US-Treasurymarkt mit kräftigen Kursgewinnen
30.06.08 11:17
Bayerische Landesbank
München (aktiencheck.de AG) - Safe haven-Kapitalzuflüsse als Reaktion auf fallende Aktienmärkte und ein neues Rekordhoch beim Ölpreis bescherten 10j- und 30j-Laufzeiten am US-Treasurymarkt zum Wochenausklang kräftige Kursgewinne, so die Analysten der Bayerischen Landesbank.
Am Bundmarkt habe das lange Ende der Kurve dagegen aufgrund der negativen Inflationsdaten aus Deutschland unter Druck gestanden.
Die regionalen US-Stimmungsindikatoren - Chicago, Milwaukee Einkaufsmanagerindices - würden heute letzte Indikationen für den morgigen ISM-Index liefern. Neben diesem stünden im Wochenverlauf als weitere wichtige Konjunkturdaten die ADP-Beschäftigungsänderung (Mi.), der US-Arbeitsmarktbericht (Do.) sowie der ISM-Index für den Dienstleistungssektor am Freitag an. Mit Blick auf die von der FED stärker betonten Inflationsgefahren sollten auch die Preiskomponenten der ISM-Indices Beachtung finden, die vermutlich weiter gestiegen seien.
Was die Euroraum-Konjunktur anbetreffe, stehe im Mittelpunkt heute wieder die Inflationsentwicklung. Berichtet würden zum einen italienische Erzeugerpreise (Mai) und Verbraucherpreise (Juni), zum anderen die Schnellschätzung des Euroraum-HVPI für Juni, die ein neues Allzeit-Hoch bei 3,9% gegenüber dem Vorjahr erbringen dürfte. Das negative Inflationsbild erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB der Ankündigung ihres Präsidenten am 5. Juni am kommenden Donnerstag Taten, sprich eine 25 Bp-Zinserhöhung, folgen lassen werde.
Laut EZB-Mitglied Draghi bleibe die Lage an den Finanzmärkten kritisch. Systemische Marktbedenken hätten aber an Wichtigkeit verloren. EZB-Präsident Trichet fordere für die Ölmärkte Transparenz und Verantwortungsbewusstsein der Produzenten. Laut Gonzales-Paramo sei eine EZB-Zinserhöhung noch nicht sicher. Heute finde eine Rede vom EZB-Mitglied Constando um 19.00 Uhr statt.
OPEC-Präsident Khelil erwarte, dass der Ölpreis augrund des schwachen US-Dollars und politischer Konflikte bis Jahresende auf 170 US-Dollar pro Barrel steigen werde. (30.06.2008/ac/a/m)
Am Bundmarkt habe das lange Ende der Kurve dagegen aufgrund der negativen Inflationsdaten aus Deutschland unter Druck gestanden.
Was die Euroraum-Konjunktur anbetreffe, stehe im Mittelpunkt heute wieder die Inflationsentwicklung. Berichtet würden zum einen italienische Erzeugerpreise (Mai) und Verbraucherpreise (Juni), zum anderen die Schnellschätzung des Euroraum-HVPI für Juni, die ein neues Allzeit-Hoch bei 3,9% gegenüber dem Vorjahr erbringen dürfte. Das negative Inflationsbild erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB der Ankündigung ihres Präsidenten am 5. Juni am kommenden Donnerstag Taten, sprich eine 25 Bp-Zinserhöhung, folgen lassen werde.
Laut EZB-Mitglied Draghi bleibe die Lage an den Finanzmärkten kritisch. Systemische Marktbedenken hätten aber an Wichtigkeit verloren. EZB-Präsident Trichet fordere für die Ölmärkte Transparenz und Verantwortungsbewusstsein der Produzenten. Laut Gonzales-Paramo sei eine EZB-Zinserhöhung noch nicht sicher. Heute finde eine Rede vom EZB-Mitglied Constando um 19.00 Uhr statt.
OPEC-Präsident Khelil erwarte, dass der Ölpreis augrund des schwachen US-Dollars und politischer Konflikte bis Jahresende auf 170 US-Dollar pro Barrel steigen werde. (30.06.2008/ac/a/m)
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