Internationale Bondmärkte im Fokus
07.07.08 13:32
Bayerische Landesbank
München (aktiencheck.de AG) - 10j Bunds verzeichneten am Freitag angesichts erhöhter Wachstumsängste (Ölpreis, Rückgang der deutschen Auftragseingänge), stark fallender Aktienkurse sowie stark verringerter Handelsvolumina (US-Feiertag) einen Renditerückgang um 7 Bp, so die Analysten der Bayerischen Landesbank.
Sie hätten damit den 2j Schatz (-4 Bp) outperformt, der nach dem Renditesturz um 19 Bp am Donnerstag und angesichts der Gefahr weiterer negativer Inflationsüberraschungen auf dem aktuellen Niveau (4,40%) bereits wieder leicht teuer erscheine. Für 10j Laufzeiten würden die Analysten dagegen Potenzial für einen Renditerückgang in Richtung 4,40%, d. h. für eine Inversion des 2/10j Spread auf -10 Bp, sehen.
Heute gebe es in den USA keine Datenveröffentlichungen. Es liege eine datenarme Woche vor uns mit Veröffentlichungsschwerpunkt Freitag (Importpreise, Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (Juli)).
Im Euroraum stehe heute der Sentix des Investorenvertrauens für Juni im Mittelpunkt. Nach dem leichten Anstieg im Mai von 3,5 auf 5,2 erwarte der Konsens im Berichtsmonat einen erneuten Rückgang auf 2,5. Angesichts der Ölpreisentwicklung, der EZB-Zinserhöhung und der bereits deutlich sichtbaren Konjunkturabkühlung bestehe das Risiko, dass der Index stärker in Richtung des März-Tiefs bei null falle. Schwerpunkt der Datenveröffentlichungen diese Woche seien die Zahlen zur Industrieproduktion (Mai); den Reigen eröffne heute Deutschland, wo der Konsens ein leichtes Plus gegenüber dem Vormonat erwartet Angesichts des unerwarteten Rückgangs der Auftragseingänge um 0,9% gegenüber dem Vormonat drohe aber auch hier eine Enttäuschung.
Was die Geldpolitik anbetreffe, habe EZB-Präsident Trichet gesagt, die Verbraucherumfrage der EU-Kommission zeige, dass Inflation die Hauptsorge der EU-Bürger sei. Die EZB habe das ihr von den europäischen Demokratien übertragene Preisstabilitäts-Mandat zu erfüllen. EZB-Mitglied Draghi habe gesagt, die Zinsentscheidung der EZB sei einstimmig gefallen. Laut Gonzales Paramo seien die Inflationserwartungen seit dem Frühjahr ohne Unterlass gestiegen. Falls sie sich verfestigen würden, sei man verloren. Heute werde die Rede von FED-Yellen (17:00) erwartet. (07.07.2008/ac/a/m)
Sie hätten damit den 2j Schatz (-4 Bp) outperformt, der nach dem Renditesturz um 19 Bp am Donnerstag und angesichts der Gefahr weiterer negativer Inflationsüberraschungen auf dem aktuellen Niveau (4,40%) bereits wieder leicht teuer erscheine. Für 10j Laufzeiten würden die Analysten dagegen Potenzial für einen Renditerückgang in Richtung 4,40%, d. h. für eine Inversion des 2/10j Spread auf -10 Bp, sehen.
Im Euroraum stehe heute der Sentix des Investorenvertrauens für Juni im Mittelpunkt. Nach dem leichten Anstieg im Mai von 3,5 auf 5,2 erwarte der Konsens im Berichtsmonat einen erneuten Rückgang auf 2,5. Angesichts der Ölpreisentwicklung, der EZB-Zinserhöhung und der bereits deutlich sichtbaren Konjunkturabkühlung bestehe das Risiko, dass der Index stärker in Richtung des März-Tiefs bei null falle. Schwerpunkt der Datenveröffentlichungen diese Woche seien die Zahlen zur Industrieproduktion (Mai); den Reigen eröffne heute Deutschland, wo der Konsens ein leichtes Plus gegenüber dem Vormonat erwartet Angesichts des unerwarteten Rückgangs der Auftragseingänge um 0,9% gegenüber dem Vormonat drohe aber auch hier eine Enttäuschung.
Was die Geldpolitik anbetreffe, habe EZB-Präsident Trichet gesagt, die Verbraucherumfrage der EU-Kommission zeige, dass Inflation die Hauptsorge der EU-Bürger sei. Die EZB habe das ihr von den europäischen Demokratien übertragene Preisstabilitäts-Mandat zu erfüllen. EZB-Mitglied Draghi habe gesagt, die Zinsentscheidung der EZB sei einstimmig gefallen. Laut Gonzales Paramo seien die Inflationserwartungen seit dem Frühjahr ohne Unterlass gestiegen. Falls sie sich verfestigen würden, sei man verloren. Heute werde die Rede von FED-Yellen (17:00) erwartet. (07.07.2008/ac/a/m)
