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S&P 500

WKN: A0AET0 / ISIN: US78378X1072

Apple und Meta: Erfolgsbilanz der KI-Integration


29.07.24 11:34
eToro

London (www.aktiencheck.de) - Aufgrund der hohen Bewertung, die einige wenige große US-Tech-Aktien genießen, stehen diese Unternehmen unter erheblichem Druck, keine Enttäuschungen zu liefern, so die Experten von eToro.

In dieser Woche würden Apple und Meta ihre Geschäftszahlen für das zweite Quartal präsentieren. Die Anleger würden dabei klare Einblicke in den Erfolg der KI-Integration und deren Auswirkungen auf Verkaufs- und Nutzerzahlen erwarten.

Apple und Meta hätten wahrscheinlich ihre Gewinne im Vergleich zum Vorjahresquartal gesteigert, doch das Wachstum gegenüber dem Vorquartal dürfte sich weiter verlangsamt haben. Für Apple werde ein EPS-Anstieg auf 1,34 US-Dollar (+6 Prozent) prognostiziert, während bei Meta mit einem Anstieg auf 4,70 US-Dollar (+58 Prozent) gerechnet werde. Im Gegensatz zur Zeit der Dotcom-Blase, die oft als Vergleich herangezogen werde, zeige sich, dass viele Unternehmen profitabel seien. Meta scheine besonders dynamisch zu wachsen: Der Umsatz werde auf 38,29 Milliarden US-Dollar geschätzt, was einem Anstieg von 20 Prozent entsprechen würde. Apple solle seine Einnahmen um 3 Prozent auf 84,12 Milliarden US-Dollar gesteigert haben.

Die Integration von "Apple Intelligence" in die eigenen Produkte steigere deren Funktionalität und Nutzerzufriedenheit, was die Kundenbindung stärke und dem Unternehmen einen Wachstumsschub verleihen dürfte. Besonders die Verbesserung des Sprachassistenten Siri könnte die Verkaufszahlen ankurbeln und Apples Wettbewerbsvorteil im Smartphone-Markt, wo iPhones einen Weltmarktanteil von 17,3 Prozent halten würden, festigen. Apple erziele rund die Hälfte seines Umsatzes mit iPhones, möchte aber einen Upgrade-Zyklus anstoßen, da die Menschen ihre Smartphones länger behalten würden als zuvor. Allerdings berge die Öffnung des eigenen Ökosystems für externe Anbieter wie OpenAI erhebliche Risiken. Eine sorgfältige Behandlung von Datenschutz- und Sicherheitsbedenken sei notwendig, um potenzielle Schwachstellen zu vermeiden.

Meta setze sein neuestes Llama 3.1 Modell ein, um den KI-Chatbot "Meta AI" in Apps wie Instagram und WhatsApp zu integrieren. Diese Integration könnte dazu führen, dass Meta AI zu einem der am häufigsten genutzten Chatbots weltweit werde, da rund 3 Milliarden Menschen den Instant Messenger verwenden würden. KI-Tools könnten die Verweildauer auf Social Media weiter steigern und somit die Werbeeinnahmen erhöhen. Kostenpflichtige KI-Upgrade-Optionen würden zusätzliches Potenzial für Umsatzsteigerungen bieten. Der Open-Source-Ansatz erlaube externen Entwicklern, das Modell für ihre eigenen KI-Anwendungen zu nutzen. Allerdings bestehe aufgrund der Geheimhaltung der Trainingsdatensätze ein hohes Missbrauchsrisiko. Meta investiere kräftig in KI und VR und plane, Anteile am Ray-Ban-Hersteller EssilorLuxottica zu erwerben. Diese Strategie solle Metas Smart Glasses voranbringen und dem bislang wenig erfolgreichen Metaverse neuen Schwung verleihen.

Nach Alphabet seien Meta und Apple die am wenigsten überbewerteten Aktien der "Magnificent 7", gemessen am Forward PE, das den aktuellen Kurs im Verhältnis zum prognostizierten Gewinn der nächsten zwölf Monate setze. Alphabet weise einen Multiplikator von 22 auf, während Meta bei 24 liege. Im Vergleich dazu bewege sich das Forward PE für den S&P 500 bei 22. Die Bandbreite des Forward PE und die Durchschnittswerte könnten je nach Branche erheblich variieren. Value-Investoren würden oft dazu tendieren, Werte zwischen 20 und 25 als angemessen zu betrachten. Während Alphabet und Meta noch in einem vertretbaren Bereich liegen würden, würden Apple (29) und Microsoft (32) bereits deutlich überteuert erscheinen. Amazon (39), NVIDIA (43) und Tesla (89) seien hingegen extrem überbewertet.

Das saisonale Muster des S&P 500 deute darauf hin, dass Anleger sich kurzfristig auf erhöhte Volatilität einstellen sollten. Daten, die bis 1928 zurückreichen würden, würden zeigen, dass der Index typischerweise bis September schwächle, gefolgt von einem deutlichen Kursanstieg im vierten Quartal. In dieser schwächeren Phase könnten Titel wie Apple und Meta schnell um 10-20 Prozent fallen, was neue Einstiegschancen eröffne und eine Vorbereitung auf eine potenzielle Endjahresrally biete. Zwei entscheidende Faktoren könnten den Verlauf und die Intensität einer potenziellen Korrektur bestimmen: Zinserwartungen (FED könnte Zinsen dreimal senken) und die laufende Berichtssaison. Meta lege am Mittwoch Zahlen vor, Apple folge am Donnerstag. (29.07.2024/ac/a/m)





 
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