet.
Wenig später melde die europäische Wettbewerbsaufsicht, dass man Apple eine Strafe in Höhe von 1,8 Mrd. EUR aufgebrummt habe. Der kalifornische Obst-Großhändler habe seinen Nutzern des Musik-Streamingdienstes Werbung von günstigeren Anbietern vorenthalten, so das Urteil. Spotify, der Kläger, erhalte seinen erlittenen Schaden in Höhe von 40 Mio. EUR erstattet. Im Verhältnis zum verursachten Schaden sei die Strafe in Höhe von 1,8 Mrd. EUR astronomisch. Man wolle ein abschreckendes Exempel statuieren, so die Brüsseler EU-Kommissarin Margrethe Vestager.
Vor einer Woche sei das Auto-Projekt Titan, das an einem eigenen Apple-Auto geforscht habe, eingestellt worden. Und während Aktien der halben Technologiebranche in vollkommener Euphorie über die KI-Revolution von Hoch zu Hoch stürmen würden, sei die Aktie von Apple seit vergangenem Dezember um 15% gefallen.
Erste Analysten würden schon das Ende der Apple-Dominanz ausrufen. Die Produkte des Konzerns seien zu teuer und würden an den Bedürfnissen der Kunden vorbei gehen. Den KI-Zug habe der Konzern aus Cupertino verpasst. Und die Vision Pro sei viel zu teuer und verursache Kopfschmerzen, wenn man sie länger trage.
Höre sich super an für mich, denn in den Augen von Heibel agiere Apple wie immer: Langsam, aber solide. Die wichtige Frage sei, ob Apple den Anschluss verliere, oder aber einfach mal durchatmet und dann später mit guten Produkten wieder aufhole.
Der gestiegene Wettbewerbsdruck in China ei tatsächlich negativ für Apple. Es gebe gleich zwei Gründe für die angespannte Situation in China: Zum einen habe China Konjunkturprobleme und das Geld der Konsumenten in China sitze bei weitem nicht mehr so locker. Es sei daher nachvollziehbar, dass Chinesen sich derzeit vermehrt nach günstigen Alternativen umschauen würden.
Und zum anderen habe Samsung in seine neuen Galaxy-Smartphones bereits KI-Funktionen eingebaut: Echtzeit-Übersetzung sowie Foto-Bearbeitung werde damit möglich. Das gebe es bei den iPhones noch nicht.
Neue iPhone-Modelle würden erst wieder im Herbst erwartet. Bis dahin werde Samsung sicherlich die Nase vorn behalten. In den kommenden Wochen würden lediglich neue iPads erwartet. Zudem verzeichne Apple eine gewisse Zurückhaltung bei seinen treuen Kunden: Handys würden länger genutzt, bevor ein neues Modell gekauft werde. 2019 hätten noch 34% iPhones gehalten, die älter als drei Jahre gewesen seien. Inzwischen seien es über 50%. Toni Sacconaghi, Analyst von Bernstein, habe unlängst darauf hingewiesen, dass der durchschnittliche Erneuerungszyklus für das iPhone von 3 auf 4 Jahre gestiegen sei. Als Grund dafür werde der gestiegene Preis der iPhones genannt, sowie fehlende Innovationen.
Zumindest bei den Innovationen sei Besserung in Sicht, sobald die KI in den iPhones stärker genutzt werde.
Die Vision Pro sei, wie der Name schon sage, ein Profi-Gerät. Schon seit einigen Jahren habe Apple die Pro-Modelle in sämtlichen Kategorien kompromisslos höchsten Ansprüchen angepasst, was sich im exorbitant hohen Preis widerspiegele. Wenn man einen Kinofilm mit einem Smartphone drehen möchte, brauche man ein iPhone Pro. Doch für die allermeisten Privatanwender würden die normalen iPhone Modelle reichen. Ähnlich sehe es bei den MacBooks, beim Mac, bei den iPads etc. aus. Und so werde die Vision Pro in den kommenden Jahren eher für professionelle Anwendungen genutzt.
Ob daraus mal ein Massenartikel werden könne, sei ein anderes Thema. Im ersten Schritt sei das eher nicht beabsichtigt.
Und zum Thema KI: Diese Woche sei bekannt geworden, dass so ziemlich alle Wettbewerber im Bereich der KI vom Erfolg OpenAIs mit seinem ChatGPT überrascht worden seien. Insbesondere die Google-Mutter Alphabet habe bis vor einem Jahr als unangefochtene Anführerin der KI-Entwicklung gegolten. Noch vor einigen Jahren habe man sich bei OpenAI desillusioniert über den Vorsprung von Alphabet gegeben, der nicht mehr aufzuholen sei.
Nun habe Alphabet bereits zwei KI-Assistenten auf den Markt gebracht, die beide bei weitem hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien. Heibel würde daher auch Apple an dieser Front noch nicht abschreiben: OpenAI habe einen großen Vorsprung. Doch es handele sich nicht um einen "The winner takes it all"-Markt. Apple, Google und andere mögen spät sein, aber auch sie würden zu gegebener Zeit von der KI-Revolution profitieren.
Insofern müsse Heibel sogar sagen, dass mich der Kursrückgang in der Apple-Aktie derzeit freue. Apple bleibe das Unternehmen, das komplexe Technologien anwendungsfreundlich macht. Damit werde es bald wieder Erfolge feiern. Wie bald? Keine Ahnung, derzeit scheine man sich auf die Entwicklungsabteilungen zu konzentrieren. Schon im vergangenen Jahr sei der eigentlich jährliche Erneuerungszyklus bei den iPads ausgefallen, für die kommenden Tage würden die ersten Neuerungen bei iPads seit zwei Jahren erwartet. Die Mitarbeiter vom Titan-Projekt habe man in die KI-Abteilungen gesteckt.
Aktuell stehe das EV/EBITDA bei Apple bei 19, im historischen Durchschnitt habe es bei 13 gelegen. Damit sei die Aktie noch immer teuer, obwohl sie in den vergangenen Monaten um 15% gesunken sei.
Wer Apple als Langfristinvestment gerne im Portfolio haben möchte, der könne sich nun eine erste Position holen. Wer den Kaufkurs noch ein wenig optimieren möchte, der sollte sich vielleicht in den kommenden zwei Monaten irgendwann entscheiden und versuchen, den Boden dieser Korrektur zu erwischen, so Stephan Heibel, Chefredakteur und Herausgeber des "Heibel-Ticker Börsenbriefs", in einer aktuellen Aktienanalyse. (Ausgabe 10 vom 08.03.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Apple-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Apple-Aktie:
156,72 EUR +0,31% (11.03.2024, 12:43)
NASDAQ-Aktienkurs Apple-Aktie:
170,79 USD +0,99% (08.03.2024, 21:59)
ISIN Apple-Aktie:
US0378331005
WKN Apple-Aktie:
865985
Ticker-Symbol Apple-Aktie:
APC
NASDAQ-Symbol Apple-Aktie:
AAPL
Kurzprofil Apple Inc.:
Apple (ISIN: US0378331005, WKN: 865985, Ticker-Symbol: APC, NASDAQ-Symbol: AAPL) ist ein US-amerikanischer Hersteller von Unterhaltungselektronik mit Hauptsitz im kalifornischen Cupertino. Aktuelle Verkaufsschlager des Elektronikriesen sind die Smartphones der iPhone-Modellreihe, die Tabletts der iPad-Serie sowie die Notebooks der MacBook-Reihe. Neben dem Verkauf von Elektronik-Hardware gewinnt stark zunehmend der Verkauf von Medien über den iTunes Store und Applikationen über den Apple-App Store an Bedeutung. (11.03.2024/ac/a/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Der Vorstand und/oder Mitarbeiter der aktiencheck.de AG halten eine Netto-Longposition in den Aktien des analysierten Unternehmens. Es besteht also ein Interessenkonflikt auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen wollen.
Stephan Heibel, Chefredakteur und Herausgeber des "Heibel-Ticker Börsenbriefs", nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Apple Inc. (ISIN: US0378331005, WKN: 865985, Ticker-Symbol: APC, NASDAQ-Symbol: AAPL) unter die Lupe.
Der Absatz von iPhones in China sei in den ersten sechs Wochen des neuen Jahres 2024 um 24% zurückgegangen. Der Wettbewerb mit anderen Smartphone-Anbietern wie Huawei, Oppo, Vivo und Xiaomi sowie insbesondere Samsung habe sich verschärft, werde in dem Bericht behauptet.
Wenig später melde die europäische Wettbewerbsaufsicht, dass man Apple eine Strafe in Höhe von 1,8 Mrd. EUR aufgebrummt habe. Der kalifornische Obst-Großhändler habe seinen Nutzern des Musik-Streamingdienstes Werbung von günstigeren Anbietern vorenthalten, so das Urteil. Spotify, der Kläger, erhalte seinen erlittenen Schaden in Höhe von 40 Mio. EUR erstattet. Im Verhältnis zum verursachten Schaden sei die Strafe in Höhe von 1,8 Mrd. EUR astronomisch. Man wolle ein abschreckendes Exempel statuieren, so die Brüsseler EU-Kommissarin Margrethe Vestager.
Vor einer Woche sei das Auto-Projekt Titan, das an einem eigenen Apple-Auto geforscht habe, eingestellt worden. Und während Aktien der halben Technologiebranche in vollkommener Euphorie über die KI-Revolution von Hoch zu Hoch stürmen würden, sei die Aktie von Apple seit vergangenem Dezember um 15% gefallen.
Erste Analysten würden schon das Ende der Apple-Dominanz ausrufen. Die Produkte des Konzerns seien zu teuer und würden an den Bedürfnissen der Kunden vorbei gehen. Den KI-Zug habe der Konzern aus Cupertino verpasst. Und die Vision Pro sei viel zu teuer und verursache Kopfschmerzen, wenn man sie länger trage.
Höre sich super an für mich, denn in den Augen von Heibel agiere Apple wie immer: Langsam, aber solide. Die wichtige Frage sei, ob Apple den Anschluss verliere, oder aber einfach mal durchatmet und dann später mit guten Produkten wieder aufhole.
Der gestiegene Wettbewerbsdruck in China ei tatsächlich negativ für Apple. Es gebe gleich zwei Gründe für die angespannte Situation in China: Zum einen habe China Konjunkturprobleme und das Geld der Konsumenten in China sitze bei weitem nicht mehr so locker. Es sei daher nachvollziehbar, dass Chinesen sich derzeit vermehrt nach günstigen Alternativen umschauen würden.
Und zum anderen habe Samsung in seine neuen Galaxy-Smartphones bereits KI-Funktionen eingebaut: Echtzeit-Übersetzung sowie Foto-Bearbeitung werde damit möglich. Das gebe es bei den iPhones noch nicht.
Neue iPhone-Modelle würden erst wieder im Herbst erwartet. Bis dahin werde Samsung sicherlich die Nase vorn behalten. In den kommenden Wochen würden lediglich neue iPads erwartet. Zudem verzeichne Apple eine gewisse Zurückhaltung bei seinen treuen Kunden: Handys würden länger genutzt, bevor ein neues Modell gekauft werde. 2019 hätten noch 34% iPhones gehalten, die älter als drei Jahre gewesen seien. Inzwischen seien es über 50%. Toni Sacconaghi, Analyst von Bernstein, habe unlängst darauf hingewiesen, dass der durchschnittliche Erneuerungszyklus für das iPhone von 3 auf 4 Jahre gestiegen sei. Als Grund dafür werde der gestiegene Preis der iPhones genannt, sowie fehlende Innovationen.
Zumindest bei den Innovationen sei Besserung in Sicht, sobald die KI in den iPhones stärker genutzt werde.
Die Vision Pro sei, wie der Name schon sage, ein Profi-Gerät. Schon seit einigen Jahren habe Apple die Pro-Modelle in sämtlichen Kategorien kompromisslos höchsten Ansprüchen angepasst, was sich im exorbitant hohen Preis widerspiegele. Wenn man einen Kinofilm mit einem Smartphone drehen möchte, brauche man ein iPhone Pro. Doch für die allermeisten Privatanwender würden die normalen iPhone Modelle reichen. Ähnlich sehe es bei den MacBooks, beim Mac, bei den iPads etc. aus. Und so werde die Vision Pro in den kommenden Jahren eher für professionelle Anwendungen genutzt.
Ob daraus mal ein Massenartikel werden könne, sei ein anderes Thema. Im ersten Schritt sei das eher nicht beabsichtigt.
Und zum Thema KI: Diese Woche sei bekannt geworden, dass so ziemlich alle Wettbewerber im Bereich der KI vom Erfolg OpenAIs mit seinem ChatGPT überrascht worden seien. Insbesondere die Google-Mutter Alphabet habe bis vor einem Jahr als unangefochtene Anführerin der KI-Entwicklung gegolten. Noch vor einigen Jahren habe man sich bei OpenAI desillusioniert über den Vorsprung von Alphabet gegeben, der nicht mehr aufzuholen sei.
Insofern müsse Heibel sogar sagen, dass mich der Kursrückgang in der Apple-Aktie derzeit freue. Apple bleibe das Unternehmen, das komplexe Technologien anwendungsfreundlich macht. Damit werde es bald wieder Erfolge feiern. Wie bald? Keine Ahnung, derzeit scheine man sich auf die Entwicklungsabteilungen zu konzentrieren. Schon im vergangenen Jahr sei der eigentlich jährliche Erneuerungszyklus bei den iPads ausgefallen, für die kommenden Tage würden die ersten Neuerungen bei iPads seit zwei Jahren erwartet. Die Mitarbeiter vom Titan-Projekt habe man in die KI-Abteilungen gesteckt.
Aktuell stehe das EV/EBITDA bei Apple bei 19, im historischen Durchschnitt habe es bei 13 gelegen. Damit sei die Aktie noch immer teuer, obwohl sie in den vergangenen Monaten um 15% gesunken sei.
Wer Apple als Langfristinvestment gerne im Portfolio haben möchte, der könne sich nun eine erste Position holen. Wer den Kaufkurs noch ein wenig optimieren möchte, der sollte sich vielleicht in den kommenden zwei Monaten irgendwann entscheiden und versuchen, den Boden dieser Korrektur zu erwischen, so Stephan Heibel, Chefredakteur und Herausgeber des "Heibel-Ticker Börsenbriefs", in einer aktuellen Aktienanalyse. (Ausgabe 10 vom 08.03.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze Apple-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs Apple-Aktie:
156,72 EUR +0,31% (11.03.2024, 12:43)
NASDAQ-Aktienkurs Apple-Aktie:
170,79 USD +0,99% (08.03.2024, 21:59)
ISIN Apple-Aktie:
US0378331005
WKN Apple-Aktie:
865985
Ticker-Symbol Apple-Aktie:
APC
NASDAQ-Symbol Apple-Aktie:
AAPL
Kurzprofil Apple Inc.:
Apple (ISIN: US0378331005, WKN: 865985, Ticker-Symbol: APC, NASDAQ-Symbol: AAPL) ist ein US-amerikanischer Hersteller von Unterhaltungselektronik mit Hauptsitz im kalifornischen Cupertino. Aktuelle Verkaufsschlager des Elektronikriesen sind die Smartphones der iPhone-Modellreihe, die Tabletts der iPad-Serie sowie die Notebooks der MacBook-Reihe. Neben dem Verkauf von Elektronik-Hardware gewinnt stark zunehmend der Verkauf von Medien über den iTunes Store und Applikationen über den Apple-App Store an Bedeutung. (11.03.2024/ac/a/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Der Vorstand und/oder Mitarbeiter der aktiencheck.de AG halten eine Netto-Longposition in den Aktien des analysierten Unternehmens. Es besteht also ein Interessenkonflikt auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen wollen.
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