Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 25. April 2026, 15:55 Uhr

Yen stark aufgewertet


16.03.11 13:31
RZB Österreich

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Katastrophe in Japan und die noch immer nicht abschätzbare Lage im Kernkraftwerk Fukushima blieben gestern die beherrschenden Themen und ließen Konjunkturnachrichten in den Hintergrund treten (Anstieg des Empire State Index; Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen), berichten die Analysten der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB Österreich).

Die Flucht in sichere Häfen habe zu sinkenden Renditen bei deutschen und US-amerikanischen Staatsanleihen und zu einer Aufwertung des Schweizer Franken auf EUR/CHF 1,283 geführt. Die japanische Notenbank habe nach umgerechnet EUR 131 Mrd. am Montag, gestern weitere EUR 45 Mrd. an kurzfristiger Liquidität zur Verfügung gestellt. Trotz der Interventionen der Notenbank habe der Yen stark aufgewertet, was mit der Rückführung von japanischen Auslandsinvestitionen zu erklären sei. Aktuell notiere USD/JPY bei 80,91.

In den USA habe die Notenbank gestern den Leitzins erwartungsgemäß unverändert belassen, habe sich in ihrer Einschätzung der Konjunktur aber optimistischer gezeigt. Während die FED im Januar die Konjunkturdynamik noch als zu schwach beurteilt habe um eine Erholung am Arbeitsmarkt herbeizuführen, habe sie dieses Mal von einer soliden Wirtschafterholung und einer graduellen Verbesserung der Arbeitsmarktsituation gesprochen. Die Wortwahl zur Inflation sei leicht verschärft worden.

So habe die Notenbank betont, dass sie die Teuerungsrate aufgrund der zuletzt stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise genau beobachten werde. Gleichzeitig sehe die FED durch diese Effekte aber nur temporär Aufwärtsrisiken beim Preisauftrieb. Demzufolge könne aus den gestrigen Ausführungen der FED noch keine baldige Abkehr von der expansiven Geldpolitik herausgelesen werden.

Die Ratingagentur Moody's habe gestern die Kreditwürdigkeit Portugals um zwei Stufen von A1 auf A3 gesenkt und den Ausblick für die Bonitätsbewertung des Landes als negativ beurteilt. Heute würden neben US-Immobiliendaten auf beiden Seiten des Atlantiks Preisdaten veröffentlicht, wobei die Kernrate für die Eurozone im Februar im Vorjahresvergleich auf 1,1% zurückfallen sollte. (16.03.2011/ac/a/m)




 
Werte im Artikel
2,70 plus
+42,11%
2,15 plus
0,00%