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So, 26. April 2026, 11:38 Uhr

Rohstoffe alte Anlageklasse lebt wieder auf


26.05.11 15:16
Bankhaus Ellwanger & Geiger

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Risikobereite und spekulative Anleger haben einen neuen Liebling: Rohstoffe, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Kaum eine andere Anlageklasse habe insbesondere in den letzten 36 Monaten so extreme Schwankungen erlebt. Aber in der Breite seien die Preise seit Mitte 2009 gestiegen. Auch für langfristig orientierte Anleger würden Rohstoffe eine Rolle in der Vermögensstruktur spielen, würden die Experten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger wissen.

Es gebe drei Kategorien von Rohstoffen: Industrie- und Edelmetalle, Fossile Brennstoffe und Agrarrohstoffe. Ein Sonderfall: Gold, das von Investoren vorrangig als "Krisenmetall" eingestuft werde. Darüber hinaus gehöre Wasser zwar nicht zu den klassischen Rohstoffen, sollte aber trotzdem von Aktienanlegern berücksichtigt werden.

Rohstoffanlagen würden, anders als Anlagen in Aktien und festverzinslichen Wertpapieren, keine ordentlichen Ausschüttungen wie Dividenden und Zinszahlungen mit sich bringen. "Zudem ist es wichtig zu beachten, dass alle Rohstoffpreise ausschließlich in USD notieren und somit die Entwicklung des Euro zum USD eine entscheidende Rendite- oder Risikokomponente für den Anleger im Euroraum darstellt", erkläre Andreas Rapp vom Bankhaus Ellwanger & Geiger. In der Vergangenheit hätten Rohstoffe nur eine geringe Wechselwirkung zu Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren. "Deswegen stellen sie eine sinnvolle Ergänzung in einer breit diversifizierten, strategisch ausgerichteten Anlagestruktur dar", so Rapp.

Für den Anleger sei es wichtig, sich nicht alleinig auf die "Krisenwährung" Gold zu konzentrieren, sondern zusätzlich als Basisinvestition einen breit gestreuten Rohstoffkorb zu wählen, der sich auf einen Rohstoffindex beziehe. Als Alternative dazu könne der Anleger auch Rohstoffkörbe aus den Kategorien Industrie- und Edelmetalle, Fossile Brennstoffe oder Agrarrohstoffe wählen.

"Da das Bonitätsrisiko des Emittenten bei diesen Sondervermögen zu vernachlässigen und außerdem die Kostenstruktur dieser Anlagen sehr transparent ist, sollten bei der Produktauswahl ETFs gegenüber Zertifikaten bevorzugt werden", empfehle der Experte vom Bankhaus Ellwanger & Geiger. Und damit würden die Optionen noch nicht aufhören: Spekulative Anleger könnten einzelne Rohstoffe über ETCs an der Börse handeln. Aktienorientierte Anleger hätten ferner die Möglichkeit, Einzelaktien oder Rohstoffthemenfonds zu kaufen. Dabei bleibe zu berücksichtigen, dass die Entwicklung dieser Aktien etwa mit dem 2,5fachen gegenüber dem klassischen Rohstoff gehebelt sei.

"Langfristig orientierte Anleger sollten die Anlageklasse Rohstoffe unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Anlagementalität in die strategische Vermögensstruktur integrieren", laute der Rat von Andreas Rapp. Für eher spekulativ eingestellte Anleger seien hingegen - aufgrund der hohen Schwankungsbreiten einzelner Rohstoffe und Rohstoffaktien - mit dem richtigen Timing auch kurzfristige Kursgewinne möglich. (26.05.2011/ac/a/m)





 
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