SAP kaufen
22.07.02 17:06
Berliner Volksbank
Martin Rottmann und Stefan Troppens, Analysten der Berliner Volksbank, stufen die Aktie von SAP (WKN 716460) mit "kaufen" ein.
Das Walldorfer Softwareunternehmen SAP sei der weltweit größte Anbieter für Planungssoftware von Unternehmensressourcen (ERP-Software). Wesentliches Produkt bilde die Software SAP R/3, welche funktionsübergreifend arbeite und sich an verschiedenste Unternehmensgegebenheiten anpassen lasse. Das System sei für verschiedene Hardwareplattformen verfügbar und befinde sich im weltweiten Einsatz bei zahllosen mittleren und großen Unternehmen (z.B. Microsoft, Coca-Cola, DaimlerChrysler).
Unter dem Kennwort mySAP.com verknüpfe SAP seine bestehenden ERP-Anwendungen mit eCommerce-Lösungen auf Basis neuester Webtechnologie. Damit sei es möglich, Daten bestehender Anwendungen über das Internet aufzurufen und abzugleichen. Beratung, Schulung und Support für die eigenen Produkte würden die Produktpalette abrunden. Nach Aussage von Co-Vorstandschef Hasso Plattner habe SAP im ersten Halbjahr 2002 Marktanteile gewonnen. Rund 30% aller Verträge hätten mit Neukunden geschlossen werden können. Die laufende Produktentwicklung und Anstrengungen in der Forschung und Entwicklung solle es SAP ermöglichen, in den Marktanteilen weiter zuzulegen. Gleichzeitig baue das Unternehmen derzeit sein weltweites Vertriebsnetz um, auch um das schleppende Geschäft (-12%) in den USA anzukurbeln. In Asien sei ein leichter Rückgang zu verzeichnen gewesen, während das Europa-Geschäft sehr leicht angestiegen sei.
Im ersten Halbjahr sei der Konzernumsatz von SAP noch um 2% auf 3,44 Mrd. Euro gestiegen. Der Lizenzumsatz sei um 19% auf 0,9 Mrd. Euro zurückgegangen. Das Geschäft mit Beratungsleistungen habe die Einbußen mit einem Wachstum um 9% auf 1,08 Mrd. Euro aufgewogen, gelte aber wegen des hohen Personalaufwands als nicht so lukrativ. Kostenseitig sollten bis Jahresende ohne Entlassungen bis zu 600 der 29.354 Arbeitsplätze eingespart werden. Der operative Gewinn vor Sondereffekten sei bei SAP in den ersten sechs Monaten 2002 um 15% auf 561 Mio. Euro gefallen. Das Ergebnis nach Steuern sei im zweiten Quartal auch ohne die Sonderabschreibungen auf Minderheitsbeteiligungen um 25% auf 175 Mio. Euro zurück gegangen. Einschließlich der drastischen Wertberichtigungen von 409 Mio. Euro habe SAP zum ersten Mal seit dem Börsengang 1988 einen Quartalsverlust von 232 Mio. Euro verzeichnet.
Von den 409 Mio. Euro an Sonderabschreibungen seien allein 315 Mio. Euro auf die 20-Prozent-Beteiligung an Commerce One entfallen. Der US-Anbieter von Software für Internet-Marktplätze habe zwar einen Umsatzeinbruch um fast drei Viertel verzeichnet, habe aber seinen Verlust sehr deutlich reduziert. Jedoch habe man den Verlust noch geringer erwartet. Für das laufende Jahr habe SAP die vor einer Woche reduzierte Umsatzprognose bekräftigt, wonach der Umsatz 2002 um 5% und bei einer leichten Erholung am Markt um 10% steigen werde. Zuvor habe der Konzern mit 15% mehr Umsatz kalkuliert. Auch halte SAP an seinem Ziel fest, die operative Umsatzrendite auf mindestens 21% von 20% im vergangenen Jahr zu steigern. In den ersten sechs Monaten seien es 16% nach 19% im gleichen Vorjahreszeitraum gewesen.
Obwohl das Umfeld für Unternehmenssoftware in diesem Jahr schwierig bleiben werde, sehe man SAP weiterhin als einen der weltweit am besten aufgestellten Anbieter. Die Analysten der Berliner Volksbank glauben, dass SAP die aktuelle Schwäche am ehesten überwindet und empfehlen die SAP-Aktie spekulativen Anlegern zum Kauf.
Das Walldorfer Softwareunternehmen SAP sei der weltweit größte Anbieter für Planungssoftware von Unternehmensressourcen (ERP-Software). Wesentliches Produkt bilde die Software SAP R/3, welche funktionsübergreifend arbeite und sich an verschiedenste Unternehmensgegebenheiten anpassen lasse. Das System sei für verschiedene Hardwareplattformen verfügbar und befinde sich im weltweiten Einsatz bei zahllosen mittleren und großen Unternehmen (z.B. Microsoft, Coca-Cola, DaimlerChrysler).
Im ersten Halbjahr sei der Konzernumsatz von SAP noch um 2% auf 3,44 Mrd. Euro gestiegen. Der Lizenzumsatz sei um 19% auf 0,9 Mrd. Euro zurückgegangen. Das Geschäft mit Beratungsleistungen habe die Einbußen mit einem Wachstum um 9% auf 1,08 Mrd. Euro aufgewogen, gelte aber wegen des hohen Personalaufwands als nicht so lukrativ. Kostenseitig sollten bis Jahresende ohne Entlassungen bis zu 600 der 29.354 Arbeitsplätze eingespart werden. Der operative Gewinn vor Sondereffekten sei bei SAP in den ersten sechs Monaten 2002 um 15% auf 561 Mio. Euro gefallen. Das Ergebnis nach Steuern sei im zweiten Quartal auch ohne die Sonderabschreibungen auf Minderheitsbeteiligungen um 25% auf 175 Mio. Euro zurück gegangen. Einschließlich der drastischen Wertberichtigungen von 409 Mio. Euro habe SAP zum ersten Mal seit dem Börsengang 1988 einen Quartalsverlust von 232 Mio. Euro verzeichnet.
Von den 409 Mio. Euro an Sonderabschreibungen seien allein 315 Mio. Euro auf die 20-Prozent-Beteiligung an Commerce One entfallen. Der US-Anbieter von Software für Internet-Marktplätze habe zwar einen Umsatzeinbruch um fast drei Viertel verzeichnet, habe aber seinen Verlust sehr deutlich reduziert. Jedoch habe man den Verlust noch geringer erwartet. Für das laufende Jahr habe SAP die vor einer Woche reduzierte Umsatzprognose bekräftigt, wonach der Umsatz 2002 um 5% und bei einer leichten Erholung am Markt um 10% steigen werde. Zuvor habe der Konzern mit 15% mehr Umsatz kalkuliert. Auch halte SAP an seinem Ziel fest, die operative Umsatzrendite auf mindestens 21% von 20% im vergangenen Jahr zu steigern. In den ersten sechs Monaten seien es 16% nach 19% im gleichen Vorjahreszeitraum gewesen.
Obwohl das Umfeld für Unternehmenssoftware in diesem Jahr schwierig bleiben werde, sehe man SAP weiterhin als einen der weltweit am besten aufgestellten Anbieter. Die Analysten der Berliner Volksbank glauben, dass SAP die aktuelle Schwäche am ehesten überwindet und empfehlen die SAP-Aktie spekulativen Anlegern zum Kauf.
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