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So, 26. April 2026, 13:42 Uhr

Softline auf den Spuren von Amazon


20.01.00 00:00
Neuer Markt Inside

Im Februar strebe die Softline AG, Offenburg, unter der Führung der Deutschen Bank AG an den Neuen Markt.

Im Kerngeschäft vertreibe das Unternehmen sehr erfolgreich Produktivitäts-Software für Business-Anwendungen, insbesondere für die Segmente Online-Publising, E-Commerce, Desktop-Publishing sowie geographische Informationssysteme. Unter Vertrag stehen laut Neuer Markt inside so namhafte Software-Hersteller wie NetObjects, Netscape, RedHat, Allaire und RealNetworks.

Der Erfolg im klassishen Direktmarketing basiere einerseits auf dem Kompetenzprodukt Katalog, der 1999 eine Auflage von 2,25 Millionen Exemplaren erreichte habe, andererseits auf einem gezielten One-to-One-Marketing, das heißt, auf einer qualifizierten und lösungsorientierten Beratung vor, während und nach dem Kauf. Fantasie biete aber vor allem der Online-Vertrieb unter www.softline.de, der in den kommenden Jahren stark forciert werden solle. Dem Markt für Online-Software-Verkäufe sagten Experten ein explosionsartiges Wachstum voraus. Nach einem Marktvolumen von 3,5 Milliarden USD in 1999 rechne das Marktforschungsinstitut IDC mit einer Verzehnfachung des Volumens bis 2003 auf 32,9 Milliarden USD.

Aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehungen zu den führenden Software-Herstellern müsse Softline auch nicht so schnell befürchten, seinen Wettbewerbsvorsprung durch den Markteintritt neuer Mitbewerber einzubüßen.
Mit dem Ziel, die Amazon.com für Business-Software zu werden, plane Softline in den nächsten Jahren 40 Millionen DM in den Ausbau des E-Commerce zu investieren. Neben aggressiven Marketing-Maßnahmen sollen zu den heute 100 Partnershops – Ricardo.de, freenet.de und eBay – weitere in der Schweiz und in Österreich hinzukommen, so die Analysten.

Darüber hinaus stehen zwei Akquisitionen in den deutschsprachigen Nachbarländern sowie der Aufbau zweier Niederlassungen in Frankreich und Irland an, meinen die Experten von Neuer Markt inside. In 2000 und 2001 plane man deshalb beim Ertrag maximal mit einer schwarzen Null, in 2002 sollen erstmals Gewinne sprudeln.

Obwohl die genauen Daten zur Emission noch nicht bekannt seien, lasse sich heute schon vermuten, dass die Softline AG nicht in der Masse der Börsenneulinge untergehen werde.