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So, 26. April 2026, 23:05 Uhr

US-ISM-Index nochmaliger Anstieg erwartet


28.02.11 13:53
RZB Österreich

Wien (aktiencheck.de AG) - Die am Freitag abgehaltenen Wahlen zum irischen Parlament brachten die erwartete Pleite für die bisherige Regierungspartei Fianna Fail, die von 41,6% auf 17,4% der Stimmen abstürzte, so die Analysten der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB Österreich).

Klarer Wahlsieger sei die Fine Gael Partei, die 36,1% der Stimmen erreicht habe und in Koalitionsverhandlungen mit der ebenfalls erfolgreichen Labour-Partei (19,4%) treten werde. Der zukünftige Premierminister werde Enda Kenny, der Parteivorsitzender der Fine Gael Partei, sein. Der irische Konsolidierungskurs sei durch die neue Regierung nicht gefährdet. Ein großes Fragezeichen stehe allerdings über der Vorgehensweise der zukünftigen Regierung im Hinblick auf das EU/IWF-Hilfspaket und die erstrangigen Anleihegläubiger irischer Banken. Fine Gael und Labour hätten sich die Neuverhandlung des Hilfspakets und dabei die Reduzierung der Zinslast auf die EU/IWF-Kredite als Ziel gesetzt. Eine Restrukturierung nicht garantierter erstrangiger Bankenanleihen, jener Institute an denen der Staat beteiligt sei, sei ebenfalls in Aussicht gestellt worden.

Heute sei in den USA neben den Daten zu den persönlichen Einkommen und Konsumausgaben die Veröffentlichung des Chicago PMI von Interesse. Die regionale Stimmungsumfrage für das Verarbeitende Gewerbe werde eine letzte Indikation für den morgen anstehenden nationalen ISM-Index geben. Der Konsens rechne sowohl beim Chicago PMI als auch beim ISM-Index mit einem leichten Indexrückgang. Angesichts der positiven Vorgaben der bisher veröffentlichten regionalen Einkaufsmanagerumfragen seien die Analysten optimistischer und würden einen nochmaligen Anstieg des ISM-Index erwarten. Die ebenfalls heute veröffentlichten schwebenden Hausverkäufe dürften nach dem leichten Plus im Dezember im Januar rückläufig gewesen sein.

In der Eurozone würden heute die endgültigen Inflationsdaten für Januar bekannt gegeben, welche eine niedrige aber in der Tendenz ansteigende Kerninflation von noch 1,3% p.a. ausweisen sollten. (28.02.2011/ac/a/m)