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Pulsion Medical Systems

WKN: 548790 / ISIN: DE0005487904

PULSION aus Seitwärts-Range ausgebrochen


31.08.10 10:09
Smart Investor

Wolfratshausen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Smart Investor" würden Kursrücksetzer der PULSION Medical Systems-Aktie zum Positionsaufbau nutzen.

Der Medtech-Experte PULSION habe sich in der Vergangenheit nur zu oft mit internen Querelen und Vertriebsproblemen herumschlagen müssen. Dabei habe das Unternehmen stets über innovative Produkte verfügt. Inzwischen zeige sich das zur Freude der Anteilseigner endlich auch im Aktienkurs.

Für ein kleines Unternehmen wie PULSION sei es nicht immer leicht gewesen, sich im von Großkonzernen dominierten Markt der Medizintechnik zu behaupten. Und dennoch sei es den Münchnern gelungen, über die eigene patentierte PiCCO-Technologie eine attraktive Nische im Bereich der Patientenüberwachung zu besetzen. Die Firma sehe sich als Vorreiter beim hämodynamischen Monitoring, also der Überwachung des Blutflusses bei der Intensivpflege und im Operationsbereich.

Das leicht per Touchscreen zu bedienende Monitor-System biete Ärzten und Pflegern einen raschen Überblick über wichtige Vitalfunktionen und greife dabei auf einen bereits vorhandenen venösen bzw. arteriellen Zugang zurück. Für den Patienten entfalle hierdurch oftmals die Notwendigkeit, einen Rechtsherzkatheter gelegt zu bekommen. Daneben biete PULSION im zweiten und wesentlich kleineren Geschäftsbereich "Perfusion" ein System zur nicht-invasiven Durchblutungsanalyse und Gefäßdiagnose an.

Die besten Produkte würden jedoch nichts nutzen, wenn der Kunde vom Nutzen nicht wirklich überzeugt sei oder - noch schlimmer - das Produkt überhaupt nicht kenne. In der Vergangenheit habe PULSION immer wieder mit Vertriebsproblemen zu kämpfen gehabt. Doch seit einiger Zeit scheine sich hier ausgehend vom Management ein Mentalitätswechsel vollzogen zu haben. Man verkaufe nicht länger nur Monitore, sondern vielmehr ein Konzept, das auf eine stärkere Ansprache der Ärzte und des Pflegepersonals abziele. Mit einer größeren installierten Basis an PiCCO-Systemen steige schließlich auch der nachgelagerte Umsatz in den Verbrauchsmaterialien.

Eine Konstante sei bei PULSION schon immer der Wechsel gewesen. Zum 1. September bekomme die Firma mit Patricio Lacalle erneut einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Finanzchef Schmitt verlasse hingegen nach einer Übergangsphase das Unternehmen. Ob der Neue mit Aufsichtsratschef Dr. Burkhard Wittek gut könne, werde sich erst noch zeigen müssen. Der frühere PULSION-Manager Wittek gelte als schwierig, wie Lacalles Vorgänger vermutlich bestätigen würden. Aber auch unter der alten Führungsmannschaft sei das Unternehmen gut vorangekommen. Abzulesen sei das nicht zuletzt an dem vor Kurzem vorgelegten Halbjahresbericht.

PULSION habe insbesondere im Bereich "Perfusion" bei den Umsätzen kräftig zugelegt. Neben zwei Großbestellungen sei diese Entwicklung auch von der Platzierung einer neuen Geräte-Generation für den OP-Bereich begünstigt worden. Der Free Cashflow habe sich zum Halbjahr bereits auf 2,6 Mio. EUR und damit auf das Doppelte des Vorjahreswertes belaufen. Deutliche Fortschritte würden sich darüber hinaus bei der Profitabilität zeigen. Im zweiten Quartal habe die EBlT-Marge bereits bei sehr ordentlichen 16% (Vorjahr: 7%) gelegen. Ziel bleibe es, mittelfristig in den Bereich von 20% vorzustoßen. Komme es zu keiner Konjunkturdelle, könnte diese Vorgabe schon im nächsten Jahr erreicht werden.

Beflügelt von den guten Halbjahreszahlen sei die PULSION-Aktie erst kürzlich aus ihrer monatelangen Seitwärts-Range ausgebrochen.

Die Experten von "Smart Investor" würden Kursrücksetzer der PULSION Medical Systems-Aktie zum Positionsaufbau nutzen, zumal ein nicht unerhebliches Überraschungspotenzial bei den Margen und beim künftigen Wachstum im Verbrauchsgeschäft weiterhin gegeben scheint. Allerdings sollte man ebenfalls Konkurrenten wie den US-Konzern Edwards Lifesciences, der aggressiv in den Markt von PULSION dränge, nicht außer Acht lassen. (Ausgabe 09) (31.08.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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