MAN Outperformer
15.09.06 09:39
LRP
Mainz (aktiencheck.de AG) - Michael Punzet, Analyst der LRP Landesbank Rheinland-Pfalz, stuft die Aktie von MAN weiterhin mit "Outperformer" ein.
Das angeblich kurz bevorstehende Übernahmeangebot von MAN für Scania sei derzeit noch mit vielen Fragezeichen versehen. Nachdem am Dienstag Gerüchte über ein entsprechendes Vorhaben zu deutlichen Kursgewinnen sowohl bei Scania als auch bei MAN geführt hätten, habe MAN am Mittwoch lediglich erklärt, dass man aus industrieller Logik an einer Kombination beider Unternehmen interessiert sei und habe gleichzeitig eine weitere Mitteilung für die kommende Woche angekündigt.
Presseberichten zufolge beabsichtige MAN einen Preis von 440 SEK (Schwedische Krone) zu bieten, wobei das Angebot sowohl eine Bar- als auch eine Aktienkomponente enthalten solle. Sowohl hinsichtlich der Finanzierung als auch der möglichen Synergieeffekte und der Rolle des Scania-Großaktionärs Volkswagen würden viele Fragen offen bleiben.
MAN verfüge derzeit über eine freie Kreditlinie von 2 Mrd. Euro, welche nach Erachten der Analysten im Rahmen einer Übernahme ohne größere Probleme auf 3 bis 3,5 Mrd. Euro ausgeweitet werden könnte. Daneben bestehe ein genehmigtes Kapital zur Erhöhung um 50% des Grundkapitals gegen Bareinlage bzw. um 20% gegen Sacheinlage. Eine Kapitalerhöhung um 50% (ca. 73,5 Mio. Aktien) gegen Bareinlage (Preis der jungen Aktien 57 Euro bzw. ca. 10% Abschlag gegenüber dem aktuellen Aktienkurs) würde für MAN einen Mittelzufluss von ca. 4,2 Mrd. Euro bedeuten.
Bei einem Kurs von 440 SEK ergebe sich jedoch eine Marktkapitalisierung von ca. 9,5 Mrd. Euro für Scania und somit eine Finanzierungslücke von ca. 2 Mrd. Euro. Bei einer möglichen Aktienkomponente dürfte der Bewertung des MAN-Konzerns und hier insbesondere der Nutzfahrzeugsparte eine besondere Bedeutung zukommen.
Mögliche Kostenvorteile durch Größen- und Skaleneffekten würden sich auf der Produktebene nach Erachten der Analysten nur mittelfristig heben lassen. Kurzfristige Einsparungen würden sich jedoch in den Bereichen Vertrieb bzw. Service sowie in den "Overhead"-Bereichen realisieren lassen. Das mittelfristige Potenzial (ab 2010) aus einem möglichen Zusammenschluss würden die Analysten mit ca. 500 bis 600 Mio. Euro (rund 4% des kombinierten NFZ-Umsatzes) beziffern.
Unklar sei auch die Rolle von Volkswagen (VW), mit einem Stimmrechtsanteil von 34% der größte Einzelaktionär von Scania. So habe VW bis zuletzt sein industrielles Interesse seiner Scania-Beteiligung bekräftigt. VW könnte daran interessiert sein, seine eigenen NFZ-Aktivitäten in Brasilien mit ins Spiel zu bringen. Dies würde das Vorhaben für MAN jedoch zusätzlich verteuern. In Wolfsburg wolle man sich derzeit nicht zu den Spekulationen äußern.
Wie man der Bewertungsübersicht entnehmen könne, sei Scania derzeit höher als der gesamte MAN-Konzern bewertet. Auch wenn dies durch die jüngsten Kursgewinne der Scania-Aktie (+19% seit 11.09.2006) begünstigt sei, erscheine den Analysten dies mit Blick auf die bessere Ertragskraft von Scania nur bedingt gerechtfertigt.
Da bezüglich einer möglichen Übernahme/Kombination von MAN und Scania noch sehr viele Fragen offen seien, würden die Analysten der LRP vorerst keine Änderungen an ihrer Einschätzung des MAN-Konzerns vornehmen. Auch wenn man den Zeitpunkt mit Blick auf den europäischen NFZ-Zyklus für ungünstig halten könne, entziehe sich MAN im Erfolgsfall damit der Gefahr, selbst als Übernahmetarget ins Visier genommen zu werden.
Fraglich erscheine jedoch, ob die Kursansteigerungen der Scania-Aktie die mögliche Übernahmepläne von MAN scheitern lassen würden, da der angebliche Kaufpreis von 440 SEK nur noch eine Prämie von 4,8%gegenüber dem aktuellen Kurs entspreche.
Nicht zuletzt die gute Kursperformance der MAN-Aktie unterstreiche jedoch die nach Erachten der Analysten vorhandene Unterbewertung des MAN-Konzerns. Dies könnte, bei einem Scheitern der angeblichen Übernahmebemühungen, MAN in den Fokus von Konsolidierungsüberlegungen bringen.
Die Analysten der LRP bewerten die MAN-Aktie unverändert mit "Outperformer". Das Kursziel 12/2007 liege bei 75 Euro. (15.09.2006/ac/a/d)
Das angeblich kurz bevorstehende Übernahmeangebot von MAN für Scania sei derzeit noch mit vielen Fragezeichen versehen. Nachdem am Dienstag Gerüchte über ein entsprechendes Vorhaben zu deutlichen Kursgewinnen sowohl bei Scania als auch bei MAN geführt hätten, habe MAN am Mittwoch lediglich erklärt, dass man aus industrieller Logik an einer Kombination beider Unternehmen interessiert sei und habe gleichzeitig eine weitere Mitteilung für die kommende Woche angekündigt.
Presseberichten zufolge beabsichtige MAN einen Preis von 440 SEK (Schwedische Krone) zu bieten, wobei das Angebot sowohl eine Bar- als auch eine Aktienkomponente enthalten solle. Sowohl hinsichtlich der Finanzierung als auch der möglichen Synergieeffekte und der Rolle des Scania-Großaktionärs Volkswagen würden viele Fragen offen bleiben.
MAN verfüge derzeit über eine freie Kreditlinie von 2 Mrd. Euro, welche nach Erachten der Analysten im Rahmen einer Übernahme ohne größere Probleme auf 3 bis 3,5 Mrd. Euro ausgeweitet werden könnte. Daneben bestehe ein genehmigtes Kapital zur Erhöhung um 50% des Grundkapitals gegen Bareinlage bzw. um 20% gegen Sacheinlage. Eine Kapitalerhöhung um 50% (ca. 73,5 Mio. Aktien) gegen Bareinlage (Preis der jungen Aktien 57 Euro bzw. ca. 10% Abschlag gegenüber dem aktuellen Aktienkurs) würde für MAN einen Mittelzufluss von ca. 4,2 Mrd. Euro bedeuten.
Bei einem Kurs von 440 SEK ergebe sich jedoch eine Marktkapitalisierung von ca. 9,5 Mrd. Euro für Scania und somit eine Finanzierungslücke von ca. 2 Mrd. Euro. Bei einer möglichen Aktienkomponente dürfte der Bewertung des MAN-Konzerns und hier insbesondere der Nutzfahrzeugsparte eine besondere Bedeutung zukommen.
Unklar sei auch die Rolle von Volkswagen (VW), mit einem Stimmrechtsanteil von 34% der größte Einzelaktionär von Scania. So habe VW bis zuletzt sein industrielles Interesse seiner Scania-Beteiligung bekräftigt. VW könnte daran interessiert sein, seine eigenen NFZ-Aktivitäten in Brasilien mit ins Spiel zu bringen. Dies würde das Vorhaben für MAN jedoch zusätzlich verteuern. In Wolfsburg wolle man sich derzeit nicht zu den Spekulationen äußern.
Wie man der Bewertungsübersicht entnehmen könne, sei Scania derzeit höher als der gesamte MAN-Konzern bewertet. Auch wenn dies durch die jüngsten Kursgewinne der Scania-Aktie (+19% seit 11.09.2006) begünstigt sei, erscheine den Analysten dies mit Blick auf die bessere Ertragskraft von Scania nur bedingt gerechtfertigt.
Da bezüglich einer möglichen Übernahme/Kombination von MAN und Scania noch sehr viele Fragen offen seien, würden die Analysten der LRP vorerst keine Änderungen an ihrer Einschätzung des MAN-Konzerns vornehmen. Auch wenn man den Zeitpunkt mit Blick auf den europäischen NFZ-Zyklus für ungünstig halten könne, entziehe sich MAN im Erfolgsfall damit der Gefahr, selbst als Übernahmetarget ins Visier genommen zu werden.
Fraglich erscheine jedoch, ob die Kursansteigerungen der Scania-Aktie die mögliche Übernahmepläne von MAN scheitern lassen würden, da der angebliche Kaufpreis von 440 SEK nur noch eine Prämie von 4,8%gegenüber dem aktuellen Kurs entspreche.
Nicht zuletzt die gute Kursperformance der MAN-Aktie unterstreiche jedoch die nach Erachten der Analysten vorhandene Unterbewertung des MAN-Konzerns. Dies könnte, bei einem Scheitern der angeblichen Übernahmebemühungen, MAN in den Fokus von Konsolidierungsüberlegungen bringen.
Die Analysten der LRP bewerten die MAN-Aktie unverändert mit "Outperformer". Das Kursziel 12/2007 liege bei 75 Euro. (15.09.2006/ac/a/d)
27.04.22
, Aktiennews
Gazprom Aktie: So schlecht steht es um die Aktie [...]Der Gazprom Pjsc-Kurs wird am 26.04.2022, Uhr an der Heimatbörse MICEX Main mit 208 RUB festgestellt. Das Papier ...
08.11.21
, Aktiennews
Was nun, Man?Man, ein Unternehmen aus dem Markt "Construction & Farm Machinery & Heavy Trucks", notiert aktuell (Stand 14:49 ...
07.11.21
, Aktiennews
Man Aktie: Endlich geschafft?Man, ein Unternehmen aus dem Markt "Construction & Farm Machinery & Heavy Trucks", notiert aktuell (Stand 14:49 ...
