SCOR "hold"
28.08.08 11:51
Vontobel Research
Zürich (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Vontobel Research, Viktor Dammann, stuft die Aktie von SCOR in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" mit "hold" ein.
Gestern habe SCOR die 2Q/2008- bzw. 1H/2008-Zahlen veröffentlicht. Der Gewinn des zweiten Quartals habe mit EUR 100 Mio. rund 50% über Konsens gelegen und sei wie schon in 1Q/2008 nochmals von Steuergutschriften beeinflusst gewesen. Das 1H/2008-Resultat habe so EUR 225 Mio. (24,3%) erreicht. Auf Pro-forma-Basis (unter Einschluss von Converium für das Vorjahr) betrage der Gewinnanstieg 5%.
Die Bruttoprämien seien auf vergleichbarer Basis um 1,4% zurückgegangen. Die verdienten Nettoprämien hätten dagegen auf vergleichbarer Basis einen Anstieg von 2,6% verzeichnet. Leben und Nichtleben hätten zum guten Ergebnis beigetragen. Die Combined Ratio sei auf 98,7% gesenkt worden vergleichbar mit 102,0% im Vorjahr. Tiefere Managementexpenses, weniger Naturkatastrophen und der Wegfall von Einmaleffekten von discontinued operations hätten zum Rückgang beigetragen. Rückstellungsauflösungen aus den Vorjahren (prior year reserve movements) seien dagegen nicht beteiligt gewesen. Der Nettoeffekt der Kapitalgewinne und Verluste sei EUR -18 Mio. gewesen.
Mit dem auf Pro-forma-Basis praktisch gehaltenen Bruttoprämienvolumen stehe SCOR im Quervergleich gut da, insbesondere, wenn man berücksichtige, dass die verdienten Nettoprämien (vergleichbar) gar um 2,6% gestiegen seien. Die vergleichsweise gute Prämienentwicklung lege nahe, dass SCOR im Rückversicherungsmarkt von der akquisitorischen Expansion und der damit verbundenen gestiegenen Finanzkraft profitieren könne. Allerdings dürften die ehrgeizigen Prämienziele, die im Rahmen der Übernahmeschlacht gesteckt worden seien, vorerst nicht ganz erreicht werden.
Dass das Resultat nicht sichtbar unter der Finanzkrise gelitten habe, sei den Steuergutschriften zu verdanken. Steuerassets könnten angesichts der guten Ertragslage wieder in die Bilanz zurückgebucht werden.
Die strukturierten Produkte würden weiterhin die erwarteten Cashflows liefern, so dass keine materiellen Impairments nötig geworden seien. Investments in Subprime-Papiere seien mit EUR 42 Mio., oder fast vernachlässigbaren 0,2% der Gesamtanlagen bestätigt worden. Der Rückgang des Eigenkapitals um 6% (gegenüber Jahresende 2007) auf EUR 3.401 Mio. sei eine Folge von Wechselkurseinflüssen, tiefen Bondpreisen und der Dividendenzahlung in 2Q/2008.
Ohne Sondereffekte und mit etwas Rückenwind von den Finanzmärkten dürfte SCOR bis auf weiteres Quartalsgewinne von rund 100 Mio. erreichen. 2009 und 2010 sollten auch Synergien dazukommen. Die Analysten würden deshalb ihre Schätzungen unverändert lassen. Die Reize der SCOR-Titel lägen u.a. im tiefen P/B und dem tiefen P/NAV.
Die Analysten von Vontobel Research bewerten die Aktie von SCOR mit "hold". Das Kursziel liege bei EUR 18,70. (Analyse vom 28.08.2008) (28.08.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Gestern habe SCOR die 2Q/2008- bzw. 1H/2008-Zahlen veröffentlicht. Der Gewinn des zweiten Quartals habe mit EUR 100 Mio. rund 50% über Konsens gelegen und sei wie schon in 1Q/2008 nochmals von Steuergutschriften beeinflusst gewesen. Das 1H/2008-Resultat habe so EUR 225 Mio. (24,3%) erreicht. Auf Pro-forma-Basis (unter Einschluss von Converium für das Vorjahr) betrage der Gewinnanstieg 5%.
Die Bruttoprämien seien auf vergleichbarer Basis um 1,4% zurückgegangen. Die verdienten Nettoprämien hätten dagegen auf vergleichbarer Basis einen Anstieg von 2,6% verzeichnet. Leben und Nichtleben hätten zum guten Ergebnis beigetragen. Die Combined Ratio sei auf 98,7% gesenkt worden vergleichbar mit 102,0% im Vorjahr. Tiefere Managementexpenses, weniger Naturkatastrophen und der Wegfall von Einmaleffekten von discontinued operations hätten zum Rückgang beigetragen. Rückstellungsauflösungen aus den Vorjahren (prior year reserve movements) seien dagegen nicht beteiligt gewesen. Der Nettoeffekt der Kapitalgewinne und Verluste sei EUR -18 Mio. gewesen.
Mit dem auf Pro-forma-Basis praktisch gehaltenen Bruttoprämienvolumen stehe SCOR im Quervergleich gut da, insbesondere, wenn man berücksichtige, dass die verdienten Nettoprämien (vergleichbar) gar um 2,6% gestiegen seien. Die vergleichsweise gute Prämienentwicklung lege nahe, dass SCOR im Rückversicherungsmarkt von der akquisitorischen Expansion und der damit verbundenen gestiegenen Finanzkraft profitieren könne. Allerdings dürften die ehrgeizigen Prämienziele, die im Rahmen der Übernahmeschlacht gesteckt worden seien, vorerst nicht ganz erreicht werden.
Die strukturierten Produkte würden weiterhin die erwarteten Cashflows liefern, so dass keine materiellen Impairments nötig geworden seien. Investments in Subprime-Papiere seien mit EUR 42 Mio., oder fast vernachlässigbaren 0,2% der Gesamtanlagen bestätigt worden. Der Rückgang des Eigenkapitals um 6% (gegenüber Jahresende 2007) auf EUR 3.401 Mio. sei eine Folge von Wechselkurseinflüssen, tiefen Bondpreisen und der Dividendenzahlung in 2Q/2008.
Ohne Sondereffekte und mit etwas Rückenwind von den Finanzmärkten dürfte SCOR bis auf weiteres Quartalsgewinne von rund 100 Mio. erreichen. 2009 und 2010 sollten auch Synergien dazukommen. Die Analysten würden deshalb ihre Schätzungen unverändert lassen. Die Reize der SCOR-Titel lägen u.a. im tiefen P/B und dem tiefen P/NAV.
Die Analysten von Vontobel Research bewerten die Aktie von SCOR mit "hold". Das Kursziel liege bei EUR 18,70. (Analyse vom 28.08.2008) (28.08.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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