Internationale Kapitalmärkte im Überblick
15.03.11 12:27
RZB Österreich
Wien (aktiencheck.de AG) - Beherrschendes Thema blieb auch gestern die Erdbebenkatastrophe in Japan und die noch immer akute Gefahr einer Kernschmelze in drei Reaktoren des Kernkraftwerkes in Fukushima, so die Analysten der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB Österreich).
Die japanische Notenbank habe bekannt gegeben, den Finanzmärkten JPY 15 Bio. (EUR 131 Mrd.) zur Verfügung zu stellen, um den kurzfristig erhöhten Liquiditätsbedarf zu decken. Die Rendite japanischer Staatsanleihen sei leicht auf 1,2% gesunken. Amerikanische Staatsanleihen hätten ebenfalls Zugewinne verzeichnet, die Rendite 10-jähriger US-Papiere sei auf 3,36% gesunken. Bundesanleihen hätten sich dagegen kaum verändert bzw. leicht im Minus gezeigt.
Der US-Dollar könne von der gegenwärtig stark gestiegenen Risikoaversion an den Märkten dagegen nicht profitieren. Sowohl der Japanische Yen als der Euro würden sehr fest bleiben. Die Gemeinschaftswährung habe sogar wieder den Sprung über die Marke von 1,40 EUR/USD geschafft. Offenbar wirke die von der EU in Form der am Wochenende vereinbarten Erweiterung des Euro-Rettungsschirms verabreichte Beruhigungspille vorerst.
Dabei sei gestern Abend bekannt geworden, dass zur Sanierung der angeschlagenen irischen Banken wahrscheinlich noch einige Milliarden mehr aus dem EU-Topf nötig sein würden. Portugal weigere sich dagegen weiter hartnäckig, bei EU und IWF um Hilfe nachzusuchen. Am Ende werde den Iberern die Inanspruchnahme des Rettungsfonds aber wohl nicht erspart bleiben. Die Spreads der Sorgenkinder Griechenland, Irland, Portugal und Spanien seien im 10-jährigen Laufzeitenbereich gegenüber deutschen Staatsanleihen dennoch zwischen 15 und 30 Basispunkten gesunken. Relevante Konjunkturdaten seien gestern nicht veröffentlicht worden. Auch die heutigen US-Daten - Empire State Manufacturing Index, Importpreise und NAHB Index - würden die Marktakteure nicht mehr als zur Kenntnis nehmen.
Mit Spannung erwartet werde dagegen das Statement zur Leitzinsentscheidung der US FED am Abend. Die Währungshüter dürften sich positiver zu Konjunktur und Arbeitsmarkt äußern. Eine Verschärfung der Wortwahl mit Blick auf mögliche Zinsanhebungen wie bei der EZB halten die Analysten der RZB Österreich aber nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan für äußerst unwahrscheinlich. (15.03.2011/ac/a/m)
Die japanische Notenbank habe bekannt gegeben, den Finanzmärkten JPY 15 Bio. (EUR 131 Mrd.) zur Verfügung zu stellen, um den kurzfristig erhöhten Liquiditätsbedarf zu decken. Die Rendite japanischer Staatsanleihen sei leicht auf 1,2% gesunken. Amerikanische Staatsanleihen hätten ebenfalls Zugewinne verzeichnet, die Rendite 10-jähriger US-Papiere sei auf 3,36% gesunken. Bundesanleihen hätten sich dagegen kaum verändert bzw. leicht im Minus gezeigt.
Dabei sei gestern Abend bekannt geworden, dass zur Sanierung der angeschlagenen irischen Banken wahrscheinlich noch einige Milliarden mehr aus dem EU-Topf nötig sein würden. Portugal weigere sich dagegen weiter hartnäckig, bei EU und IWF um Hilfe nachzusuchen. Am Ende werde den Iberern die Inanspruchnahme des Rettungsfonds aber wohl nicht erspart bleiben. Die Spreads der Sorgenkinder Griechenland, Irland, Portugal und Spanien seien im 10-jährigen Laufzeitenbereich gegenüber deutschen Staatsanleihen dennoch zwischen 15 und 30 Basispunkten gesunken. Relevante Konjunkturdaten seien gestern nicht veröffentlicht worden. Auch die heutigen US-Daten - Empire State Manufacturing Index, Importpreise und NAHB Index - würden die Marktakteure nicht mehr als zur Kenntnis nehmen.
Mit Spannung erwartet werde dagegen das Statement zur Leitzinsentscheidung der US FED am Abend. Die Währungshüter dürften sich positiver zu Konjunktur und Arbeitsmarkt äußern. Eine Verschärfung der Wortwahl mit Blick auf mögliche Zinsanhebungen wie bei der EZB halten die Analysten der RZB Österreich aber nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan für äußerst unwahrscheinlich. (15.03.2011/ac/a/m)
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