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Klöckner & Co SE

WKN: KC0100 / ISIN: DE000KC01000

Klöckner: Worthington mit 58,8 Prozent


22.04.26 11:17
Börse Global

Klöckner: Worthington mit 58,8 Prozent

Worthington Steel hält knapp 59 Prozent an Klöckner & Co — und macht keinen Hehl daraus, was als Nächstes kommt. Der US-Konzern hat bereits am 27. März seinen Plan kommuniziert: ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, kurz BGAV, soll Klöckner fest in den Konzernverbund eingliedern.


Ein BGAV gibt dem Mehrheitseigner das Recht, dem Vorstand direkte Weisungen zu erteilen und Cashflows rechtlich zu konsolidieren. Minderheitsaktionäre erhalten im Gegenzug eine gesetzlich vorgeschriebene Barabfindung sowie eine jährliche Ausgleichszahlung — beides auf Basis einer offiziellen Unternehmensbewertung.


Markt rechnet mit höherer Abfindung

Das Übernahmeangebot lag bei 11,00 Euro je Aktie. Der aktuelle Kurs liegt rund 14 Prozent darüber. Marktbeobachter werten diesen Aufschlag als Signal: Der Markt erwartet, dass die BGAV-Abfindung höher ausfällt als der ursprüngliche Angebotspreis.


Worthington ist zuversichtlich, die nötige Mehrheit auf der Hauptversammlung zu sichern. Mit 58,8 Prozent der Stimmrechte reicht das für reguläre Beschlüsse. Für den BGAV selbst braucht es jedoch eine gesonderte Abstimmung — und die kann erst nach dem regulatorischen Vollzug stattfinden.

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Vollzug erst im zweiten Halbjahr

Der Abschluss der Transaktion wartet noch auf behördliche Genehmigungen. Worthington rechnet mit dem Vollzug im zweiten Halbjahr 2026. Erst dann kann der BGAV konkret ausgestaltet und einer außerordentlichen Hauptversammlung vorgelegt werden.


Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai steht zunächst das Tagesgeschäft an. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vor.


Squeeze-out als längerfristiges Ziel

Worthington prüft außerdem ein mögliches Delisting sowie einen Squeeze-out der Minderheitsaktionäre. Beides steht unter Vorbehalt — Marktbedingungen und Annahmequote entscheiden mit. Für einen Squeeze-out müsste Worthington seinen Anteil auf mindestens 95 Prozent ausbauen. Von den aktuellen 58,8 Prozent ist das noch ein weiter Weg.

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