US-Schatzwechsel Renditen niedrig
20.10.08 16:28
Wegelin & Co.
St. Gallen (aktiencheck.de AG) - Die letzten Wochen waren durch eine nicht enden wollende Flut an einschneidenden Ereignissen an den Finanzmärkten gekennzeichnet, berichten die Analysten von Wegelin & Co.
Auch am US-Geldmarkt sei Historisches passiert. Die Renditen auf US-Schatzwechsel mit 3-monatiger Laufzeit seien an einem fast historischen Tiefststand angelangt. Mitte September, als der US-Versicherungsriese AIG aufgrund eines Liquiditätsengpasses kurz vor dem Kollaps gestanden habe, habe sich mit diesen so genannten "T-Bills" eine Rendite von nur gerade 0,02 Prozent erzielen lassen. Nominal habe man nichts verdient, und real - also inflationsbereinigt - habe man sogar dafür bezahlen müssen, den USA sein Geld leihen zu dürfen! Mit der von der US-Regierung eingeleiteten Rettungsaktion von AIG habe sich der Markt zwar wieder etwas beruhigt, doch die Renditen würden tief bleiben wie seit fast 70 Jahren nicht mehr.
Die Gründe lägen in der rasant angestiegenen Risikoaversion der Investoren und dem dadurch praktisch eingefrorenen US-Kreditmarkt. Investoren würden zurzeit lediglich den kreditwürdigsten Marktteilnehmern, in diesem Fall dem US-Staat, Kredit gewähren wollen und auch dann nur auf kurze Frist. Ein gängiges Maß der Risikoaversion, der so genannte TED-Spread - welcher den Renditeunterschied zwischen Interbankenkrediten und T-Bills berechne - befinde sich beispielsweise nahe seinem Allzeithoch. Die Banken würden darauf verzichten, untereinander lukrative Leihgeschäfte durchzuführen, weil sie an der gegenseitigen Bonität zweifeln würden. Sollte sich dieses Klima des Misstrauens erst einmal verziehen, könnte sich die Lage bald wieder normalisieren. (Ausgabe Nr. 259 vom 13.10.2007) (20.10.2008/ac/a/m)
Auch am US-Geldmarkt sei Historisches passiert. Die Renditen auf US-Schatzwechsel mit 3-monatiger Laufzeit seien an einem fast historischen Tiefststand angelangt. Mitte September, als der US-Versicherungsriese AIG aufgrund eines Liquiditätsengpasses kurz vor dem Kollaps gestanden habe, habe sich mit diesen so genannten "T-Bills" eine Rendite von nur gerade 0,02 Prozent erzielen lassen. Nominal habe man nichts verdient, und real - also inflationsbereinigt - habe man sogar dafür bezahlen müssen, den USA sein Geld leihen zu dürfen! Mit der von der US-Regierung eingeleiteten Rettungsaktion von AIG habe sich der Markt zwar wieder etwas beruhigt, doch die Renditen würden tief bleiben wie seit fast 70 Jahren nicht mehr.
Die Gründe lägen in der rasant angestiegenen Risikoaversion der Investoren und dem dadurch praktisch eingefrorenen US-Kreditmarkt. Investoren würden zurzeit lediglich den kreditwürdigsten Marktteilnehmern, in diesem Fall dem US-Staat, Kredit gewähren wollen und auch dann nur auf kurze Frist. Ein gängiges Maß der Risikoaversion, der so genannte TED-Spread - welcher den Renditeunterschied zwischen Interbankenkrediten und T-Bills berechne - befinde sich beispielsweise nahe seinem Allzeithoch. Die Banken würden darauf verzichten, untereinander lukrative Leihgeschäfte durchzuführen, weil sie an der gegenseitigen Bonität zweifeln würden. Sollte sich dieses Klima des Misstrauens erst einmal verziehen, könnte sich die Lage bald wieder normalisieren. (Ausgabe Nr. 259 vom 13.10.2007) (20.10.2008/ac/a/m)
