Gazprom hoher Risikograd
15.03.02 09:13
HWD Stock-News
Die Wertpapierexperten von "HWD Stock-News" sehen die Aktie von Gazprom (WKN 903276) als Zockerpapier an.
Der größte Gaskonzern der Welt sei in der Vergangenheit vor allem durch ein korruptes Management aufgefallen. Außerdem ächze das russische Unternehmen unter einem Schuldenberg von 13 Mrd. Dollar. Zum Überleben müssten alleine in diesem Jahr rund 5,8 Mrd. Dollar aufgetrieben werden.
Dennoch könnte sich ein Engagement für Investoren mit sehr starken Nerven lohnen. Dafür spreche zum Beispiel, dass der Konzern an seinem schlechten Ruf wird arbeiten müssen, wenn man Investoren aus dem Westen finden wolle. Somit sei das Unternehmen zu mehr Transparenz gezwungen. Wie viel frisches Kapital der Wille zu mehr Corporate Governance anlocken könne, exerziere derzeit die russische Börse. Der RTX-Index sei seit Beginn des Jahres um fast 25% geklettert und die Gazprom-Aktien seien seitdem sogar um 60% gestiegen.
Gazprom sei mit 300.000 Mitarbeitern für 23% der weltweiten und für 94% der russischen Gasgewinnung verantwortlich. Zugleich produziere man 8% des russischen Bruttoinlandsprodukts und sichere dem mit 38% beteiligten Staat 25% seiner Steuereinnahmen. Gazprom habe zahlreiche Lieferverträge mit westlichen Gasversorgern wie ENI, OMV, Ruhrgas und Gas de France. Im Vorjahr habe sich der Reingewinn von 48,5 Mrd. auf knapp 100 Mrd. Rubel (3,73 Mrd. Euro) mehr als verdoppelt. Der Umsatz sei um 19,2% auf 464 Mrd. Rubel gestiegen. Die deutsche Ruhrgas halte 5% und insgesamt besäßen Ausländer 10,31% des Aktienkapitals.
Es könnten bald schon mehr werden, wenn wie geplant die Handelsbeschränkungen sowohl für russische als auch für ausländische Investoren gelockert würden. Denn die Bewertung erscheine noch immer gering. Zuletzt hätten auch die Verantwortlichen beim Griffin Eastern European Fund ihre Bestände in Gazprom aufgestockt. Begründet werde dies auch mit zu erwarteten Zugeständnissen bei den vom Staat kontrollierten Gaspreisen. Die im Inland erlaubten Preise seien noch immer viel zu gering zur Kostendeckung und sollen in einem ersten Anpassungsschritt am Freitag um 20% steigen.
Bekomme Gazprom die Probleme mit zahlungsunwilligen Kunden besser in den Griff, dann könnte der Titel zu einem der Gewinner im Börsenjahr 2002 werden.
Allerdings verweisen die Aktienexperten von "HWD Stock-News" auf den hohen Risikograde einer Anlage in die Gazprom-Aktie.
Der größte Gaskonzern der Welt sei in der Vergangenheit vor allem durch ein korruptes Management aufgefallen. Außerdem ächze das russische Unternehmen unter einem Schuldenberg von 13 Mrd. Dollar. Zum Überleben müssten alleine in diesem Jahr rund 5,8 Mrd. Dollar aufgetrieben werden.
Dennoch könnte sich ein Engagement für Investoren mit sehr starken Nerven lohnen. Dafür spreche zum Beispiel, dass der Konzern an seinem schlechten Ruf wird arbeiten müssen, wenn man Investoren aus dem Westen finden wolle. Somit sei das Unternehmen zu mehr Transparenz gezwungen. Wie viel frisches Kapital der Wille zu mehr Corporate Governance anlocken könne, exerziere derzeit die russische Börse. Der RTX-Index sei seit Beginn des Jahres um fast 25% geklettert und die Gazprom-Aktien seien seitdem sogar um 60% gestiegen.
Es könnten bald schon mehr werden, wenn wie geplant die Handelsbeschränkungen sowohl für russische als auch für ausländische Investoren gelockert würden. Denn die Bewertung erscheine noch immer gering. Zuletzt hätten auch die Verantwortlichen beim Griffin Eastern European Fund ihre Bestände in Gazprom aufgestockt. Begründet werde dies auch mit zu erwarteten Zugeständnissen bei den vom Staat kontrollierten Gaspreisen. Die im Inland erlaubten Preise seien noch immer viel zu gering zur Kostendeckung und sollen in einem ersten Anpassungsschritt am Freitag um 20% steigen.
Bekomme Gazprom die Probleme mit zahlungsunwilligen Kunden besser in den Griff, dann könnte der Titel zu einem der Gewinner im Börsenjahr 2002 werden.
Allerdings verweisen die Aktienexperten von "HWD Stock-News" auf den hohen Risikograde einer Anlage in die Gazprom-Aktie.
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