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Fr, 24. April 2026, 9:32 Uhr

GENEVA GOLD CORP. DL-,001

WKN: A0LFVC / ISIN: US3720601034

Geneva Gold "speculative buy"


25.01.07 11:14
Adiuventa

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von Adiuventa, Jörg Müller und Peter Klostermeyer, stufen die Aktie von Geneva Gold Corp. (ISIN US3720601034 / WKN A0LFVC) mit "speculative buy" ein.

Geneva Gold Corp. sei ein Rohstoff-Unternehmen mit Sitz in Vancouver in der kanadischen Provinz British Columbia, das sich auf die Exploration und Entwicklung von Gold- und Kupfer-Lagerstätten spezialisiert habe. Das Unternehmen besitze aktuell zwei Projekte, die sich in Kanada und in Panama befinden würden; weitere dürften nach Einschätzung der Analysten schon bald hinzukommen.

Geneva Gold bestreite dabei den Weg vom Explorer zum großen Kupfer- und Goldproduzent, so wie ihn das USGS (United States Geological Survey) langfristig als den einzig erfolgsversprechenden sehe: Explorer sollten sich auf Projekte fokussieren, die sich noch in der frühen bis mittleren Explorationsphase befinden würden. Beide Projekte von Geneva Gold stünden noch in einer Explorationsphase, in der ein "big hit" (ein großer Mineralfund, der eine komplette Neubewertung des Explorers hervorrufe) gut möglich sei, jedoch noch gar nicht durch den Aktienkurs eskomptiert werde.

Exploration und Ressourcendefinition würden gemeinsam von einem Junior- und einem Senior-Rohstoffunternehmen bestritten. Idealerweise funktioniere die Kooperation so wie beim San Juan Projekt, wenn also der Senior-Partner das geologische Risiko nicht mehr direkt trage, jedoch an der Upside beteiligt bleibe. Für Geneva Gold seien dabei auf der anderen Seite das technische Know-How, der zunehmende Bekanntheitsgrad des Petaquilla Vorkommens sowie die finanzielle Stärke des Partners von großer Bedeutung, so dass die Kooperation für beide Parteien sehr sinnvoll erscheine.

Die Projektauswahl sollte durch den Ausgleich zwischen wirtschaftlichen, umwelttechnischen, geologischen, politischen und sozialen Gegebenheiten bestimmt werden. Dies würden die Analysten sowohl beim San Juan Projekt in Panama als auch dem George's Lake Projekt in Kanada als gegeben ansehen.

Ein stabiles Investitionsklima und ein transparentes, investorenfreundliches Steuersystem seien entscheidend für das profitable Betreiben einer Minenproduktion. Auch das würden die Analysten bei beiden Projekten für gegeben halten. Sofern Vorbehalte gegen Panama als Land bestanden hätten, sollte diese dank des starken Wirtschaftswachstums und den Plänen zur Erweiterung des Panamakanals heute unbegründet sein. Im Gegenteil würden die Analysten eher glauben, dass die panamaische Regierung im Zuge der Diversifizierung von Steuereinnahmen und Programmen für eine stärkere Beschäftigung im Lande das Investitionsklima für Minenoperationen sogar noch verbessern werde.

Geneva Gold habe bereits in kurzer Zeit zwei aussichtsreiche Kupfer- und Goldprojekte akquiriert, die durch ihre Nähe zu schon etablierten Projekten erster Güte bestechen würden. So grenze das San-Juan-Projekt in Panama unmittelbar an eine der 5 größten, sich in Entwicklung befindlichen Kupfer-Lagerstätten der Erde (laut CRU International Ud.), die von der einheimischen Petaquilla zusammen mit den Bergbaugrößen Teck Cominco Limited und Inmet Mining Corporation entwickelt werde. Dabei sollte das Kupfererz nicht an der Grenze des Pachtgebietes von Geneva Gold enden. Hierfür würden auch die bisherigen Explorationsresultate sprechen. Weiterer Vorteil für Geneva Gold: Die komplette Infrastruktur des Petaquilla-Projekts könne für das San-Juan-Projekt genutzt werden, was ggf. eine Milliardenersparnis bedeute.

Auch das Gold-Projekt George Lake in Kanada liege nur unweit von einer aktuell fördernden Goldmine entfernt. Historische Proben hätten sehr gute Gehalte von in der Spitze mehr als 7 Unzen pro Tonne Gold gezeigt. Könnten die weiteren Explorationsarbeiten eine Kontinuität dieser Gehalte in der Tiefe belegen, so besitze Geneva Gold hier ein echtes Asset.

Ziel der Gesellschaft sei es, das Portfolio an viel versprechenden Explorationsprojekten weiter zügig auszubauen, vor allem in Mittel- und Südamerika. In diesem Zusammenhang würden die Analysten auch mit einer kontinuierlichen Ergänzung des Managements-Teams einschließlich einiger hochkarätiger Personen rechnen, die Geneva Gold aktuell sicher noch fehlen würden. Der strategische Fokus sollte weiterhin auf erstklassigen Projekten in unmittelbarer Nähe bereits etablierter Minen bzw. Vorkommen liegen. Zwar ändere diese Strategie formal nichts an der Einstufung der Liegenschaften von Geneva Gold als "grass roots"; gleichwohl würden die benachbarten etablierten Projekte eine klare Aufwertung dieser Liegenschaften bedeuten. Wenn sie dann noch unter Mitwirkung der "Majors" als Joint Venture und vielleicht sogar noch unter Nutzung deren Ausrüstung wie im Fall von Petaquilla Minerals exploriert würden, sei von einer deutlich höheren Erfolgswahrscheinlichkeit auszugehen.

Welchen Mehrwert biete aber Geneva Gold seinen Partnern? Nach Einschätzung der Analysten würden sich insbesondere die hinter Geneva Gold stehenden Aktionäre durch exzellente Kontakte in die nordamerikanische Explorationsindustrie und besondere Fähigkeiten bei der Finanzierung von Venture-Gesellschaften auszeichnen. Nur so sei es für die Analysten auch erklärbar, warum die Joint Venture-Vereinbarung mit Petaquilla Minerals dermaßen zugunsten von Geneva Gold habe ausfallen können.

Folglich dürfe sich Geneva Gold jetzt sogar gewisse Chancen ausrechnen, alleine oder ggf. auch im Verbund mit Petaquilla bei dem Cerro Colorado Kupferprojekt in Panama zum Zuge zu kommen, dessen Lizenz durch, die panamaische Regierung demnächst neu vergeben werden dürfte. Solche Optionen dürften bei der Beurteilung der Chancen der Geneva Gold-Aktie keinesfalls außer Acht gelassen werden. So stelle denn auch zum jetzigen Zeitpunkt, also noch ohne nachhaltige Explorationsdaten, eine Bewertung der Optionen des Unternehmens den einzig gangbaren Weg einer Bewertung dar.

Trotz der offenkundigen Attraktivität der Projekte müsse der Anleger sich also bewusst sein, dass ein Scheitern einzukalkulieren sei. Dabei gehe es weniger um die Frage, ob Geneva Gold überhaupt Ressourcen nachweisen könne - dafür stelle die Nähe zu den etablierten Projekten sicherlich einen hohen Garanten dar, sondern darum, ob diese für einen späteren Minenbetrieb wirtschaftlich genug seien. Bis zur Beantwortung dieser Frage sei es aber noch ein weiter Weg.

Ein realistisches mittel- bis langfristiges Kursziel für Geneva Gold sollte allerdings unter Berücksichtigung eines von den Analysten erwarteten, bald wieder aufflammenden spekulativen Interesses an der Petaquilla-Aktie und einer hier zunächst zurückhaltenden Bewertung der Ansprüche auf das Cerro Colorado-Projekt (150 Mio. statt 75 Mio. US-Dollar) dann eher bei 8 Euro pro Aktie liegen (+264%).

Aktuell würden aus Sicht der Analysten ganz klar die spekulativen Chancen überwiegen, die mit dem weiteren Portfolioaufbau verbunden seien. Und eine erste quantitative Abschätzung der bestehenden Projekte sowie der für die Analysten erkennbaren Projektoptionen lasse mit 5,30 Euro auch ein höchst attraktives Kursziel erkennen. Das nennen die Analysten von Adiuventa "Grass Roots at its Best" und empfehlen die Aktie von Geneva Gold als "spekulativen Kauf" mit dem genannten Kursziel auf Sicht von 3 Monaten. (25.01.2007/ac/a/a)