US-Treasuries stehen unter Druck
27.03.03 16:47
Hamburgische LB
Die Kurse der US-Treasuries standen im Wochenverlauf vollständig unter dem Eindruck des Irak-Kriegs, berichten die Analysten der Hamburgischen Landesbank.
Mit dem Ausbruch des Kriegs habe es den Anschein gehabt, dass die lähmende Unsicherheit in den Märkten der Zuversicht auf einen raschen Sieg der alliierten Streitkräfte unter der Führung der USA und Großbritanniens gewichen sei. An den Treasury-Notierungen sei dies zwischenzeitlich als höchster Kursverlust seit Jahresbeginn abzulesen gewesen. Mit den Zweifeln an einem kurzen Krieg sei die Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen für Investments zurückgekehrt.
Dass diese so sicher nicht seien, zeige sich bei jeder neuen optimistischen Meldung aus dem Irak, die die - selbst nach dem Kursverfall - auf immer noch hohen Niveaus gehandelten Titel weiteren Kursverlusten aussetze. Weder die Halbierung des Bush-Steuerpakets durch den US-Senat noch die aufschiebenden Äußerungen zu Leitzinsmaßnahmen seitens FED-Chef Greenspan hätten die Märkte nachhaltig beeinflussen können.
Indikatoren, die üblicherweise kursformend seien - ein Rückgang im Philadelphia FED Index, schwache Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter und der erwartete weitere Einbruch in der Zuversicht der US-Konsumenten - seien gleichsam im Strom der Kriegsmeldungen verpufft. Die Frage für die kommende Woche laute, wie die Marktteilnehmer mit der Erkenntnis umgehen würden, dass trotz Kriegsbeginn keine rasche Lösung im Irak - und schon gar nicht eine Beseitigung der Terrorismus-Bedrohung oder der Wirtschaftsschwäche der USA - in Sicht sei.
Sofern Konjunkturnachrichten hierbei eine Rolle spielen würden, laufe die neue Woche quasi auf die Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts für März hinaus, der nach Erachten der Analysten noch keine Besserung zeigen dürfte. Zu den im März schwach erwarteten Auftragseingängen würden sich Stimmungsindikatoren aus dem gewerblichen wie dem privaten Sektor gesellen.
Wie die im Einkaufsmanagerindex ISM und im Verbrauchervertrauensindex der Universität Michigan ausgedrückte Stimmung am Markt aufgenommen werde, hänge davon ab, ob sich im Irak-Krieg eine Entscheidung abzeichne: bei Hinweisen auf einen raschen Sieg der Alliierten könnten ISM oder Michigan-Index das Ende der Treasury-Rally nicht verhindern. Ohne Irak-Entscheidung dürften sich die US-Treasuries per Wochensaldo behaupten.
Mit dem Ausbruch des Kriegs habe es den Anschein gehabt, dass die lähmende Unsicherheit in den Märkten der Zuversicht auf einen raschen Sieg der alliierten Streitkräfte unter der Führung der USA und Großbritanniens gewichen sei. An den Treasury-Notierungen sei dies zwischenzeitlich als höchster Kursverlust seit Jahresbeginn abzulesen gewesen. Mit den Zweifeln an einem kurzen Krieg sei die Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen für Investments zurückgekehrt.
Indikatoren, die üblicherweise kursformend seien - ein Rückgang im Philadelphia FED Index, schwache Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter und der erwartete weitere Einbruch in der Zuversicht der US-Konsumenten - seien gleichsam im Strom der Kriegsmeldungen verpufft. Die Frage für die kommende Woche laute, wie die Marktteilnehmer mit der Erkenntnis umgehen würden, dass trotz Kriegsbeginn keine rasche Lösung im Irak - und schon gar nicht eine Beseitigung der Terrorismus-Bedrohung oder der Wirtschaftsschwäche der USA - in Sicht sei.
Sofern Konjunkturnachrichten hierbei eine Rolle spielen würden, laufe die neue Woche quasi auf die Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts für März hinaus, der nach Erachten der Analysten noch keine Besserung zeigen dürfte. Zu den im März schwach erwarteten Auftragseingängen würden sich Stimmungsindikatoren aus dem gewerblichen wie dem privaten Sektor gesellen.
Wie die im Einkaufsmanagerindex ISM und im Verbrauchervertrauensindex der Universität Michigan ausgedrückte Stimmung am Markt aufgenommen werde, hänge davon ab, ob sich im Irak-Krieg eine Entscheidung abzeichne: bei Hinweisen auf einen raschen Sieg der Alliierten könnten ISM oder Michigan-Index das Ende der Treasury-Rally nicht verhindern. Ohne Irak-Entscheidung dürften sich die US-Treasuries per Wochensaldo behaupten.
