Linde kaufen
29.01.02 14:44
Berliner Volksbank
Die Analysten der Berliner Volksbank raten die Aktien von Linde (WKN 648300) zu kaufen.
Das Wiesbadener Unternehmen sei 1879 als "Gesellschaft für Linde`s Eismaschinen" gegründet worden. Die Sparte Kältetechnik steuere heute jedoch nur noch einen geringen Anteil zum Konzernumsatz bei. Als Marktführer in Europa versorge Linde den Lebensmitteleinzelhandel mit Kühl- und Tiefkühlmöbel sowie mit klimatisierten Obst- und Gemüseregalen. Auf Wunsch liefere Linde auch komplette Ladeneinrichtungen. Die größte Sparte würde inzwischen Technische Gase bilden, die etwa 47% zum Umsatz beitragen und über 70% des Ergebnisses ausmachen würden.
Mit der Übernahme der schwedischen AGA sei Linde in die Spitzengruppe der Industrie- und Spezialgase-Anbieter (weltweit Nr. 4) aufgestiegen und habe sich neue Absatz- und Anwendungsgebiete erschlossen, z.B. im Healthcare-Bereich (Behandlung von Atemwegserkrankungen). Bei medizinischen Gasen sei Linde weltweit führend. Zu den Global Playern zähle Linde auch in der Fördertechnik. Das Angebot umfasse hier eine breite Palette an Flurförderzeugen, d.h. verschiedenste Stapler sowie Hydraulikprodukte. Die vierte Sparte bilde schließlich der Anlagenbau. Linde baue schlüsselfertige Industrieanlagen für seine Kunden, unter anderem für die Petrochemie und Erdgasaufbereitung sowie für chemische und gentechnische Prozesse. Bei Anlagen zur Wasserstofferzeugung strebe Linde einen kontinuierlichen Ausbau seiner Spitzenposition an. Im Geschäftsjahr 2001 habe Linde zunehmend die schwache Konjunktur zu spüren bekommen.
Während im Geschäftsjahr 2000 der Umsatz - akquisitionsbedingt - noch um gut 36% auf 8,45 Mrd. Euro und das EBIT um gut 54% auf knapp 713 Mio. Euro zugelegt hätten, werde das prozentuale Plus beim EBIT in 2001 nur noch im niedrigen einstelligen Bereich liegen. Per 30.09.2001 habe Linde ein Umsatzplus von 2,3% auf 6,19 Mrd. Euro ausweisen und das EBIT um 3,8% auf 436 Mio. Euro erhöhen können. Positiv habe sich vor allem die Sparte Technische Gase entwickelt, während sowohl die Fördertechnik als auch die Kältetechnik mit der Konjunkturschwäche zu kämpfen hätten. Der Auftragsbestand im Konzern habe sich um gut 10% auf 7,08 Mrd. Euro erhöht. Großaktionäre bei der Linde AG seien die Allianz, die Commerzbank und die Deutsche Bank, die zusammen rund 33% der Anteile hielten.
Positiv werten die Analysten der Berliner Volksbank die Synergieeffekte bei der Integration von AGA, das laufende Kostensenkungsprogramm, die Konzentration auf die Sparte Technische Gase, mit dem Ziel "profitabelstes Gase-Unternehmen der Welt zu werden" sowie die vielversprechende Aussichten für das medizinische Gas INO (Inhaled Nitric Oxide) zur Behandlung von Atemfehlfunktionen bei Neugeborenen. Ebenfalls positiv sei der Großauftrag im Anlagenbau durch ein Konsortium unter Führung der norwegischen Statoil, die von Linde erwartete Verdoppelung der Wasserstoffnachfrage in den nächsten fünf Jahren (z.B. wegen des Einsatzes als Energieträger bei Automobilen), der längerfristig mögliche Verkauf der Kältetechnik sowie die aussichtsreiche Chartkonstellation.
Linde spüre die mangelnde Investitionsbereitschaft insbesondere in den Bereichen Förder- und Kältetechnik. Negativ seien außerdem die Belastungen durch höhere Zinsaufwendungen und Goodwill-Abschreibungen sowie die nach unten revidierte Gewinnerwartungen für 2001.
Trotz des gegenwärtig trüben Konjunkturumfeldes empfehlen die Analysten der Berliner Volksbank Linde im Hinblick auf die Konzentration auf Technische Gase und auch in Erwartung einer Verbesserung der Rahmenbedingungen als solides Investment zum Kauf.
Das Wiesbadener Unternehmen sei 1879 als "Gesellschaft für Linde`s Eismaschinen" gegründet worden. Die Sparte Kältetechnik steuere heute jedoch nur noch einen geringen Anteil zum Konzernumsatz bei. Als Marktführer in Europa versorge Linde den Lebensmitteleinzelhandel mit Kühl- und Tiefkühlmöbel sowie mit klimatisierten Obst- und Gemüseregalen. Auf Wunsch liefere Linde auch komplette Ladeneinrichtungen. Die größte Sparte würde inzwischen Technische Gase bilden, die etwa 47% zum Umsatz beitragen und über 70% des Ergebnisses ausmachen würden.
Mit der Übernahme der schwedischen AGA sei Linde in die Spitzengruppe der Industrie- und Spezialgase-Anbieter (weltweit Nr. 4) aufgestiegen und habe sich neue Absatz- und Anwendungsgebiete erschlossen, z.B. im Healthcare-Bereich (Behandlung von Atemwegserkrankungen). Bei medizinischen Gasen sei Linde weltweit führend. Zu den Global Playern zähle Linde auch in der Fördertechnik. Das Angebot umfasse hier eine breite Palette an Flurförderzeugen, d.h. verschiedenste Stapler sowie Hydraulikprodukte. Die vierte Sparte bilde schließlich der Anlagenbau. Linde baue schlüsselfertige Industrieanlagen für seine Kunden, unter anderem für die Petrochemie und Erdgasaufbereitung sowie für chemische und gentechnische Prozesse. Bei Anlagen zur Wasserstofferzeugung strebe Linde einen kontinuierlichen Ausbau seiner Spitzenposition an. Im Geschäftsjahr 2001 habe Linde zunehmend die schwache Konjunktur zu spüren bekommen.
Positiv werten die Analysten der Berliner Volksbank die Synergieeffekte bei der Integration von AGA, das laufende Kostensenkungsprogramm, die Konzentration auf die Sparte Technische Gase, mit dem Ziel "profitabelstes Gase-Unternehmen der Welt zu werden" sowie die vielversprechende Aussichten für das medizinische Gas INO (Inhaled Nitric Oxide) zur Behandlung von Atemfehlfunktionen bei Neugeborenen. Ebenfalls positiv sei der Großauftrag im Anlagenbau durch ein Konsortium unter Führung der norwegischen Statoil, die von Linde erwartete Verdoppelung der Wasserstoffnachfrage in den nächsten fünf Jahren (z.B. wegen des Einsatzes als Energieträger bei Automobilen), der längerfristig mögliche Verkauf der Kältetechnik sowie die aussichtsreiche Chartkonstellation.
Linde spüre die mangelnde Investitionsbereitschaft insbesondere in den Bereichen Förder- und Kältetechnik. Negativ seien außerdem die Belastungen durch höhere Zinsaufwendungen und Goodwill-Abschreibungen sowie die nach unten revidierte Gewinnerwartungen für 2001.
Trotz des gegenwärtig trüben Konjunkturumfeldes empfehlen die Analysten der Berliner Volksbank Linde im Hinblick auf die Konzentration auf Technische Gase und auch in Erwartung einer Verbesserung der Rahmenbedingungen als solides Investment zum Kauf.
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