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Fr, 17. April 2026, 16:16 Uhr

I-D MEDIA AG O.N.

WKN: 622860 / ISIN: DE0006228604

I-D Media im Interview


08.06.01 10:04
AC Research

Die I-D Media AG (WKN 622860) steht eigenen Angaben zufolge an der Spitze der renommiertesten nationalen und internationalen Unternehmen, die innovative E-Business-Lösungen anbieten und Technologien und Applikationen für die Neuen Märkte entwickeln. Dabei verbindet das Unternehmen vier Geschäftsfelder zu einem in dieser Form auf dem Markt konkurrenzlosen Leistungsportfolio. Diese Geschäftsfelder sind im einzelnen:

1.) I-D Services: Hier bietet das Unternehmen Full-Service-Dienstleistungen für Neue Medien. Hierbei handelt es sich um den zentralen Umsatzträger der Gesellschaft.

2.) Formate & Dienste: Dabei handelt es sich um die Entwicklung und Vermarktung modularer Plattformlösungen zur Realisation von E-Business-Anwendungen.

3.) I-D TV: Dieses Geschäftsfeld beinhaltet die Produktion für das digitale Fernsehen, die Erstellung von 3D-Animationen und die Kreation virtueller Charakteren.

4.) Living Screen: Hier befasst sich das Unternehmen mit der Entwicklung und der Vermarktung multimedialer Marketing- und Channeling-Applikationen.


AC Research führte ein Interview mit Herrn Ulrich Rosen, dem Investor Relations-Manager des Unternehmens über die aktuelle Lage und die weiteren Planungen der ID Media AG.


AC Research: Wer sitzt bei der I-D Media AG im Vorstand und was haben diese Personen vorher gemacht?

Rosen: Der Vorstand der I-D Media AG setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Gründer und Vorstandsvorsitzender des Unternehmens ist Herr Bernd Kolb. Herr Kolb gründete nach seinem Jura-Studium und einem längeren USA-Aufenthalt die I-D-Gruppe
Marketingvorstand unseres Unternehmens ist Frau Regine Haschka. Sie ist bereits seit 1988, als die I-D Media AG als klassische Werbeagentur gegründet wurde, bei dem Unternehmen beschäftigt. 1997 wurde sie als Verantwortliche für die strategische und kreative Beratung großer Markenunternehmen in die Geschäftsführung der Agentur berufen. Seit 1999 ist Frau Haschka im Vorstand verantwortlich für die Ressourcen Marketing und Dienstleistungen.
Finanzvorstand unseres Unternehmens ist Herr Dr. Jürgen Schrief. Nach Abschluss seiner Banklehre bei der Deutschen Bank in Krefeld absolvierte er sein Studium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an sein Studium war er Angestellter bei der VIAG AG und bei der o.tel.o communikations GmbH, wo er für den Gesamtbereich Finanzen verantwortlich war. Schließlich leitete er den Geschäftsbereich Finanzen bei dem Mobilfunkanbieter E-Plus, bevor er zum 1. Juli 2000 in den Vorstand der I-D Media AG wechselte.

AC Research: Wie ist der Aufsichtsrat der I-D Media AG besetzt?

Rosen: Unser Aufsichtsrat setzt sich aus 3 Mitgliedern zusammen. Aufsichtsratsvorsitzender ist Herr Dr. Kurt Lauk. Er ist ehemaliges Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist Herr Dr. Joachim Theye. Außerdem sitzt noch Herr Lothar Späth bei uns im Aufsichtsrat. Herr Späth dürfte allen als ehemaliger Ministerpräsident von Baden Württemberg und als amtierender Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG bekannt sein. Wir hoffen auch zukünftig von seinen guten Verbindungen zur Wirtschaft profitieren zu können.

AC Research: Wie viele Personen waren zum Quartalsende bei der I-D Media AG beschäftigt und wie sieht die weitere Planung der Mitarbeiterstruktur aus?

Rosen: Am Ende des ersten Quartals hatte unser Unternehmen 532 Angestellte. Wir glauben, das wir mit dieser Mitarbeiterzahl gut für die zukünftigen Aufgaben gerüstet sind. Daher wird die Zahl der Mitarbeiter zukünftig nur noch entlang des Geschäftes wachsen.

AC Research: Wie verteilt sich die Aktionärsstruktur des Unternehmens, auch hinsichtlich privater und institutioneller Anleger?

Rosen: Unser Unternehmensgründer Bernd Kolb hält zur Zeit rund 50% der Anteilsscheine. Weitere 1,8% halten die DEWB und 4,5% die VT Investment Management Cayman. 43,7% der Aktien befinden sich in Streubesitz. Etwa 60% der Aktien aus dem Streubesitz dürften institutionelle und die restlichen 40% private Investoren halten. Nach der Marktbereinigung der letzten Monate ist diese Verteilung allerdings nur schwer zu schätzen.

AC Research: Welche Anlegergruppen wollen sie bevorzugt ansprechen? Institutionelle oder private?

Rosen: Ich denke, dass der Wert sowohl für private als auch für institutionelle Anleger interessant ist. Daher wollen wir beide Anlegergruppen ansprechen.

AC Research: Sind im laufenden Geschäftsjahr oder zu einem späteren Zeitpunkt Akquisitionen geplant und wenn ja, in welchen Geschäftsbereichen?

Rosen: Zur Zeit sind keine Akquisitionen in der Pipeline.

AC Research: Glauben Sie, dass sich die relativ hohe EBIT-Marge von rund 21% im Geschäftsfeld I-D Service auch zukünftig trotz einer möglichen Wettbewerbsintensivierung halten lässt und wenn ja, wie?

Rosen: Wir gehen davon aus, dass wir diese Marge auch in Zukunft halten können. Die Prozesse sollen in Zukunft noch schlanker, kostengünstiger und effizienter gestaltet werden.

AC Research: Mit welchem Umsatzwachstum rechnen sie in diesem Geschäftsfeld für die kommenden Jahre?

Rosen: Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir hier trotz des schwierigen Marktumfelds mit einem Umsatzwachstum von 20 bis 40%. Für die Folgejahre haben wir noch keine Planzahlen veröffentlicht.

AC Research: Kommen wir zum Geschäftsfeld „Formate und Dienste“. Wann rechnen Sie mit den ersten Verkäufen der Produktplattform Cynigma?

Rosen: Die Software ist im Mai fertiggestellt worden. Im Juni läuft dann die intensive Testphase. Wir rechnen dann im 2. Halbjahr 2001 mit dem Verkauf von Cynigma-Lizenzen. Aktuell werden bereits Gespräche mit mehreren namhaften Unternehmen geführt; zudem wird Cynigma zusammen mit IBM vertrieben.

AC Research: Mit welchen Umsätzen kalkulieren Sie in den kommenden Jahren in diesem Geschäftsfeld und wann soll hier der Break Even auf EBIT-Basis erreicht werden?

Rosen: Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir hier mit einem Umsatz von etwa 10 Millionen DM. Der Break Even dürfte im ersten Halbjahr des nächsten Geschäftsjahres erreicht werden.

AC Research: Mit welchen Umsätzen rechnen Sie für die kommenden Jahre durch die Smart2-Software (Geschäftsfeld Living Screen)?

Rosen: Der Umsatz ist in diesem Marktumfeld nur sehr schwer kalkulierbar. Wir rechnen aber damit, dass wir hier etwa 3 bis 5 Millionen DM umsetzen werden. Auch hier rechnen wir mit dem Break-Even im ersten Halbjahr 2002.

AC Research: Mit welchen Umsätzen kalkulieren Sie für die kommenden Jahre im Geschäftsfeld ID-TV? Wann soll hier der Break-Even im EBIT erreicht werden?

Rosen: Hier werden wir von offizieller Unternehmensseite her keine Aussagen und Prognosen machen. Stattdessen möchte ich an dieser Stelle auf das Research der INVERA GmbH verweisen. In diesem Bericht geht INVERA davon aus, das der Umsatz in diesem Geschäftsfeld von 1,28 Millionen Euro im 2001 auf 2,3 Millionen Euro in 2003 steigen wird. Gleichzeitig wird mit dem Erreichen des Break Even nicht vor 2003 gerechnet.

AC Research: Welche Maßnahmen sind zur weiteren Verbesserung der Marktposition des Unternehmens geplant?

Rosen: Wir straffen die Organisationsstruktur weiter, um die Transparenz und die Effizienz weiter zu erhöhen. Außerdem bauen wir seit mehreren Monaten unsere Vertriebskapazitäten aus. Zu guter letzt werden wir bereits bestehende Partnerschaften ausbauen und neue Partnerschaften aufbauen.

AC Research: Rechnen sie mit weiteren Intensivierungen der Geschäftsbeziehungen mit der Deutschen Telekom und wenn ja, in welchem Ausmaß?

Rosen: Ein Rahmenvertrag mit einem Auftragsvolumen über 25 Millionen DM bis zum Jahresende liegt bereits vor. Die Geschäftsbeziehung läuft sehr gut und wird sicherlich auch weiter fortgesetzt.

AC Research: Welche weiteren großen Projekte stehen im laufenden Geschäftsjahr noch an?

Rosen: Wir wollen vor allem die bestehenden Partnerschaften zur Deutschen Telekom und zu IBM ausbauen. Des weiteren wollen wir weitere strategische Partnerschaften aufbauen, mehrere namhafte Kunden für die Produktfamilie Cynigma akquirieren und Kunden für Produkte und Projekte aus den Divisionen I-D TV und Living Screen gewinnen.

AC Research: Wie wollen sie generell möglichen fallenden Margen aufgrund des sich verschärfenden Wettbewerbsumfeldes begegnen?

Rosen: Zunächst einmal möchte ich sagen, dass wir bereits langjährige Kundenbeziehungen führen und noch nie einen Kunden verloren haben. Unsere Klienten entscheiden sich nicht einfach so um, nur weil ein Mitbewerber ein Produkt geringfügig billiger anbietet. Wir verfügen über eine sehr gute Kundenbindung und halten unsere Kunden über Jahre. Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass wir aufgrund unserer hohen IT-Beratungskompetenz und unseres Kreativpotentials dem Kunden einen besonderen Zusatznutzen bieten können und uns dadurch weiter von den Wettbewerbern abgrenzen können.

AC Research: Wie wollen Sie sicherstellen, dass sie auch zukünftig die immer umfangreicher werdenden Kundenbedürfnisse befriedigen können?

Rosen: Wir agieren stets sehr eng am Markt und wissen recht genau, was die Kunden wünschen und benötigen. Auf Veränderungen reagieren wir zeitnah und schnell. Entweder implementieren wir neue Lösungen bei uns Inhouse mit einer eigenen Abteilung oder wir kooperieren hier mit unseren Partnern. Kompetenz und Zeitnähe sind die beiden wichtigsten Faktoren.

AC Research: Mit welchem Umsatz und mit welchem EBIT kalkulieren Sie in den kommenden Jahren?

Rosen: Für dieses Jahr rechnen wir mit einem Umsatz von 108 bis 112 Millionen DM bei einem EBIT von etwa –10 bis -12 Millionen DM. Die Zahlen für die Folgejahre sind noch nicht öffentlich, daher will ich mich hierzu noch nicht äußern.

AC Research: Zum Abschluss noch eine Frage, Herr Rosen. Warum sollten Anleger die Aktie der I-D Media AG kaufen?

Rosen: Die Aktie ist aktuell unterbewertet, das Unternehmen ist sehr gut aufgestellt, verfügt über eine gute interne Struktur und ist hervorragend im Marktumfeld positioniert. Außerdem ist das volle Leistungsspektrum des Marktes abbildbar. Im übrigen verfügen wir über ein überaus ertragreiches Kerngeschäft, alle zukünftigen Trends wie zum Beispiel Breitband-TV sind schon integriert und können bei stärkerer Nachfrage sofort zur Verfügung gestellt werden. Zu guter letzt verfügen wir noch über eine sehr gute Führungsmannschaft.





 
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