Serono kaufenswert
23.05.01 00:00
Aktienservice Research
Die Analysten von Aktienservice Research empfehlen derzeit die Aktien von Serono (WKN 873438) zum Kauf.
Serono sei mit im Geschäftsjahr 2000 erzielten weltweiten Einkünften von 1,24 Milliarden US-Dollar zum drittgrößten Biotechnologieunternehmen der Welt avisiert. In Europa seien im vergangenen Jahr 16 Prozent des Umsatzes der Biotech-Branche auf Serono entfallen. Außerdem gehöre das Unternehmen zu den sieben europäischen Biotech-Firmen, die eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Euro aufweisen würden. Die Gesellschaft mit Hauptsitz in Genf sei in 45 Ländern mit Tochtergesellschaften vertreten, sie vertreibe ihre Produkte in mehr als 100 Ländern und verfüge in acht Ländern über Produktionsstätten.
Das Biotechnologieunternehmen habe den Konzernumsatz im ersten Quartal 2001 um 10,8 Prozent auf 321,3 Millionen US-Dollar gesteigert. Davon seien 26,92 Millionen US-Dollar auf Lizenzeinnahmen und mit 294,4 Millionen US-Dollar (plus 9,9 Prozent) der Löwenanteil auf die Produktumsätze entfallen. Letztere seien in Lokalwährung sogar um 13,5 Prozent gewachsen. In US-Dollar habe die Schwäche der europäischen Währungen zu einem negativen Wechselkurseffekt von 9,4 Millionen US-Dollar geführt. Der Nettogewinn habe überproportional um 37,2 Prozent zugelegt. Wichtigster Wachstumstreiber sei erneut das Multiple-Sklerose-Präparat Rebif gewesen, dessen Umsätze in Lokalwährungen um 71,3 Prozent zugenommen hätten.
Für das laufende Jahr erwarte die Gesellschaft einen Anstieg des Umsatzes von 15 bis 20 Prozent und einen Gewinnzuwachs von 20 bis 25 Prozent. Die mittelfristigen Aussichten würden maßgeblich von der Entwicklung von Rebif bestimmt. Nachdem dieses Präparat im vierten Quartal 2000 außerhalb der USA bereits zum führenden Multiple-Sklerose-Mittel avanciert sei, seien jetzt auch die Chancen für eine Zulassung in den USA gewachsen. Hintergrund sei eine von Serono durchgeführte klinische Studie, die das Biogen-Mittel Avonex mit Rebif vergleiche. Serono berichte hierzu, dass mit Rebif behandelte Patienten gegenüber Avonex eine um 90 Prozent geringere Rückfallquote aufweisen würden.
Gleichwohl sei Rebif in den USA noch nicht zugelassen, weil Avonex den sogenannten Orphan Drug Status – einen für Medikamente mit kleinen Patientenpopulationen gedachten Konkurrenzschutz – genieße. Dieser Schutz laufe eigentlich erst im Frühjahr 2003 aus. Würde es Serono allerdings gelingen, den Nachweis der Überlegenheit von Rebif zu führen, könnte die US-Gesundheitsbehörde Rebif früher zulassen. Allerdings bestehe noch die Möglichkeit, dass sich die FDA nicht mit den vorgelegten Ergebnissen zufrieden gebe, sondern erst die endgültigen Ergebnisse abwarten wolle. Diese würden voraussichtlich im kommenden Monat publiziert. Es sei wahrscheinlich, dass Serono für Rebif die Zulassung erhalte.
Das Volumen des für Rebif relevanten US-Segments für Medikamente gegen den schubförmigen Verlauf der Multiplen Sklerose habe sich einschlägigen Prognosen zufolge im Jahr 2000 auf 1,03 Milliarden US-Dollar belaufen, womit die USA der weltweit größte Einzelmarkt für diese Präparate sei. Im einzelnen seien 21 Prozent auf Betaseron und 57 Prozent auf Avonex entfallen. Aktienservice Research gehe von einer Zulassung von Rebif bereits im Jahr 2002 aus und unterstelle für das kommende Jahr ein Umsatzvolumen von 60 Millionen US-Dollar. Ab dem Jahr 2003 sollte Rebif dann in den USA dynamisch wachsende Umsätze in dreistelliger US-Dollar-Millionenhöhe erzielen.
Die Chancen aus der potenziell vorgezogenen Zulassung von Rebif in den USA seien noch nicht in den Aktienkurs eingeflossen. Der Titel sei im Vergleich zu anderen Biotechnologie-Werten durchaus attraktiv bewertet. Insgesamt müsse bei der Bewertung Seronos jedoch differenziert werden, ob der Titel eher nach den Maßstäben der Pharma- oder Biotech-PeerGroup bewertet werden solle, beides halte Aktienservice Research für argumentierbar.
Auf EBITDA-02e-Basis sehe Aktienservice Research den Titel im Vergleich zur entsprechenden Pharma-PeerGroup mit einer Multiple von über 31 knapp doppelt so hoch bewertet. Aktienservice Research rechne in den kommenden vier Jahren zwar durchschnittlich mit jährlichen Gewinnsteigerungsraten von deutlich über 20 Prozent, während Aktienservice Research dem Pharmasektor einen Wert von knapp unter 15 Prozent zugrundelege, dennoch verbleibe ein gewisser Aufschlag.
Diesen Aufschlag berücksichtigt, sowie in Anbetracht des steigenden Konkurrenzdrucks, würden sich nicht zu vernachlässigende Risiken ergeben. So gelte es, die Entwicklung des israelischen Konkurrenten TEVA aufmerksam zu verfolgen, dessen konkurrierendes Multiple-Sklerose-Präparat Copaxone stark steigende Marktanteile verzeichne. Sollte es TEVA wie vom Unternehmen geplant gelingen, das Präparat auch in oraler Verabreichungsform zu offerieren, werde sich die Marktakzeptanz weiter steigern.
Insgesamt halten die Analysten von Aktienservice Research Serono langfristig ungeachtet der aufgeführten Risiken mit der Maßgabe einer geringen Portfoliogewichtung für kaufenswert. Da der Handel an deutschen Börsen zu illiquide sei, sollten Käufe daher über die Schweizer Börse oder in USA abgewickelt werden.
Serono sei mit im Geschäftsjahr 2000 erzielten weltweiten Einkünften von 1,24 Milliarden US-Dollar zum drittgrößten Biotechnologieunternehmen der Welt avisiert. In Europa seien im vergangenen Jahr 16 Prozent des Umsatzes der Biotech-Branche auf Serono entfallen. Außerdem gehöre das Unternehmen zu den sieben europäischen Biotech-Firmen, die eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Euro aufweisen würden. Die Gesellschaft mit Hauptsitz in Genf sei in 45 Ländern mit Tochtergesellschaften vertreten, sie vertreibe ihre Produkte in mehr als 100 Ländern und verfüge in acht Ländern über Produktionsstätten.
Das Biotechnologieunternehmen habe den Konzernumsatz im ersten Quartal 2001 um 10,8 Prozent auf 321,3 Millionen US-Dollar gesteigert. Davon seien 26,92 Millionen US-Dollar auf Lizenzeinnahmen und mit 294,4 Millionen US-Dollar (plus 9,9 Prozent) der Löwenanteil auf die Produktumsätze entfallen. Letztere seien in Lokalwährung sogar um 13,5 Prozent gewachsen. In US-Dollar habe die Schwäche der europäischen Währungen zu einem negativen Wechselkurseffekt von 9,4 Millionen US-Dollar geführt. Der Nettogewinn habe überproportional um 37,2 Prozent zugelegt. Wichtigster Wachstumstreiber sei erneut das Multiple-Sklerose-Präparat Rebif gewesen, dessen Umsätze in Lokalwährungen um 71,3 Prozent zugenommen hätten.
Für das laufende Jahr erwarte die Gesellschaft einen Anstieg des Umsatzes von 15 bis 20 Prozent und einen Gewinnzuwachs von 20 bis 25 Prozent. Die mittelfristigen Aussichten würden maßgeblich von der Entwicklung von Rebif bestimmt. Nachdem dieses Präparat im vierten Quartal 2000 außerhalb der USA bereits zum führenden Multiple-Sklerose-Mittel avanciert sei, seien jetzt auch die Chancen für eine Zulassung in den USA gewachsen. Hintergrund sei eine von Serono durchgeführte klinische Studie, die das Biogen-Mittel Avonex mit Rebif vergleiche. Serono berichte hierzu, dass mit Rebif behandelte Patienten gegenüber Avonex eine um 90 Prozent geringere Rückfallquote aufweisen würden.
Das Volumen des für Rebif relevanten US-Segments für Medikamente gegen den schubförmigen Verlauf der Multiplen Sklerose habe sich einschlägigen Prognosen zufolge im Jahr 2000 auf 1,03 Milliarden US-Dollar belaufen, womit die USA der weltweit größte Einzelmarkt für diese Präparate sei. Im einzelnen seien 21 Prozent auf Betaseron und 57 Prozent auf Avonex entfallen. Aktienservice Research gehe von einer Zulassung von Rebif bereits im Jahr 2002 aus und unterstelle für das kommende Jahr ein Umsatzvolumen von 60 Millionen US-Dollar. Ab dem Jahr 2003 sollte Rebif dann in den USA dynamisch wachsende Umsätze in dreistelliger US-Dollar-Millionenhöhe erzielen.
Die Chancen aus der potenziell vorgezogenen Zulassung von Rebif in den USA seien noch nicht in den Aktienkurs eingeflossen. Der Titel sei im Vergleich zu anderen Biotechnologie-Werten durchaus attraktiv bewertet. Insgesamt müsse bei der Bewertung Seronos jedoch differenziert werden, ob der Titel eher nach den Maßstäben der Pharma- oder Biotech-PeerGroup bewertet werden solle, beides halte Aktienservice Research für argumentierbar.
Auf EBITDA-02e-Basis sehe Aktienservice Research den Titel im Vergleich zur entsprechenden Pharma-PeerGroup mit einer Multiple von über 31 knapp doppelt so hoch bewertet. Aktienservice Research rechne in den kommenden vier Jahren zwar durchschnittlich mit jährlichen Gewinnsteigerungsraten von deutlich über 20 Prozent, während Aktienservice Research dem Pharmasektor einen Wert von knapp unter 15 Prozent zugrundelege, dennoch verbleibe ein gewisser Aufschlag.
Diesen Aufschlag berücksichtigt, sowie in Anbetracht des steigenden Konkurrenzdrucks, würden sich nicht zu vernachlässigende Risiken ergeben. So gelte es, die Entwicklung des israelischen Konkurrenten TEVA aufmerksam zu verfolgen, dessen konkurrierendes Multiple-Sklerose-Präparat Copaxone stark steigende Marktanteile verzeichne. Sollte es TEVA wie vom Unternehmen geplant gelingen, das Präparat auch in oraler Verabreichungsform zu offerieren, werde sich die Marktakzeptanz weiter steigern.
Insgesamt halten die Analysten von Aktienservice Research Serono langfristig ungeachtet der aufgeführten Risiken mit der Maßgabe einer geringen Portfoliogewichtung für kaufenswert. Da der Handel an deutschen Börsen zu illiquide sei, sollten Käufe daher über die Schweizer Börse oder in USA abgewickelt werden.
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