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So, 26. April 2026, 16:33 Uhr

thyssenkrupp AG

WKN: 750000 / ISIN: DE0007500001

Thyssen-Krupp halten


25.01.01 00:00
BfG Bank

Nach dem missglückten Versuch, den Stahlbereich im vergangenen Herbst an die Börse zu bringen wurde die Stahlsparte bei Thyssen-Krupp (WKN 750000) wieder zum Kerngeschäft erklärt, so die Analysten der BfG-Bank.

Der Konzern sei nun in sechs operative Einheiten gegliedert. Die aktuelle Konzernstruktur werde Thyssen-Krupp aber in gewisser Weise von den Marktverhältnissen diktiert. Zwar seien seit 1998/99 Portfolio-Bereinigungen mit einem Umsatzvolumen von 1,6 Mrd. € vorgenommen worden, doch seien weitere Desinvestments geplant, um eine stärkere Fokussierung zu erzielen.

In einigen Bereichen, wie bei den Werften oder im Anlagenbau, verfüge Thyssen-Krupp nicht über die ausreichende Marktstellung für eine sinnvolle Fortführung der Geschäftseinheiten. Es fehle jedoch anscheinend im Moment an potenten Käufern für diese Bereiche. Der Weg werde daher voraussichtlich über Kooperationen fortgesetzt. Langfristig sei immer noch an eine Abgabe dieser Segmente gedacht.

Vor wenigen Tagen habe das Transrapid﷓Konsortium (Thyssen-Krupp, Siemens) einen ersten Erfolg feiern können. Der erste kommerziell genutzte Transrapid werde in China gebaut. Er solle den Flughafen Pudong mit der Innenstadt von Shanghai verbinden. Die Inbetriebnahme sei für 2004 geplant. Da es sich dabei aber nur um eine ca. 30 km lange Strecke handele, sei es noch zu früh, um von einem endgültigen Durchbruch zu sprechen. Um endlich den Status eines Forschungsprojektes zu verlassen, müssten sicherlich starke Zugeständnisse beim Preis gemacht werden. Dieses Projekt werde daher noch keine Ergebnisbeiträge liefern.

Vielmehr habe man sich die Option auf zukünftiges Wachstum erkauft. Über einen möglichen Ausbau der Strecke von Shanghai nach Hangzhou (200 km) oder Peking (1.300 km) werde jedoch nicht vor dem Jahr 2003 entschieden. Zudem gelte es zu berücksichtigen, dass das Projekt von der Bundesregierung mit 200 Mio. DM bezuschusst werde. Auch die in Deutschland diskutierten Strecken (Flughafen München - Innenstadt, Düsseldorf - Dortmund) seien nur Prestigestrecken, die ohne finanzielle Unterstützung des Staates nicht realisierbar seien. Die Bereitschaft zu Subventionen werde jedoch immer stärker nachlassen. Der Transrapid müsse daher in den nächsten Jahren beweisen, dass er auch kommerziell erfolgreich sein könne.

Das ausgegebene Ziel von 1,3 Mrd. € Vorsteuergewinn werde zwar für möglich gehalten, aber gleichzeitig auch für ambitioniert. Vor dem Hintergrund einer sich abkühlenden US﷓Autokonjunktur und nachgebender Stahlpreise werde eher mit negativen als mit positiven Überraschungen hinsichtlich des Ergebnisses gerechnet.

Nach dem starken Anstieg der letzten Monate sei ein Großteil der positiven Entwicklung von Thyssen-Krupp bereits im Kurs enthalten. Das weitere Aufwärtspotenzial werde daher als begrenzt angesehen. Die hohe Dividendenrendite dürfe zwar allzu starke Rückgänge im Aktienkurs verhindern, gegenüber dem Gesamtmarkt werde aber mit einer unterdurchschnittlichen Wertentwicklung gerechnet.

Die Empfehlung der Analysten der BfG-Bank laute daher halten.





 
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