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So, 26. April 2026, 3:48 Uhr

Infomatec

WKN: 622200 / ISIN: DE0006222003

Infomatec weiterhin meiden


18.09.00 00:00
BörsenAgent

Die Analysten von BörsenAgent raten dem Anleger trotz neuer "Designated Sponsors" die Aktien der Infomatec AG (WKN 622200) zu meiden.

Am letzten Donnerstag habe die Infomatec AG mit der Mitteilung, zwei neue "Designated Sponsors" beschafft zu haben, den vorläufigen Schlusspunkt unter eine der schwärzesten Kapitel des Neuen Marktes gesetzt. Als "Retter" hätten sich die Lang & Schwarz Financial Services GmbH und die Future Securities AG erwiesen. In der Vorwoche hatten die beiden bisherigen Designated Sponsoren West LB und Sal Oppenheim ihr Mandat niedergelegt. Grund für dieses außergewöhnliche Vorgehen sei die mehr als zweifelhafte Informationspolitik in der Vergangenheit gewesen.

So hatte der Hersteller von Settop-Boxen mehrfach Aufträge vermeldet, die mittlerweile nur bedingt erfüllt worden seien:
So habe Infomatec am 19.Mai gemeldet, dass man von der MobilCom AG einen Auftrag in Höhe von 55 Millionen DM erhalten habe. Mittlerweile habe sich herausgestellt, dass MobilCom nur einen geringen Teil der vermeldeten 100.000 Settop-Boxen bezogen habe. Grund hierfür sei das Fehlen zugesicherter Eigenschaften gewesen.
Ebenfalls sei ein Deal mit der Global Well.com AG im Wert von ebenfalls 55 Millionen DM geplatzt. Nach den Worten des heutigen Einzelgesellschafters Traugott Scherer sei hierfür auch das Fehlen der in Aussicht gestellten Eigenschaften der Infomatec Produkte verantwortlich gewesen.
Ebenfalls ein Geschäft mit einer französischen Firma lasse einen erheblichen Zweifel an der Informationspolitik der Infomatec Verantwortlichen entstehen. Nach Recherchen der Zeitschrift Computerwoche habe dieser Auftraggeber nicht ermittelt werden können. Infomatec habe – und hätte vielleicht auch – keine Angaben dazu machen können. Der Auftrag hätte immerhin einen Wert von 50 Millionen DM gehabt.

Vor 2 Wochen sei in einer knappen Mitteilung dann das Ergebnis diesen Handelns ans Tageslicht gekommen. Statt der geplanten 90-100 Millionen Euro Umsatz sei jetzt nur noch von 50,1 Millionen Euro die Rede. Und das bei einem Verlust von 25,9 Millionen Euro in diesem Jahr.

Nun stelle sich die Frage, wie man den nun gesicherten Verbleib der Aktien am Neuen Markt bewerten könne. Nach Ansicht von BörsenAgent sollten die Aktien trotz des 90%igen Kursverlustes seit den Höchstständen gemieden werden. Zu unsicher sei im Moment die Überlebensfähigkeit der AG. Es dürfte nach diesen Vorgängen und bei den Schwierigkeiten um die Produkte extrem schwierig werden, neues Kapital für die Restrukturierung zu beschaffen. Auch die Tatsache, dass noch die alten Vorstände am Ruder der Gesellschaft seien, lasse kaum Chancen auf eine Besserung der Unternehmenslage zu. Es dürfte sehr schwer werden, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.





 
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