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Sa, 25. April 2026, 13:57 Uhr

Premiere

WKN: PREM11 / ISIN: DE000PREM111

Premiere halten


13.08.07 12:24
Finanzen & Börse

Lauda-Königshofen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Finanzen & Börse" empfehlen die Aktie von Premiere zu halten.

Nicht weniger als etwa 170 Mio. Euro hätten die 18 Bundesliga-Vereine in neues Personal investiert. Das sei ein absoluter Rekord. Die bisherige Bestmarke habe aus der Saison 2001/2002 gestammt - damals habe die Liga etwa 147 Mio. Euro für neue Spieler ausgegeben. Der neue Rekord bei Transferausgaben sei jedoch nur durch die ausgiebige Shopping-Tour von Bayern München zustande gekommen.

Mehr als 70 Mio. Euro habe man sich die Generalüberholung des Kaders kosten lassen. Der Stachel einer Saison ohne Titel und ohne Qualifikation für die äußerst lukrative Champions League sitze tief in München. Generell aber sei festzuhalten, dass der neue Rekord bei den Transferausgaben die wachsende Wirtschaftskraft widerspiegle. Denn auch auf der Einnahmenseite seien deutliche Zuwächse zu verzeichnen. Ob bei Pokalsieger 1. FC Nürnberg, Meister VfB Stuttgart oder Vize-Meister Schalke 04 - Dauerkarten würden weggehen wie warme Semmeln. Und auch im Bereich des Trikot-Sponsoring würden sich die potenziellen Einnahmen auf Rekordniveau bewegen.

Laut einer aktuellen Studie von Ernst & Young würden die Manager der Vereine aus der Bundesliga und Zweiten Bundesliga davon ausgehen, dass sich ihre wirtschaftliche Lage auf dem erreichten hohen Niveau stabilisieren werde. "Wohl vor allem dank des aktuellen TV-Vertrags sind die Fußballmanager mit der derzeitigen Situation der Branche so zufrieden wie noch nie", so Stefan Pfeiffer, Leiter der Sport-Unit von Ernst & Young. 37 Prozent würden die Lage als gut bezeichnen, 63 Prozent als eher gut. Im vergangenen Jahr habe noch ein Viertel der Manager die Lage als eher schlecht eingeschätzt, während 76 Prozent die Situation als gut bzw. eher gut empfunden hätten. Knapp die Hälfte der Vereine (43 Prozent) erwarte eine Steigerung der Einnahmen in der kommenden Saison. Die Hoffnungen lägen dabei vor allem im Bereich des Sponsoring und Merchandising.

Mitte Juli habe das Bundeskartellamt Premiere Grünes Licht gegeben. Konkret: Der Bezahlsender dürfe aufgrund der "angespannten wirtschaftlichen Situation von arena" bis 2009 mit dem Konkurrenten auf Basis einer exklusiven Sublizenz kooperieren. Somit kehre die Bundesliga nach nur einem Jahr Abstinenz zu Premiere zurück. "Wir können heute schon feststellen, dass der Vermarktungsstart von Premiere in die neue Bundesligasaison geglückt ist. Mit über 3.000 verkauften Bundesliga-Abos pro Tag verzeichnet Premiere einen schönen Vertriebserfolg", habe Vorstandschef Georg Kofler verkündet.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) habe sich indes wenig begeistert von der Entscheidung des Kartellamts gezeigt. Man befürchte wohl ein Monopol. Bei einem fehlenden Bieterwettbewerb wären wohl auch keine höheren Fernsehgelder für die DFL zu erzielen. Außer man würde mehr Exklusivität bieten, wie beispielsweise durch die Verbannung der "Sportschau" ins Spätabend-Programm. Leidtragender eines Monopols könnte also letzten Endes der Fan sein.

Die Zahlen von Premiere nach dem zweiten Quartal würden nur bedingt Aussagekraft besitzen. Das spannende Bundesliga-Finale der letzten Saison sei ja ohne Premiere über die Bühne gegangen. Ohne die Bundesliga sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14,9 Prozent auf 229,1 Mio. Euro gesunken. Das Nettoergebnis habe minus 32,6 Mio. Euro betragen. Wesentlich interessanter aber sei der Ausblick für das Gesamtjahr 2007 und für 2008.

Für das laufende Jahr sei die Prognose gesenkt worden. Statt einem Umsatz von über 1,1 Mrd. Euro peile man diesbezüglich nur noch 1,04 bis 1,05 Mrd. Euro an. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) solle nun nicht mehr zwischen 120 und 140 Mio. Euro, sondern in einer Bandbreite von 80 bis 100 Mio. Euro liegen. Grund für die reduzierte Prognose: Premiere investiere massiv in Marketing und Vertrieb, um möglichst viele Bundesliga-Abos an den Mann zu bringen. In 2008 aber solle sich dies auszahlen. Dann nämlich rechne man mit einem Umsatz von über 1,2 Mrd. Euro und einem EBITDA zwischen 180 und 200 Mio. Euro.

Die Experten von "Finanzen & Börse" raten die Premiere-Aktie zu halten. (Ausgabe 29 vom 11.08.2007) (13.08.2007/ac/a/d)





 
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