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Fr, 17. April 2026, 6:51 Uhr

GAUSS INTERPR.

WKN: 507460 / ISIN: DE0005074603

Gauss fairer Wert 96 Euro


10.02.00 00:00
WestLB

Gauss (WKN 507460) sei ein Pure-Internet-Play im B2B-Bereich, berichten die Analysten der WestLB.

Als Produkthaus biete Gauss innovative Software für Content-, Portal- und Knowledge Management an, die den Großkunden mit komplexen Web-Auftritten eine einfache Aktualisierung , Administration und Nutzung des Unternehmensportals im Intra-, Extra- und Internet garantiere. Der Consulting-Bereich biete Dienstleistungen für den Übergang auf internetbasierte Infrastrukturen im Unternehmen und deren Weiterentwicklung, so dass Gauss die gesamte Wertschöpfungskette des elektronischen Contents abdecke. Zu den Kunden gehörten internationale Konzerne wie Bayer, Axel Springer Verlag, Daimler Chrysler, Thyssen Krupp etc.

Einer Meta-Group-Studie zufolge werde sich der Markt für Content Management-Produkte 1999-2002 weltweit verfünffachen. Aufgrund des geringen Alters dieses Marktes sei er international in viele kleine Anbieter zersplittert, wovon die ersten im letzten Jahr börsennotiert worden seien. Diese nutzten den First Mover Advantage durch die Erlöse aus dem Börsengang, um die Marktführerschaft zu gewinnen. am deutschen Markt sei Gauss mit 130 Installationen hervorragend positioniert. Börsennotierte Wettbewerber seien Poet, digital advertisement und seit kurzem Broadvision durch ein Doppellisting an der NASDAQ und dem Neuen Markt. Mindestens zwei weitere Produkthäuser aus diesem Markt planten ihren Börsengang in diesem Jahr. Hier sehen die Experten aufgrund der technologisch überlegenen Produkte und der Referenzkunden von Gauss keine direkte Gefahr. Um jedoch Global Player zu werden, plane Gauss in diesem Jahr eine aggressive Marketing- und Vertriebsoffensive in den USA. Konkurrenten seien Interwoven, Broadvision, Vignette, Autonomy und Intraspect. Diese strategisch richtige Schritt berge große Risiken. Auch wenn es Gauss gelingen sollte, über eine Akquisition eines Produkthauses an eine funktionsfähige Vertriebsstruktur und einen vorhandenen Kundenstamm zu gelangen, blieben Integrationsrisiken.

Im Vergleichsjahr 2001 werde Gauss nach Schätzung der Experten ca. 55 % der Umsätze im Software- und den restlichen Anteil im Consulting-Bereich generieren. Aus diesem Grund haben die Analysten je eine Peer-Group von Neuer-Markt-Werten pro Geschäftsbereich analysiert und die Ergebnisse für die Bewertung anteilig angerechnet. Im Software-Bereich sehen die Anlageexperten aufgrund der strategischen Positionierung von Gauss (Aufbau einer Global Player Position, reines Internetgeschäft, extrem wachstumsstarker, zersplitterter Markt ) Intershop und Brokat langfristig als die besten Vergleichsunternehmen an. Bezüglich der Internet-Consulting Aktivitäten des Unternehmens falle die Bewertung der Peer-Group niedriger aus. Da Gauss nach Einschätzung der Analysten 2001 noch nicht profitabel sein werde, habe man die Bewertung auf Basis Marktkapitalisierung/Umsatz durchgeführt. Nach einem 10% -igen Abschlag wegen erhöhter Risiken aus dem Ausbau der US-amerikansichen Vertriebsaktivitäten liege der als fair erachtete Kurs bei 96 EUR.

Gauss generiere derzeit ca. 75 % des Gesamtumsatzes aus dem Consulting-Geschäft. Insbesondere die global agierenden Unternehmen hätten die Verantwortung für das Jahr 2000-Problem ernst genommen und eine Frozen Zone errichtet, die kaum IT-Projekte im vierten Quartal zugelassen habe. Das traditionell stärkste Quartal in der Software-Branche hätte auch bei Gauss darunter zu leiden gehabt. Aufträge für den Consulting-Bereich seien verschoben worden.

Das Unternehmen habe die zum Börsengang kommunizierten Umsatzzahlen mit 10,635 Mio. EUR ( ca.11,5 Mio EUR angekündigt ) leicht unterschritten. Zudem habe Gauss die Internationalisierungsstrategie früher als angekündigt in Angriff genommen und so Investitionen getätigt, die nicht in den Planzahlen enthalten waren. Ebenso konnten mehr neue Mitarbeiter akquiriert werden, als zum Börsengang geplant war, was durch die Anlernphase ebenfalls auf das Ergebnis durchschlage. Aus diesen Gründen gebe es ein vergleichsweise schwaches viertes Quartal. Das operative Ergebnis für das Gesamtjahr sei mit -3,578 Mio. EUR deutlich schlechter ausgefallen als zum Börsengang kommuniziert (ca. -2 Mio EUR).

In diesem Jahr werde Gauss den amerikanischen Markt erschließen. Eine Tochtergesellschaft sei bereits gegründet worden, nun stehe eine Akquisition zum Aufbau von Vertriebskapazitäten an. Des weiteren habe das Unternehmen zum Börsengang angekündigt, die deutschlandweite Präsenz der Consulting-Truppe um einen Standort im Raum Düsseldorf/Köln zu erweitern. Auch hier rechnen die Experten mit einer kleineren Akquisition,





 
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