VA Tech neutral
09.11.04 16:03
Raiffeisen Centrobank
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bewerten die VA Tech-Aktie (ISIN AT0000937453 / WKN 890774) mit "neutral".
Siemens habe am 8. November das VA Tech-Aktienpaket (16,7%) von Mirko Kovats erworben und gleichzeitig die angestrebte Komplettübernahme von VA Tech bekannt gegeben. Siemens bereite nun ein freiwilliges Übernahmeangebot für 55 Euro je Aktie vor. Bevor Siemens das Übernahmeangebot präsentieren dürfe, müsse allerdings noch die Übernahmekommission dem Antrag auf Verkürzung der Sperrfrist von einem Jahr zustimmen, der Siemens nach dem gescheiterten Übernahmeversuch im September gemäß Übernahmegesetz unterliege. Der VA Tech-Vorstand habe sich ebenfalls für eine sofortige Aufhebung der Übernahmesperre ausgesprochen, um eine Schädigung der Beziehung zu Kunden und Kooperationspartnern zu verhindern.
Die Übernahmekommission habe bereits signalisiert, im Sinne des Unternehmens und der Aktionäre zu entscheiden. Falls die Übernahmekommission ein Angebot erlaube, müsse Siemens innerhalb der gesetzlichen 40-Tage-Frist (bis 5. Januar 2005) ein Übernahmeangebot vorlegen. Der erste Übernahmeversuch von Siemens sei am Widerstand des Unternehmens und der Politik gescheitert. Die Äußerungen der Politiker würden aber nun auf erfolgreiches Lobbying seitens Siemens und eine Zustimmung der Regierung hindeuten. Die Analysten sähen daher eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit für den neuerlichen Übernahmeversuch von Siemens.
Mit der Komplettübernahme von VA Tech würde diese vom Kurszettel der Wiener Börse verschwinden. Die noch für November geplante Kapitalerhöhung werde laut VA Tech im Falle eines Übernahmeangebotes nicht durchgeführt. Siemens habe bereits alternative Finanzierungsmöglichkeiten in Aussicht gestellt.
An den grundlegenden Bedenken zu diesem Deal habe sich in der Zwischenzeit nichts geändert. Im Bereich T&D hätten Siemens und VA Tech eine starke Standortkonzentration im schwierigen Markt Europa. Im Bereich Hydraulische Energieerzeugung kooperiere VA Tech bei Gas-Kombi-Kraftwerken mit dem Siemens-Konkurrenten General Electric. Zudem habe Siemens im Wasserkraftwerksbau ein Joint Venture mit Voith, wodurch es im Fall der VA Tech-Übernahme zu kartellrechtlichen Auflagen (eventuell Abgabe von Teilbereichen) kommen würde.
Der angestrebte Übernahmepreis von 55 Euro bilde den derzeitigen Status Quo von VA Tech (hohe Restrukturierungsverluste im Jahr 2004) in fairer Weise ab und liege damit etwas über dem aktuellen Kursziel der Analysten der Raiffeisen Centrobank von 52 Euro. Allerdings sehe man in den 55 Euro die Synergiepotenziale für Siemens und auch die positiven Zukunftsperspektiven von VA Tech nach Abschluss des Restrukturierungsprozesses nur in geringem Maße berücksichtigt. Bei einem aktuellen Kursniveau von 55 Euro werde bereits auf eine höhere Übernahmeofferte spekuliert.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank halten ihre Empfehlung für die VA Tech-Aktie mit "neutral" aufrecht.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Siemens habe am 8. November das VA Tech-Aktienpaket (16,7%) von Mirko Kovats erworben und gleichzeitig die angestrebte Komplettübernahme von VA Tech bekannt gegeben. Siemens bereite nun ein freiwilliges Übernahmeangebot für 55 Euro je Aktie vor. Bevor Siemens das Übernahmeangebot präsentieren dürfe, müsse allerdings noch die Übernahmekommission dem Antrag auf Verkürzung der Sperrfrist von einem Jahr zustimmen, der Siemens nach dem gescheiterten Übernahmeversuch im September gemäß Übernahmegesetz unterliege. Der VA Tech-Vorstand habe sich ebenfalls für eine sofortige Aufhebung der Übernahmesperre ausgesprochen, um eine Schädigung der Beziehung zu Kunden und Kooperationspartnern zu verhindern.
Die Übernahmekommission habe bereits signalisiert, im Sinne des Unternehmens und der Aktionäre zu entscheiden. Falls die Übernahmekommission ein Angebot erlaube, müsse Siemens innerhalb der gesetzlichen 40-Tage-Frist (bis 5. Januar 2005) ein Übernahmeangebot vorlegen. Der erste Übernahmeversuch von Siemens sei am Widerstand des Unternehmens und der Politik gescheitert. Die Äußerungen der Politiker würden aber nun auf erfolgreiches Lobbying seitens Siemens und eine Zustimmung der Regierung hindeuten. Die Analysten sähen daher eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit für den neuerlichen Übernahmeversuch von Siemens.
An den grundlegenden Bedenken zu diesem Deal habe sich in der Zwischenzeit nichts geändert. Im Bereich T&D hätten Siemens und VA Tech eine starke Standortkonzentration im schwierigen Markt Europa. Im Bereich Hydraulische Energieerzeugung kooperiere VA Tech bei Gas-Kombi-Kraftwerken mit dem Siemens-Konkurrenten General Electric. Zudem habe Siemens im Wasserkraftwerksbau ein Joint Venture mit Voith, wodurch es im Fall der VA Tech-Übernahme zu kartellrechtlichen Auflagen (eventuell Abgabe von Teilbereichen) kommen würde.
Der angestrebte Übernahmepreis von 55 Euro bilde den derzeitigen Status Quo von VA Tech (hohe Restrukturierungsverluste im Jahr 2004) in fairer Weise ab und liege damit etwas über dem aktuellen Kursziel der Analysten der Raiffeisen Centrobank von 52 Euro. Allerdings sehe man in den 55 Euro die Synergiepotenziale für Siemens und auch die positiven Zukunftsperspektiven von VA Tech nach Abschluss des Restrukturierungsprozesses nur in geringem Maße berücksichtigt. Bei einem aktuellen Kursniveau von 55 Euro werde bereits auf eine höhere Übernahmeofferte spekuliert.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank halten ihre Empfehlung für die VA Tech-Aktie mit "neutral" aufrecht.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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