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So, 26. April 2026, 10:01 Uhr

US-Renditen mit einem Satz nach oben


13.06.08 10:54
Bayerische Landesbank

München (aktiencheck.de AG) - Die US-Renditen quittierten die überraschend starken US-Einzelhandelsumsätze mit einem Satz nach oben, zeichneten doch nicht nur nominal gestiegene Tankstellenumsätze verantwortlich für das Ergebnis, so die Analysten der Bayerischen Landesbank.

Unter Umständen würden auch die ersten Steuerschecks schon Wirkung zeigen und damit, wie immer schon in der Historie, die Märkte überraschen. Die Bundkurve habe gestern deutlich ihre Inversionsphase beendet.

Nach dem gestrigen Allzeithoch in der Jahresrate der US-Importpreise sehe man auch bei den heutigen Verbraucherpreisen negatives Überraschungspotenzial. Da die Notenbanker Furcht vor einem Anstieg der Inflationserwartungen zeigen würden, berge diesmal- auch bei moderater Kernrate - ein Anstieg der Headline Rate Verlustrisiko für Treasuries.

Spannender noch dürfte die Entwicklung des US-Verbrauchervertrauens werden. Energie- und Lebensmittelpreise wie auch der schwache Arbeitsmarkt würden die Verbraucher weiter belasten. Andererseits sei das ABC-Verbrauchervertrauen zuletzt wieder gestiegen, und die Einzelhandelsumsätze hätten gestern deutlich auf der positiven Seite überraschen können. Auch sollten die Steuerschecks eine erste, kleine Wirkung zeigen. Eine weitere deutliche Abschwächung des schon sehr niedrigen Verbrauchervertrauens erscheine den Experten daher als unwahrscheinlich. Aber auch bei einer Stabilisierung des Indikators sollte vor dem Wochenende eine Konsolidierung am Rentenmarkt beobachtet werden.

Es stünden um 12:30 Uhr die EZB-Rede von Gonzalez-Paramo und um 18:00 Uhr von Weber an. Der EZB-Ratsmitglied Weber rechne gestern in einer Frage und Antwort-Runde mit einer kontinuierlichen Normalisierung an den Geldmärkten bis zum Jahresende. Nach seinem Kenntnisstand befinde sich keine deutsche Bank in existenzbedrohenden Liquiditätsschwierigkeiten. (13.06.2008/ac/a/m)