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Premiere

WKN: PREM11 / ISIN: DE000PREM111

Premiere Gewinner der Woche


12.02.07 09:25
Investor Alert

Amsterdam (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "Investor Alert" ist die Aktie von Premiere der Gewinner der Woche.

Vor knapp 2 Jahren sei unter großen Erwartungen die Aktie des führenden Pay-TV Senders Premiere an der Börse eingeführt worden. Seien viele Anleger vom Erfolg des Unternehmens zum damaligen Zeitpunkt überzeugt gewesen, so habe sich relativ schnell gezeigt, dass das Marktumfeld für Bezahlfernsehen im deutschsprachigen Raum auch zukünftig weitaus weniger positiv als in Frankreich und Großbritannien sei.

Enttäuschend habe sich auch der Börsenkurs der Premiere-Aktie entwickelt, welcher nach einer kleinen anfänglichen Euphorie deutlich unter dem damaligen Ausgabepreis von 28 Euro gefallen sei. Der Verlust der Bundesligaübertragungsrechte vor gut einem Jahr habe den Abwärtstrend der im MDAX vertretenen Aktie, welche im vergangenen Sommer einen Tiefsstand bei 7,36 markiert habe, beschleunigt. Habe die Aktie bei vielen Anlegern zum damaligen Zeitpunkt klar im "Abseits" gestanden, so habe sich der Titel mit einem Kursplus von fast 19 Prozent auf Wochensicht und mit einer sehr festen Entwicklung seit über 6 Monaten den Titel "Gewinner der Woche" sichern können.

Die in Unterföhring bei München ansässige Premiere AG zähle mit rund 3,4 Millionen Abonnenten zum führenden Anbieter von Bezahlfernsehen im deutschsprachigen Raum. Insgesamt umfasse das Angebot des Senders eine Vielzahl von verschiedenen Programmen und Themenkanälen, welche in digitaler Qualität ausgestrahlt würden. Insgesamt sei es dem Konzern trotz des Verlustes der Bundesligarechte gelungen, seine führende Stellung, dank einer Vielzahl von Filmpremieren im Fernsehen und einem weiterhin breiten Angebot an Sportübertragungen, zu verteidigen.

Am vergangenen Donnerstag habe die Premiere AG überraschend eine Einigung mit seinem einstigen Erzrivalen arena verkünden können. Demzufolge könne der Pay-TV-Konzern zukünftig über Satellit Übertragungen der Fußballbundesliga in ganz Deutschland vermarkten. Unternehmenschef Kofler habe kommentiert: "Premiere ist für Bundesliga-Fans wieder die erste Adresse". Zudem sei bekannt geworden, dass arena über eine Kapitalerhöhung 16,7 Prozent der Premiere-Anteile übernehme. Ferner seien am selben Tag die vorläufigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2006 bekannt gegeben worden; diese seien aber aufgrund der fast schon sensationellen Nachricht in den Hintergrund gerückt.

Im abgelaufenen Fiskaljahr 2006 habe die Premiere AG aufgrund der verlorenen Bundesliga-Übertragungsrechte mit großen Problemen zu kämpfen gehabt. So habe sich nach vorläufigen Berechnungen der Umsatz auf 1,055 Mrd. Euro nach 1,074 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum reduziert. Gleichzeitig sei ein Fehlbetrag von insgesamt 161,5 Millionen Euro nach einem Nettoergebnis von 48,7 Millionen Euro im Vorjahr verzeichnet worden. Zudem habe das Unternehmen rund 0,156 Mio. Abonnenten verloren.

Nach dem negativ verlaufenen Geschäftsjahr 2006 sehe der Vorstandsvorsitzende Kofler das Unternehmen wieder im Aufwind. Er habe gesagt: "Premiere hat 2006 unter schwierigen Rahmenbedingungen ein solides Ergebnis erzielt. Wir haben in den ersten drei Quartalen 2006 weit weniger Kunden verloren, als viele Marktbeobachter angenommen haben. Wir freuen uns, dass Premiere im 4. Quartal wieder ein Nettowachstum des Abonnentenbestandes aufweisen kann. Premiere hat sich 2006 mit strategischen Kooperationen, neuen Angeboten und Innovationen schnell und schlagkräftig auf das neue Wettbewerbsumfeld eingestellt".

Aufgrund der neuen Kooperation mit arena habe Premiere seine Prognosen für das laufende Fiskaljahr deutlich erhöhen können. So wolle der Konzern das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 48 Millionen auf 120 bis 140 Mio. Euro erhöhen. Die Kundenzahl solle bis Ende 2007 auf 3,7 Mio. und bis Ende 2008 auf über 4 Mio. steigen.

Nach den Ereignissen der vergangenen Woche hätten sich eine Vielzahl von Analysten zur weiteren Zukunft der Premiere-Aktie geäußert. Die jüngsten Kommentare würden zeigen, dass die Analysten, welche Premiere beobachten würden, weiterhin heterogene Ansichten betreffend der weiteren Entwicklung des Konzerns hätten. So habe Michael Bachmann, Analyst bei M.M. Warburg & CO, die Premiere-Aktie von "kaufen" auf "halten" zurückgestuft. Insgesamt sei hier der Deal mit arena als strategisch klar positiv angesehen worden, da Premiere wieder einen Zugang zu Bundesligaübertragungen erlangt habe und das Risiko künftiger Bietergefechte mit arena deutlich gesunken sei.

Allerdings sei in der Studie auch betont worden, dass die Schätzung für das Ergebnis je Aktie in 2007 aufgrund einer höheren Aktienzahl und höherer Zinskosten voraussichtlich sinken würde. Bezüglich der Bewertung der Aktie sei betont worden, dass selbst bei einem EBITDA von 220 Millionen Euro in 2008 die EV/EBITDA-Bewertung bei einem Kurs von 18 in etwa auf dem Niveau von BSkyB liegen würde. M.M. Warburg & CO habe die Aktie daher auf "halten" bei einem Kursziel von 18 Euro zurückgestuft.

Die Premiere-Aktie ist für die Experten von "Investor Alert" der Gewinner der Woche. (Ausgabe vom 11.02.2007) (12.02.2007/ac/a/d)





 
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