Vestas Wind Systems maximal halten
06.11.06 10:59
Finanzen & Börse
Lauda- Königshofen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Finanzen & Börse" empfehlen die Aktie von Vestas Wind Systems maximal zu halten.
Nach einer aktuellen Studie der britischen Regierung könnte der Klimawandel die Weltwirtschaft in ein regelrechtes Chaos stürzen. Kräftiger Rückenwind für alle alternativen Energien. Und dazu gehöre auch die Windkraft. Noch sei Zeit für sinnvolle Gegenmaßnahmen. Laut der ca. 700 Seiten dicken Studie der britischen Regierung würden ohne Gegenmaßnahmen allerdings verheerende wirtschaftliche Schäden drohen. Um bis zu 20 Prozent könnte das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) infolge eines Klimawandels sinken. Von den Folgen für das Sozialwesen ganz zu schweigen. Zusammengefasst: Eine Gegenwart ohne wirksamen Klimaschutz schaffe eine graue Zukunft mit riesigen Problemen. Wenn wir jetzt nicht handeln würden, würden die Folgen, so verheerend sie sein mögen, unumkehrbar sein. Dies habe, so Medienberichte, Premierminister Tony Blair gesagt, als er die Klima-Studie seiner Regierung präsentiert habe.
Stichwort Treibhausgase. Nach einem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen (UN) sei der Ausstoß von Kohlendioxid in den letzten eineinhalb Jahrzehnten bereits reduziert worden - dies aber gelte nur für wenige Industrienationen wie Großbritannien, Frankreich oder Deutschland. Ansonsten sei der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid weiterhin stark steigend. Gleichzeitig aber verlange das Kyoto-Protokoll von seinen Unterzeichnern, dass sie Mittel und Wege finden würden, ihre Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Bis 2012 müssten diese Emissionen um 5,2 Prozent gesenkt werden. Innerhalb der Europäischen Union (EU) gelte daher seit dem 1. Januar 2005 eine einheitliche Regelung für den Handel mit Emissionszertifikaten. Zunächst beginne eine Pilotphase. Ab 2008 solle das Emissionshandelssystem dann weltweit eingeführt werden. So sehe es das Kyoto-Protokoll von 1997 vor, das am 16. Februar 2005 in Kraft getreten sei.
Der Ausbau erneuerbarer Energien, wie beispielsweise durch die Windkraft, sei zweifelsfrei einer der Mittel und Wege, um die Vorgaben des Kyoto-Protokolls zu erfüllen. Zur Info: Die internationale Windenergie-Branche erwarte in den nächsten Jahren ein deutliches Wachstum. Bis zum Jahr 2014 sollten weltweit Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 210.000 Megawatt (MW) installiert werden. Derzeit seien Anlagen mit ca. 60.000 MW am Netz. Die wichtigsten Zukunftsmärkte seien voraussichtlich: Deutschland, Frankreich, Spanien und auch die USA. Auch in China und Indien nehme die Nachfrage sprunghaft zu. Vor allem deutsche Unternehmen, die im Ausland aktiv seien, würden sich derzeit über volle Auftragsbücher freuen.
Der weltweit größte Hersteller von Windkraft-Anlagen komme jedoch nicht aus Deutschland, sondern aus Dänemark und heiße Vestas. Die Dänen würden über einen Anteil am Weltmarkt von 28 Prozent verfügen. Ungefähr ein Drittel des Umsatzes generiere Vestas außerhalb Europas, beispielsweise in China, Japan, den USA oder Australien. Ende 2005 habe Vestas mehr als 10.000 Mitarbeiter in 24 Ländern beschäftigt. Im ersten Halbjahr 2006 habe Vestas den Umsatz von 1,1 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,6 Mrd. Euro steigern können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe 34 Mio. Euro betragen. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2005 habe es noch bei minus 90 Mio. Euro gelegen. Trotz allem habe sich der Markt enttäuscht gezeigt. Analysten hätten mit einem EBIT von 45 Mio. Euro gerechnet. Hohe Materialkosten für Stahl oder Kupfer hätten einen höheren Gewinn verhindert. Denkbar auch: In Zukunft könnte vor allem Platzhirsch Vestas unter einem immer intensiver werdenden Wettbewerb leiden.
Die Vestas Wind Systems-Aktie empfehlen die Experten von "Finanzen & Börse" maximal zu halten. (Ausgabe 33 vom 04.11.2006) (06.11.2006/ac/a/a)
Nach einer aktuellen Studie der britischen Regierung könnte der Klimawandel die Weltwirtschaft in ein regelrechtes Chaos stürzen. Kräftiger Rückenwind für alle alternativen Energien. Und dazu gehöre auch die Windkraft. Noch sei Zeit für sinnvolle Gegenmaßnahmen. Laut der ca. 700 Seiten dicken Studie der britischen Regierung würden ohne Gegenmaßnahmen allerdings verheerende wirtschaftliche Schäden drohen. Um bis zu 20 Prozent könnte das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) infolge eines Klimawandels sinken. Von den Folgen für das Sozialwesen ganz zu schweigen. Zusammengefasst: Eine Gegenwart ohne wirksamen Klimaschutz schaffe eine graue Zukunft mit riesigen Problemen. Wenn wir jetzt nicht handeln würden, würden die Folgen, so verheerend sie sein mögen, unumkehrbar sein. Dies habe, so Medienberichte, Premierminister Tony Blair gesagt, als er die Klima-Studie seiner Regierung präsentiert habe.
Der Ausbau erneuerbarer Energien, wie beispielsweise durch die Windkraft, sei zweifelsfrei einer der Mittel und Wege, um die Vorgaben des Kyoto-Protokolls zu erfüllen. Zur Info: Die internationale Windenergie-Branche erwarte in den nächsten Jahren ein deutliches Wachstum. Bis zum Jahr 2014 sollten weltweit Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 210.000 Megawatt (MW) installiert werden. Derzeit seien Anlagen mit ca. 60.000 MW am Netz. Die wichtigsten Zukunftsmärkte seien voraussichtlich: Deutschland, Frankreich, Spanien und auch die USA. Auch in China und Indien nehme die Nachfrage sprunghaft zu. Vor allem deutsche Unternehmen, die im Ausland aktiv seien, würden sich derzeit über volle Auftragsbücher freuen.
Der weltweit größte Hersteller von Windkraft-Anlagen komme jedoch nicht aus Deutschland, sondern aus Dänemark und heiße Vestas. Die Dänen würden über einen Anteil am Weltmarkt von 28 Prozent verfügen. Ungefähr ein Drittel des Umsatzes generiere Vestas außerhalb Europas, beispielsweise in China, Japan, den USA oder Australien. Ende 2005 habe Vestas mehr als 10.000 Mitarbeiter in 24 Ländern beschäftigt. Im ersten Halbjahr 2006 habe Vestas den Umsatz von 1,1 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,6 Mrd. Euro steigern können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe 34 Mio. Euro betragen. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2005 habe es noch bei minus 90 Mio. Euro gelegen. Trotz allem habe sich der Markt enttäuscht gezeigt. Analysten hätten mit einem EBIT von 45 Mio. Euro gerechnet. Hohe Materialkosten für Stahl oder Kupfer hätten einen höheren Gewinn verhindert. Denkbar auch: In Zukunft könnte vor allem Platzhirsch Vestas unter einem immer intensiver werdenden Wettbewerb leiden.
Die Vestas Wind Systems-Aktie empfehlen die Experten von "Finanzen & Börse" maximal zu halten. (Ausgabe 33 vom 04.11.2006) (06.11.2006/ac/a/a)
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