Kurseinbrüche an den Märkten
03.05.04 09:39
iWatch
Wie die Experten von "iWatch" berichten hat es in der vergangenen Woche Kurseinbrüche auf allen Märkten gegeben.
Was für eine Woche: Nortel, das bislang beste Pferd im Stall, habe seinen CEO gefeuert. Der Kurs sei um 30% eingebrochen. Zum Glück hätten die Experten zu Kursen über 5,6 US-Dollar die Hälfte der Position bereits mit 100% Gewinn verkauft. Dennoch, nachdem der Kurs zwischenzeitlich bereits bei 8,5 US-Dollar notiert habe, sei der Absturz auf 3,85 US-Dollar mehr als ärgerlich.
Doch damit nicht genug: In dieser Woche habe auch Garmin sein Quartalsergebnis vorgelegt. Die Gewinnmargen hätten leicht nachgegeben. Für Anleger sei dies ein Zeichen gewesen, um auch diese Aktien zu verkaufen. Der Kurssturz hier habe 17% betragen.
Und als ob das noch nicht genug sei, so sei JDS Uniphase gestern noch mit einem enttäuschenden Quartalsergebnis herausgekommen: statt des erwarteten Break-even sei ein Verlust vermeldet worden. Auch das laufende Quartal werde nach Aussage des Unternehmens noch mit einem Verlust abgeschlossen werden. JDS Uniphase-Aktien seien um 15% gefallen.
Im Folgenden das was sonst noch passiert sei: China habe vermeldet, dass es die eigene Wirtschaft vor einer Überhitzung bewahren wolle. Nachdem in den letzten Monaten die Investmentwelt im Glauben, dass alle Rohstoffnachfrage von China ausgehe, Rohstoffpreise in den Himmel gejubelt habe, habe sie nun, nach dieser Ankündigung Chinas, Rohstoffpreise in den Keller geprügelt.
Als ob nur China für die weltweit angezogene Rohstoffnachfrage verantwortlich sei. Nicht zu vergessen sei der US-Dollarverfall, der den Anstieg der Rohstoffpreise weiter angeheizt habe. Nachdem der US-Dollar in den letzten Wochen erstaunlich stark notiert habe, seien entsprechend die Rohstoffpreise nun unter Druck.
Herausragende Quartalsmeldungen, wie die von General Motors und Boeing hätten nur für vorübergehende Erholungen sorgen können. Der Verkaufsdruck sei weiter angestiegen, nach kurzer Pause seien die Kurse weiter abwärts gepurzelt.
Manchmal müsse man die Augen weg von den Ereignissen auf Dinge richten, die eben nicht passieren, um die Stimmung der Börse besser zu verstehen. Comcast habe ein Übernahmeangebot für Walt Disney abgegeben. Disney habe dieses Angebot keines Blickes gewürdigt und Business as usual praktiziert. Nach dem Übernahmeangebot im Februar sei der Kurs von Disney von 24 auf 28 US-Dollar gesprungen, in der Hoffnung, dass Comcast sein Angebot von 24 US-Dollar je Aktie aufbessern würde.
Dies sei jedoch nicht geschehen. Comcast habe wohl kalkuliert, wieviel es für Disney zu zahlen bereit gewesen wäre. Der Kurs von Disney sei seither wieder auf 24 US-Dollar zurückgefallen. Der Kurs von Comcast befinde sich wieder auf dem Weg auf das Niveau von vor dem Angebot bei 33 US-Dollar, nachdem es im Verlauf der letzten Wochen schon unter 28 US-Dollar gefallen sei.
Diese nicht stattgefundene Übernahme zeige, dass Unternehmensbewertungen noch zu hoch für Übernahmen seien. In diese Kerbe schlage auch die Übernahme von Aventis durch Sanofi. Es stelle sich die Frage, warum Sanofi kein US-Unternehmen kaufe. Derer gebe es doch wesentlich mehr als europäische. Und nach dem US-Dollarverfall der letzten Monate sollten diese Unternehmen für einen Europäer doch ein Schnäppchen sein.
Zum dritten Mal in Folge weise die US-Wirtschaft ein starkes Quartalswachstum aus: Mit 4,2% seien die Erwartungen zwar nicht ganz erreicht worden, dennoch spreche dieses starke Wachstum für eine drohende Inflation. Nach anfänglicher Genugtuung über dies positive Wirtschaftswachstum hätten aufkommende Inflationsängste auf dem Börsenparkett zu weiteren Kursverlusten geführt.
Somit seien in dieser Woche nicht nur Technologieaktien, sondern auch Rohstoffpreise und infolgedessen auch die entsprechenden Aktien gefallen. Und auch die Unze Gold sei tiefer gerutscht und habe die Aktienkurse von Goldminenbetreibern mit hinunter gezogen.
Die Experten würden sich fragen, ob der Boden nun erreicht sei oder man nun, frei nach der Börsenweisheit "Sell in May and go away" (Verkaufe im Mai und kehre der Börse den Rücken) noch einige Monate mit weiter fallenden Kursen zu rechnen habe.
Was für eine Woche: Nortel, das bislang beste Pferd im Stall, habe seinen CEO gefeuert. Der Kurs sei um 30% eingebrochen. Zum Glück hätten die Experten zu Kursen über 5,6 US-Dollar die Hälfte der Position bereits mit 100% Gewinn verkauft. Dennoch, nachdem der Kurs zwischenzeitlich bereits bei 8,5 US-Dollar notiert habe, sei der Absturz auf 3,85 US-Dollar mehr als ärgerlich.
Doch damit nicht genug: In dieser Woche habe auch Garmin sein Quartalsergebnis vorgelegt. Die Gewinnmargen hätten leicht nachgegeben. Für Anleger sei dies ein Zeichen gewesen, um auch diese Aktien zu verkaufen. Der Kurssturz hier habe 17% betragen.
Und als ob das noch nicht genug sei, so sei JDS Uniphase gestern noch mit einem enttäuschenden Quartalsergebnis herausgekommen: statt des erwarteten Break-even sei ein Verlust vermeldet worden. Auch das laufende Quartal werde nach Aussage des Unternehmens noch mit einem Verlust abgeschlossen werden. JDS Uniphase-Aktien seien um 15% gefallen.
Im Folgenden das was sonst noch passiert sei: China habe vermeldet, dass es die eigene Wirtschaft vor einer Überhitzung bewahren wolle. Nachdem in den letzten Monaten die Investmentwelt im Glauben, dass alle Rohstoffnachfrage von China ausgehe, Rohstoffpreise in den Himmel gejubelt habe, habe sie nun, nach dieser Ankündigung Chinas, Rohstoffpreise in den Keller geprügelt.
Als ob nur China für die weltweit angezogene Rohstoffnachfrage verantwortlich sei. Nicht zu vergessen sei der US-Dollarverfall, der den Anstieg der Rohstoffpreise weiter angeheizt habe. Nachdem der US-Dollar in den letzten Wochen erstaunlich stark notiert habe, seien entsprechend die Rohstoffpreise nun unter Druck.
Manchmal müsse man die Augen weg von den Ereignissen auf Dinge richten, die eben nicht passieren, um die Stimmung der Börse besser zu verstehen. Comcast habe ein Übernahmeangebot für Walt Disney abgegeben. Disney habe dieses Angebot keines Blickes gewürdigt und Business as usual praktiziert. Nach dem Übernahmeangebot im Februar sei der Kurs von Disney von 24 auf 28 US-Dollar gesprungen, in der Hoffnung, dass Comcast sein Angebot von 24 US-Dollar je Aktie aufbessern würde.
Dies sei jedoch nicht geschehen. Comcast habe wohl kalkuliert, wieviel es für Disney zu zahlen bereit gewesen wäre. Der Kurs von Disney sei seither wieder auf 24 US-Dollar zurückgefallen. Der Kurs von Comcast befinde sich wieder auf dem Weg auf das Niveau von vor dem Angebot bei 33 US-Dollar, nachdem es im Verlauf der letzten Wochen schon unter 28 US-Dollar gefallen sei.
Diese nicht stattgefundene Übernahme zeige, dass Unternehmensbewertungen noch zu hoch für Übernahmen seien. In diese Kerbe schlage auch die Übernahme von Aventis durch Sanofi. Es stelle sich die Frage, warum Sanofi kein US-Unternehmen kaufe. Derer gebe es doch wesentlich mehr als europäische. Und nach dem US-Dollarverfall der letzten Monate sollten diese Unternehmen für einen Europäer doch ein Schnäppchen sein.
Zum dritten Mal in Folge weise die US-Wirtschaft ein starkes Quartalswachstum aus: Mit 4,2% seien die Erwartungen zwar nicht ganz erreicht worden, dennoch spreche dieses starke Wachstum für eine drohende Inflation. Nach anfänglicher Genugtuung über dies positive Wirtschaftswachstum hätten aufkommende Inflationsängste auf dem Börsenparkett zu weiteren Kursverlusten geführt.
Somit seien in dieser Woche nicht nur Technologieaktien, sondern auch Rohstoffpreise und infolgedessen auch die entsprechenden Aktien gefallen. Und auch die Unze Gold sei tiefer gerutscht und habe die Aktienkurse von Goldminenbetreibern mit hinunter gezogen.
Die Experten würden sich fragen, ob der Boden nun erreicht sei oder man nun, frei nach der Börsenweisheit "Sell in May and go away" (Verkaufe im Mai und kehre der Börse den Rücken) noch einige Monate mit weiter fallenden Kursen zu rechnen habe.
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