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So, 26. April 2026, 19:09 Uhr

US-Häusermarkt weniger schwach als befürchtet


27.05.08 11:44
Bayerische Landesbank

München (aktiencheck.de AG) - Der von den Feiertagen in den USA und UK geprägte Handel verlief gestern weitestgehend ereignislos, so die Analysten der Bayerischen Landesbank.

Die jüngsten Zahlen zum US-Häusermarkt seien zwar weniger schwach gewesen als befürchtet, aber schlechter als in der jeweiligen Vorperiode. Von einer Bodenbildung oder gar Trendwende am Immobilienmarkt könne daher noch keine Rede sein. Die heute veröffentlichten Zahlen dürften diesen Befund bestätigen: Ähnlich wie der OFHEO Hauspreisindex rechnen die Analysten der Bayerischen Landesbank beim Case Shiller Hauspreisindex mit einem Rückgang, der sich gegenüber dem Vormonat sogar noch beschleunigt haben dürfte.

Auch bei den Neubauten sei mit einer fortgesetzten Abschwächung der Verkaufszahlen zu rechnen. Dies sowie der fortdauernde dynamische Anstieg des Ölpreises und der schwächer werdende Arbeitsmarkt sollten tiefe Spuren im Konsumentenvertrauen hinterlassen. Lediglich die jüngste Aktienmarkterholung bilde hier ein geringes Gegengewicht. Treasuries sollten von den heutigen Zahlen profitieren können. Auch die jüngsten Leitzinserhöhungsfantasien dürften etwas korrigieren.

Beim französischen Unternehmensvertrauen erwarte man eine Abschwächung, beim italienischen halte man eine Pause in der dynamischen Talfahrt für möglich. Der Impuls für den Rentenmarkt werde wohl gering sein. Allerdings gehe den Renditen langsam der Rückenwind aus.

Heute fänden folgende Reden der Notenbanker statt: Liebscher (EZB, 11.15 Uhr), Ordonez (EZB, 13.00 Uhr), Kroszner (FED, 14.15 Uhr), Yellen zur wirtschaftlichen Lage (FED, 17.50 Uhr). FED's Geithner habe gestern auf einer Konferenz die deutlichen Leitzinssenkungen der US-Notenbank als "absolut korrekt" verteidigt. Jedes Land sei anders. (27.05.2008/ac/a/m)