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DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Internationale Aktienmärkte nach wie vor positiver Trend


16.02.11 16:53
Bankhaus Ellwanger & Geiger

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Die internationalen Aktienmärkte bewegen sich weiter in ihrem positiven Trend, obwohl einige Indikatoren Anlass zum Nachdenken geben, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Die letzten Konjunkturdaten aus den USA, die Einzelhandelsumsätze betreffend, seien enttäuschend, da der bisherige Trend in dieser Branche positiv gewesen sei. In Deutschland zeige der ZEW-Konjunkturindex zwar noch einen Anstieg, der aber bei weitem nicht mehr so kräftig sei wie er von Analysten erwartet worden sei.

Bei den Unternehmen habe es drei hervorzuhebende Ereignisse gegeben. Erstens erscheint die Fusion der Deutschen Börse AG und der NYSE Euronext zur weltgrößten Börse in greifbare Nähe gerückt zu sein, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger. Die Kostensynergien sollten bei 300 Millionen Euro liegen und die Gesamttransaktion könnte bis Ende 2011 abgeschlossen sein. Formal solle die Gruppe unter dem Dach einer neu gegründeten Holding in den Niederlanden zusammengeführt werden und mit Zentralen in New York und Frankfurt am Main ihre Stützpunkte haben.

Allerdings seien noch einige längere Auseinandersetzungen und patriotisches Gebaren, besonders auf der amerikanischen Seite, zu erwarten. Auch die Anleger dürften von dieser Fusion nicht so profitieren, wie das von den Börsen vorgesehen sei.

Das zweite Unternehmen rücke wieder in Übernahmespekulationen, bei Beiersdorf halte sich das Gerücht hartnäckig am Markt, dass die Eigentümer der Familie Herz an Procter & Gamble verkaufen wollten. Sollte sich dies bewahrheiten, seien noch einige Kurssprünge zu erwarten.

Beim dritten Unternehmen hätten sich weniger positive Verlautbarungen ergeben. Nokia stecke in seiner größten Herausforderung der Unternehmensgeschichte und müsse eine Übergangsphase bewältigen. Damit werde das Unternehmen die größten Zuwächse im Smartphone-Bereich verpassen. Der Kurs sei zeitweilig auf ein Zwölfjahrestief mit 6,51 Euro gefallen. Mutige langfristorientierte Anleger könnten hier sicherlich erste Positionen aufbauen.

Insgesamt scheinen die Märkte sich in einer Phase zu befinden, in der ihnen langsam die Puste ausgeht, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger. Nachdem der DAX ISIN DE0008469008 / WKN 846900) sein Dreijahreshoch von 7.424 Punkten erreicht habe, sehe es insgesamt so aus, als ob es nur noch wenige Impulse für steigende Kurse gebe, insbesondere auch deshalb, weil die Umsätze recht gering bleiben würden. Dies könnte als Zeichen gewertet werden, dass es bald mit steigenden Kursen vorbei sei. Die Indices würden allerdings nach wie vor ein positives Bild zeigen. Der DAX scheint die alten Höchstkurse von 2007 mit 7.500 Punkten wieder erreichen zu wollen und hätte bei einem Überschreiten dieser Marke auch durchaus Potenzial bis 8.000 Punkte, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Auch der Nachzügler EURO STOXX 50 versuche nun langsam die Marke von 2.800 Punkten zu erreichen und wäre somit wieder frei bis 3.000 Punkte. Die Unterstützungslinie liege bei 2.400 Punkten. Der Dow-Jones-Index bleibe in seinem Aufwärtstrend mit kleinen Rückschlägen, aber unverändert in Richtung 12.500 Punkte.

Viele Investoren würden sich überrascht von der Unbekümmertheit zeigen, mit der die Aktienkurse voranschreiten würden. Es gebe inzwischen Ansätze, die eine Parallelität zu Japan sehen würden. Japanische Aktien hätten ihre Höchststände aus den 1980er Jahren im Jahr 2000 fast wieder erreicht, bevor dieser Markt erneut in sich zusammengebrochen sei. Bisher würden der europäische und der amerikanische Markt diesem Muster folgen, nur in einer anderen Zeitschiene.

2011 werde der Markt stark von den Notenbanken geprägt sein, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der unterschiedlichen Ansätze der US-FED, die durch ihre lockere Geldpolitik bewusst Inflation in Kauf nehme, und der europäischen EZB, die ein Ansteigen der Inflation in jedem Fall verhindern wolle.

Aber auch andere Faktoren sollten zu einer gewissen Vorsicht mahnen. Die Sorglosigkeit, mit der Neuemissionen, ob Aktienoder Firmenanleihen, wieder gezeichnet würden, und die danach auftretenden Kurssprünge würden darauf hindeuten, dass immer weniger Anleger mit einem Rückschlag rechnen würden und gerade dies habe schon manchen auf dem falschen Fuß erwischt. Kurzfristig seien zwar keine unangenehmen Überraschungen zu erwarten, aber mittelfristig sei eine gewisse Vorsicht angebracht. So bleibe man auch bei den defensiven Branchen positiv, wie Pharma, Gesundheitswesen und Telekommunikation. (16.02.2011/ac/a/m)





 
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