Suchen
Login
Anzeige:
Mo, 27. April 2026, 16:34 Uhr

Euro-Bund Future

WKN: 965264 / ISIN: DE0009652644

Rentenmärkte EZB-Pressekonferenz hinterließ deutliche Spuren


04.02.11 12:57
RZB Österreich

Wien (aktiencheck.de AG) - Deutliche Spuren an den Renten- und Devisenmärkten hinterließ die gestrige Pressekonferenz der EZB zur Zinsentscheidung, so die Analysten der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB Österreich).

Nachdem die Inflationsrate zuletzt über 2% p.a. geklettert sei und die Zentralbanker Anfang Januar entsprechend eine leicht verschärfte Tonart angeschlagen hätten, seien bei einigen Marktteilnehmern die Zinsanhebungsfantasien offensichtlich etwas zu weit ins Kraut geschossen. EZB-Präsident Trichet habe hier gestern einigen Wind aus den Segeln genommen. Er habe deutlich gemacht, dass sich die EZB bewusst sei, dass die Inflationsrate noch einige Monate über 2% p.a. liegen werde. Dies beruhe aber zum Großteil auf den gestiegenen Rohstoffpreisen und spiegle keinen breit angelegten Preisdruck wider.

Auf die für die Notenbank entscheidende mittlere Frist würden die Währungshüter mit einer Rückkehr des Preisauftriebs in den angestrebten Bereich unter, aber nahe 2% p.a. rechnen. Der aktuelle Leitzins von 1% sei daher weiter angemessen. Hinweise auf Zinsanhebungen gebe es somit nach wie vor keine.

In Reaktion auf die Aussagen hätten kurz laufende deutsche Staatsanleihen kräftige Gewinne verzeichnet. Die Rendite zweijähriger Titel sei um 8 Basispunkte auf 1,36% gesunken. Der Euro sei unter Druck gekommen, zum US-Dollar habe er 2 Cent auf knapp über 1,36 verloren.

Heute stehe in den USA der Arbeitsmarktbericht für Januar an. Der ADP-Bericht sowie die Beschäftigungskomponenten der ISM-Indices würden auf ein Stellenplus von knapp unter 200 Tsd. hindeuten. Zudem dürfte der Vormonatswert merklich nach oben revidiert werden. Die Analysten seien damit optimistischer als der Konsens, der nur ein Plus von knapp 150 Tsd. Stellen erwarte. Die Arbeitslosenquote sollte dagegen wieder leicht steigen, was nach dem kräftigen Rückgang im Dezember aber kein Beinbruch wäre. Man sehe somit Aufwärtspotenzial bei den Renditen am langen Ende, außer dem sollte der Euro unter Druck bleiben. (04.02.2011/ac/a/m)





 
Werte im Artikel
2,70 plus
+42,11%
2,15 plus
0,00%
125,48 minus
-0,19%
10:41 , dpa-AFX
Deutsche Anleihen geben nach
FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind am Montag mit Kursverlusten in die Woche der Notenbanken gestartet. ...
24.04.26 , dpa-AFX
Deutsche Anleihen steigen - Neue Hoffnungen auf [...]
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutsche Staatsanleihen haben am Freitag nach einem zunächst verhaltenen Start ...
24.04.26 , dpa-AFX
Deutsche Anleihen kaum bewegt - 'Lage an der St [...]
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Staatsanleihenmarkt haben sich zum Wochenschluss unentschlossen gezeigt. ...