Internationale Börsen freundliche Stimmung
15.07.09 15:15
Bankhaus Ellwanger & Geiger
Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Die Börsen sehen sich in ihrem Aufwärtstrend bestätigt durch die überdurchschnittlich guten Ertragszahlen von Goldman Sachs, berichten die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
So hätten auch die europäischen Märkte ihre Gewinne ausbauen können. Selbst der Wermutstropfen ZEW-Konjunkturindex - hier sei es zu einem starken Rückgang gekommen - habe die freundliche Stimmung nicht trüben können. Ob sich dies ändere, werde unter anderem auch davon abhängen, wie die Veröffentlichung der US-Notenbank zu ihrer geldpolitischen Richtung aussehe, insbesondere unter dem Aspekt, dass die US-Einzelhändler wieder höhere Umsätze hätten erzielen können und somit die Frage nach einer kommenden Inflation näher rücke.
Das Thema Konjunkturerholung sei auch am Ölpreis abzulesen, der mit diesem Vertrauen durchaus wieder einen Anstieg auf die 70er Marke nehmen werde. Der Umkehrschluss würde bedeuten: eine länger anhaltende Rezession und ein Ölpreis unter der 50er Marke.
Die Deutsche Börse befinde sich in einem starken Optimismusfeld, der DAX habe innerhalb von wenigen Börsentagen über 300 DAX-Punkte zulegen können und habe somit die 200-Tage-Durchschnittslinie wieder nach oben durchbrochen. Die nächste Widerstandsmarke wären 4.900 Punkte, eine kleinere Unterstützungslinie liege bei 4.550 Punkten. Nachdem der EURO STOXX 50 kurz die 2.000 Punkte-Marke gestreift habe, sei auch er wieder stark angestiegen und bewege sich auf seine nächste Widerstandslinie von 2.150 Punkten hin. Der Dow Jones-Index bleibe weiterhin in seinem breiten Seitwärtskanal, er habe die Unterstützungslinie von 8.000 Punkten halten können, hier verlaufe auch die 200 Punkte-Durchschnittsmarke. Das nächste Ziel wären die 8.500 Punkte. Sollte hier ein Durchbruch gelingen, könnten wieder 8.850 Punkte möglich sein.
Die nächsten Wochen würden von den Quartalsberichten der Unternehmen begleitet, wobei die Aktienmärkte mit schlechten Zahlen rechnen würden. Insofern dürfte es hier keine größeren Einbußen geben. Anders werde es aussehen, wenn die einzelnen Unternehmen auch ihre Erwartungen für die kommenden Monate zurückschrauben würden und damit der Börse die Grundlage entziehen würden, dass es weiter aufwärts gehen könne.
Es zeige sich aber auch eine wachsende Risikoscheu der Anleger, wie die wieder anziehenden Kurse der Staatsanleihen und die damit einhergehenden Rückgänge der Renditen zeigen würden. Eine zehnjährige Bundesanleihe liege inzwischen unter 3,25%. Obwohl die Tendenz zu mehr Sicherheit in der Anlage steige, würden die Aktieninvestoren optimistisch bleiben und würden zurzeit auch von einzelnen Unternehmenszahlen bestätigt, dass Kursgewinne wieder möglich seien. Allerdings sei anzunehmen, dass starke kurzfristige Kursanstiege wie in den letzten Tagen eher wieder zu Gewinnmitnahmen reizen würden und somit ein weiterer Anstieg abgebremst werde.
Trotz der augenblicklichen optimistischen Stimmung dürfte die Börse weiter von hoher Nervosität geprägt bleiben und damit einhergehend hohe Kursschwankungen verursachen. Der mittel- bis langfristig orientierte Anleger sollte sich mit Käufen noch zurückhalten, für den tradingorientierten Investor seien Kursrückgänge eine Gelegenheit, einzelne Werte zu kaufen. In der defensiven Struktur bleiben die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger übergewichtet mit den Branchen Energie, Gesundheitswesen/Medizintechnik und Versorger. Für kurzfristige Engagements würden sich die K+S, Statoil und Wolters Kluwer anbieten. (15.07.2009/ac/a/m)
So hätten auch die europäischen Märkte ihre Gewinne ausbauen können. Selbst der Wermutstropfen ZEW-Konjunkturindex - hier sei es zu einem starken Rückgang gekommen - habe die freundliche Stimmung nicht trüben können. Ob sich dies ändere, werde unter anderem auch davon abhängen, wie die Veröffentlichung der US-Notenbank zu ihrer geldpolitischen Richtung aussehe, insbesondere unter dem Aspekt, dass die US-Einzelhändler wieder höhere Umsätze hätten erzielen können und somit die Frage nach einer kommenden Inflation näher rücke.
Das Thema Konjunkturerholung sei auch am Ölpreis abzulesen, der mit diesem Vertrauen durchaus wieder einen Anstieg auf die 70er Marke nehmen werde. Der Umkehrschluss würde bedeuten: eine länger anhaltende Rezession und ein Ölpreis unter der 50er Marke.
Die nächsten Wochen würden von den Quartalsberichten der Unternehmen begleitet, wobei die Aktienmärkte mit schlechten Zahlen rechnen würden. Insofern dürfte es hier keine größeren Einbußen geben. Anders werde es aussehen, wenn die einzelnen Unternehmen auch ihre Erwartungen für die kommenden Monate zurückschrauben würden und damit der Börse die Grundlage entziehen würden, dass es weiter aufwärts gehen könne.
Es zeige sich aber auch eine wachsende Risikoscheu der Anleger, wie die wieder anziehenden Kurse der Staatsanleihen und die damit einhergehenden Rückgänge der Renditen zeigen würden. Eine zehnjährige Bundesanleihe liege inzwischen unter 3,25%. Obwohl die Tendenz zu mehr Sicherheit in der Anlage steige, würden die Aktieninvestoren optimistisch bleiben und würden zurzeit auch von einzelnen Unternehmenszahlen bestätigt, dass Kursgewinne wieder möglich seien. Allerdings sei anzunehmen, dass starke kurzfristige Kursanstiege wie in den letzten Tagen eher wieder zu Gewinnmitnahmen reizen würden und somit ein weiterer Anstieg abgebremst werde.
Trotz der augenblicklichen optimistischen Stimmung dürfte die Börse weiter von hoher Nervosität geprägt bleiben und damit einhergehend hohe Kursschwankungen verursachen. Der mittel- bis langfristig orientierte Anleger sollte sich mit Käufen noch zurückhalten, für den tradingorientierten Investor seien Kursrückgänge eine Gelegenheit, einzelne Werte zu kaufen. In der defensiven Struktur bleiben die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger übergewichtet mit den Branchen Energie, Gesundheitswesen/Medizintechnik und Versorger. Für kurzfristige Engagements würden sich die K+S, Statoil und Wolters Kluwer anbieten. (15.07.2009/ac/a/m)
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