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Fr, 17. April 2026, 16:58 Uhr

Fabasoft AG nicht zeichnen


22.09.99 00:00
Hoppenstedt

Die Analysten von Hoppenstedt empfehlen Anlegern, die Aktie der Neuemission Fabasoft AG nicht zu zeichnen.

Fabasoft AG sei ein weiteres österreichisches Unternehmen, das die den Neuen Markt in Frankfurt betrete. Das Unternehmen entwickele Software, die Kundendaten auf Basis von Windows verwalte (eCustomer Care).

Positiv sehen die Experten die Marktführerschaft von Fabasoft hinsichtlich der Modernisierung der Serviceunterstützung öffentlicher Verwaltungen in Österreich. Hier gehe man in den nächsten Jahren von enormen Wachstumschancen aus. Außerdem seien Großkunden wie Energieversorger oder Banken bedeutend, von denen ebenfalls Wachstumsimpulse ausgehen dürften. Dies gelte insbesondere im Hinblick auf die jährlichen fälligen Updates bei den Fabasoft-Produkten. Diese trügen einen nicht unerheblichen Teil an den Einnahmen des Unternehmens bei.

Fabasoft verfüge über ein innovatives Vertriebskonzept, das auf der Zusammenarbeit mit
externen Partnern basiere. Die Partner implementierten die Fabasoft-Produkte vor Ort und garantierten so ein breites Einsatzspektrum. Die Konzentration des Unternehmens auf Großkunden resultiere in relativ hohen Gewinnmargen.

Die Nachteile des Unternehmens seien jedoch zahlreicher. So sehen die Hoppenstedt-Analysten Risiken in der bislang fehlenden Produktdiversifikation des Unternehmens. Denn der Trend in
der IT-Branche gehe in Richtung Systemintegration, die auf verschiedenste Module zurückgreife.

Hinzu komme, daß Fabasoft zwar über die Marktführerschaft in Österreich verfüge, es sich hierbei aber um einen sehr kleinen Markt mit begrenzten Wachstumschancen handele. Da der Wettbewerb in der IT-Branche sehr hart sei, glaube man, daß eine Expansion in andere Regionen auch mit Hilfe der Finanzspritze Börsengang schwierig sei.

Nicht zu vernachlässigen sei schließlich der geringe Bekanntheitsgrad des Unternehmens in Deutschland. Dies werde viele Investoren vor einem Investment in das Unternehmen abschrecken.

Aufgrund der genannten Risikofaktoren sollten Anleger die Aktie also nicht zeichnen. Es sei zwar aussichtsreich, daß Fabafost in dem schnell wachsenden Zukunftsmarkt eCustomer Care tätig sei. Hoppenstedt rechne aber damit, daß die Aktie im Verlauf der Börsennotiz günstiger zu bekommen sei als jetzt bei der Neumemission.