Suchen
Login
Anzeige:
Do, 23. April 2026, 9:03 Uhr

Juventus Football Club SpA

WKN: A401NW / ISIN: IT0005572778

Juventus Turin unterbewertet


30.08.02 11:59
WGZ-Bank

Wie die Analysten der WGZ-Bank berichten haben sie bei der Aktie von Juventus Turin (WKN 794314) eine Unterbewertung festgestellt.

In den letzten drei Jahren sei der Umsatz des italienischen Traditionsverein (39% p.a.) deutlich stärker als der Durchschnitt der Serie A-Vereine (24% p.a.) gewachsen. Im Geschäftsjahr 2000/01 habe Juventus die Umsatzerlöse um 24% auf 171,1 Mio. Euro steigern können. Der Jahresüberschuss habe um 5% auf 5,8 Mio. Euro bzw. 0,06 Euro je Aktie gesteigert werden können. Der operative Verlust sei von zuvor 26,7 Mio. Euro auf 17,5 Mio. Euro verringert worden.

Der Kursverlauf von Juventus zeige eine für Aktien von Fußballunternehmen charakteristische Reaktion. Kurz vor dem "Finale" um die italienische Meisterschaft sei der Kurs der Aktie deutlich gestiegen, die Käufer hätten auf den Meisterschaftsgewinn spekuliert. Als sich die Spekulation mit dem Gewinn der Meisterschaft bewahrheitet habe, habe die Aktie deutlich verloren. Die Marktteilnehmer hätten Gewinne mitgenommen und sich an die Börsenweisheit "sell on good news" gehalten.

Natürlich könne man auch die fällig werdenden Prämienzahlungen an die Spieler (10,4 Mio. Euro), die das Ergebnis belasten würden, dafür verantwortlich machen. Jedoch werde dieser Betrag durch Versicherungszahlungen, erhöhte Sponsorenzahlungen (Sponsoren würden in der Regel leistungsbezogene Verträge mit Sportunternehmen abschließen) und Merchandisingeinnahmen mehr als kompensiert. Zudem steigere der Gewinn der Meisterschaft die Marke (was dem Unternehmen nicht zuletzt bei Spielerverkäufen zu gute komme) und generiere deutlich höhere Erlöse aus dem Champions League-Wettbewerb.

Juventus Turin veröffentliche Quartalsberichte, was für Fußballunternehmen unüblich sei, und gehe so mit gutem Beispiel voran. Analysiere man die GuV des Unternehmens, falle auf, dass Juventus in den letzten drei Jahren einen beträchtlichen Transferüberschuss von insgesamt 77,4 Mio. Euro erzielt habe, der es dem Unternehmen ermöglicht habe, jedes Jahr einen Gewinn auszuweisen. Würden die Abschreibungen und Personalaufwendungen auf dem gegenwärtigen Niveau bleiben, werde es auch in der Zukunft "ein Muss" sein, hohe Gewinne aus Transfererlösen zu erzielen, um einen Jahresüberschuss ausweisen zu können.

Die Netto-Verbindlichkeiten seien gegenwärtig negativ, d.h. die liquiden Mittel würden die Verbindlichkeiten übersteigen, so dass kein aussagekräftiges Verhältnis zum Eigenkapital berechnet werden könne. Diese positive Kennzahl sei für Fußballunternehmen eher untypisch - insbesondere für italienische Vereine -, könne aber durch die Mittelerlöse aus dem IPO und die hohen Gewinne aus Transfererlösen erklärt werden.

Vergleichen die Analysten der WGZ-Bank Juventus mit den übrigen von ihnen beobachteten Fußballunternehmen anhand der Kennzahlen EV/Sales 01/02 (0,95) und EV/Sales 02/03 (0,85), stellen sie eine Unterbewertung von etwa 35% zu den Wettbewerbern fest.





 
15.12.25 , dpa-AFX
WDH/AKTIE IM FOKUS 2: Kurssprung bei Juventu [...]
(Wiederholung aus technischen Gründen.) MAILAND (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Juventus Turin ...
15.12.25 , dpa-AFX
AKTIE IM FOKUS: Kurssprung bei Juventus-Aktien [...]
MAILAND (dpa-AFX) - Die Aktien von Juventus Turin steuern am Montag auf ihren bislang größten Kursanstieg ...
17.09.25 , dpa-AFX
ROUNDUP/Acht Tore in einer Hälfte: BVB und Juv [...]
TURIN (dpa-AFX) - Völlig erschöpft und fassungslos standen die Dortmunder Spieler am Ende eines denkwürdigen ...