Neuer Markt ab heute Geschichte
05.06.03 13:55
BoersenMan.de
Seit heute ist der Neue Markt definitiv Geschichte - und was für eine, berichten die Experten von "BoersenMan.de".
Mit dem Wechsel des Kabelnetzbetreibers Primacom in das Handelssegment "Prime Standard" habe auch die letzte verbliebene Aktiengesellschaft dem Neuen Markt vorzeitig den Rücken gekehrt. Was am 10. März 1997 mit reichlich Vorschusslorbeeren begonnen habe, habe damit sein freudloses Ende gefunden. Den Anfang hätten der schwäbische Autozulieferer Bertrandt und der Schleswiger Mobilfunkanbieter Mobilcom gemacht. Angelockt von der sich bietenden Geldquelle hätten sich mehr und mehr honorige Firmen dazu gesellt. Zu Spitzenzeiten sei ihre Zahl auf stolze 345 gewachsen.
Die Idee des Neuen Marktes sei und bleibe großartig: Junge Unternehmen, die für ihr weiteres Wachstum frisches Geld brauchen würden, bekämen Zugang zum Kapitalmarkt. Statt wie sonst in Deutschland üblich über teure Bankkredite würden sie sich durch die Platzierung von Aktien in einem speziellen, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenem Börsensegment finanzieren. In Quartalsberichten und auf Analystenkonferenzen würden sie über ihre neuesten Produktideen und den Werdegang des Unternehmens informieren. Risikobewusste Anleger mit Interesse an hohen Renditechancen würden diese Aktien kaufen. Mit dem Erlös würden neue Märkte erschlossen, unbekannte Produkte bekannt gemacht und verkrustete Strukturen durchbrochen.
Was so schön klinge habe einen entscheidenden Haken: die menschliche Gier nach Reichtum und Macht. Kriminelle, Aufschneider, Luftschlossbauer und Taugenichtse hätten Firmen gegründet, nimmersatte Anleger hätten alles gekauft, was wie eine Aktie ausgesehen habe. Zu spät sei erkannt worden, das auch im 21. Jahrhundert Firmen eine anständige Finanzplanung und Produkte Käufer haben müssten.
Mit dem Wechsel des Kabelnetzbetreibers Primacom in das Handelssegment "Prime Standard" habe auch die letzte verbliebene Aktiengesellschaft dem Neuen Markt vorzeitig den Rücken gekehrt. Was am 10. März 1997 mit reichlich Vorschusslorbeeren begonnen habe, habe damit sein freudloses Ende gefunden. Den Anfang hätten der schwäbische Autozulieferer Bertrandt und der Schleswiger Mobilfunkanbieter Mobilcom gemacht. Angelockt von der sich bietenden Geldquelle hätten sich mehr und mehr honorige Firmen dazu gesellt. Zu Spitzenzeiten sei ihre Zahl auf stolze 345 gewachsen.
Die Idee des Neuen Marktes sei und bleibe großartig: Junge Unternehmen, die für ihr weiteres Wachstum frisches Geld brauchen würden, bekämen Zugang zum Kapitalmarkt. Statt wie sonst in Deutschland üblich über teure Bankkredite würden sie sich durch die Platzierung von Aktien in einem speziellen, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenem Börsensegment finanzieren. In Quartalsberichten und auf Analystenkonferenzen würden sie über ihre neuesten Produktideen und den Werdegang des Unternehmens informieren. Risikobewusste Anleger mit Interesse an hohen Renditechancen würden diese Aktien kaufen. Mit dem Erlös würden neue Märkte erschlossen, unbekannte Produkte bekannt gemacht und verkrustete Strukturen durchbrochen.
Was so schön klinge habe einen entscheidenden Haken: die menschliche Gier nach Reichtum und Macht. Kriminelle, Aufschneider, Luftschlossbauer und Taugenichtse hätten Firmen gegründet, nimmersatte Anleger hätten alles gekauft, was wie eine Aktie ausgesehen habe. Zu spät sei erkannt worden, das auch im 21. Jahrhundert Firmen eine anständige Finanzplanung und Produkte Käufer haben müssten.
