Renault läuft nicht rund
23.05.11 12:22
Landesbank Berlin
Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Landesbank Berlin stufen die Renault-Aktie auf "halten" herab.
Aufgrund des Absatzrückganges im für Renault wichtigen Markt Europa habe der Konzern weltweit Marktanteile verloren. Die Meinung des Vorstandes, trotz der Katastrophe in Japan die kommunizierten Ziele des Konzerns erreichen zu können, möge zutreffen. Da Renault allerdings eine Beteiligung in Höhe von 43,4% am japanischen Autobauer Nissan Motor halte, dürften aber nicht-kommunizierte, interne Ergebnisziele des Konzerns von Anfang des Jahres nicht zu halten sein. Das Beteiligungsergebnis von Nissan Motor habe sich 2010 immerhin auf EUR 1,1 Mrd. belaufen. Die "Strategie 2016" mit dem Zwischenziel, in 2013 mehr als 3 Mio. Fahrzeuge zu verkaufen, sei mehr als bescheiden. Es entspreche einem Wachstum von lediglich knapp über 14%, ein Wert, den andere Konzerne allein in diesem Jahr erreichen könnten.
Dem Renault-Konzern fehle ein funktionierender Marktzugang in China. Während der europäische Konkurrent Volkswagen dort in 2010 fast 2 Mio. Autos habe verkaufen können und in diesem Jahr auf 2,5 Mio. Verkäufe zusteuere, habe Renault in China in 2010 zu vernachlässigende 14.705 Einheiten abgesetzt. Dieser eklatante Rückstand dürfte in den nächsten Jahren auch nicht mehr aufzuholen sein. Stattdessen müssten sich die Franzosen auf die anderen Perspektivmärkte Brasilien, Indien und Russland konzentrieren. In Russland hätten sie mit der Beteiligung an AvtoVAZ (ISIN US05453R1014 / WKN 576848) (Lada) bereits einen vielversprechenden Schritt getan.
Angesichts des nicht rund laufenden Geschäftes bei Renault und mit Blick auf ein zu erwartendes geringeres Beteiligungsergebnis vom Allianz-Partner Nissan stufen die Analysten der Landesbank Berlin die Renault-Aktie auf "halten" zurück. (Update vom 23.05.2011) (23.05.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Aufgrund des Absatzrückganges im für Renault wichtigen Markt Europa habe der Konzern weltweit Marktanteile verloren. Die Meinung des Vorstandes, trotz der Katastrophe in Japan die kommunizierten Ziele des Konzerns erreichen zu können, möge zutreffen. Da Renault allerdings eine Beteiligung in Höhe von 43,4% am japanischen Autobauer Nissan Motor halte, dürften aber nicht-kommunizierte, interne Ergebnisziele des Konzerns von Anfang des Jahres nicht zu halten sein. Das Beteiligungsergebnis von Nissan Motor habe sich 2010 immerhin auf EUR 1,1 Mrd. belaufen. Die "Strategie 2016" mit dem Zwischenziel, in 2013 mehr als 3 Mio. Fahrzeuge zu verkaufen, sei mehr als bescheiden. Es entspreche einem Wachstum von lediglich knapp über 14%, ein Wert, den andere Konzerne allein in diesem Jahr erreichen könnten.
Angesichts des nicht rund laufenden Geschäftes bei Renault und mit Blick auf ein zu erwartendes geringeres Beteiligungsergebnis vom Allianz-Partner Nissan stufen die Analysten der Landesbank Berlin die Renault-Aktie auf "halten" zurück. (Update vom 23.05.2011) (23.05.2011/ac/a/a)
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