Pauschalsteuer für Anleger
18.11.02 13:49
BoersenMan.de
15 Prozent Steuer auf alle Gewinne aus Aktien, Fonds und Immobilien - das Ganze unabhängig vom Einkommen, also eine Pauschalsteuer für alle Anleger - so sieht es wohl, das neue Steuerpaket, das Schröder und Eichel heute Mittag verkünden wollen, berichten die Experten von "BoersenMan.de".
Im alten Entwurf wollte der Finanzminister Spekulationsgewinne noch mit dem individuellen Steuersatz des Anlegers belegen und dann 20, 30 oder fast 50 Prozent abgreifen. Das sei vermutlich vom Tisch, genauso wie die abstruse Idee, Fondsanteile gleich zweimal zu besteuern. Auf der anderen Seite wolle die Bundesregierung die Spekulationsfrist abschaffen: Steuerfreie Gewinne nach ein oder fünf Jahren Stillhalten gebe es nicht mehr.
Und das sei gut so: Wenn Anleger an einer Aktie nur festhalten würden, um Steuern zu vermeiden, aber aus wirtschaftlichen Gründen eigentlich verkaufen müssten, dann sei das Unsinn, dann fördere der Staat falsches Anlageverhalten. Millionen von Anlegern seien ein Opfer dieser Steuerpolitik geworden, als sie nach dem Platzen der Internetblase im Jahr 2000 den richtigen Verkaufszeitpunkt verpasst hätten - unter anderem aus Angst vor dem Fiskus. Aktionärsschützer und Bankenvertreter hätten gegen die neuen Steuerpläne schon protestiert, Begründung: sie würden den Finanzplatz Deutschland unattraktiver machen.
Aber das sei falsch, denn andere Kapitalmärkte, unter anderem die USA, hätten ein solche Pauschalsteuer längst. Die Pauschalsteuer solle allerdings nur für Aktien gelten, die ab Februar nächsten Jahres gekauft werden. Alte Aktien sollten beim Verkauf pauschal mit 1,5 Prozent versteuert werden, völlig unabhängig davon, ob ein Anleger damit Gewinne erziele oder nicht. Mache die Regierung damit tatsächlich ernst, höhle sie einen der tragenden Rechtsgrundsätze der Republik aus: den Vertrauensschutz.
Im alten Entwurf wollte der Finanzminister Spekulationsgewinne noch mit dem individuellen Steuersatz des Anlegers belegen und dann 20, 30 oder fast 50 Prozent abgreifen. Das sei vermutlich vom Tisch, genauso wie die abstruse Idee, Fondsanteile gleich zweimal zu besteuern. Auf der anderen Seite wolle die Bundesregierung die Spekulationsfrist abschaffen: Steuerfreie Gewinne nach ein oder fünf Jahren Stillhalten gebe es nicht mehr.
Und das sei gut so: Wenn Anleger an einer Aktie nur festhalten würden, um Steuern zu vermeiden, aber aus wirtschaftlichen Gründen eigentlich verkaufen müssten, dann sei das Unsinn, dann fördere der Staat falsches Anlageverhalten. Millionen von Anlegern seien ein Opfer dieser Steuerpolitik geworden, als sie nach dem Platzen der Internetblase im Jahr 2000 den richtigen Verkaufszeitpunkt verpasst hätten - unter anderem aus Angst vor dem Fiskus. Aktionärsschützer und Bankenvertreter hätten gegen die neuen Steuerpläne schon protestiert, Begründung: sie würden den Finanzplatz Deutschland unattraktiver machen.
Aber das sei falsch, denn andere Kapitalmärkte, unter anderem die USA, hätten ein solche Pauschalsteuer längst. Die Pauschalsteuer solle allerdings nur für Aktien gelten, die ab Februar nächsten Jahres gekauft werden. Alte Aktien sollten beim Verkauf pauschal mit 1,5 Prozent versteuert werden, völlig unabhängig davon, ob ein Anleger damit Gewinne erziele oder nicht. Mache die Regierung damit tatsächlich ernst, höhle sie einen der tragenden Rechtsgrundsätze der Republik aus: den Vertrauensschutz.
