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Di, 28. April 2026, 8:22 Uhr

Euroraum schwächere Konjunkturstimmung


19.05.08 10:39
Bayerische Landesbank

München (aktiencheck.de AG) - Die vergangene Woche stand unter dem Eindruck hawkisher Notenbankkommentare rund um den Globus, so die Analysten der Bayerischen Landesbank.

Seitens der FED habe es verbale Andeutungen bezüglich möglicher Leitzinsanhebungen schon mit Sicht auf Jahresende gegeben. Bank of England-Gouverneur King habe signalisiert, die Zentralbank könne schon am Ende ihrer Zinssenkungen stehen, und die FED wäre mit ihren starken Zinssenkungen unter Umständen über das Ziel hinausgeschossen. Schließlich habe die Dänische Zentralbank am Freitag ihren Leitzins geringfügig angehoben. Das überraschend kräftige deutsche und europäische BIP-Wachstum des ersten Quartals scheine der aggressiven Haltung der EZB im Nachhinein zwar Recht zu geben. Aber gerade die Sonderfaktoren, die für das kräftige Wachstum im ersten Quartal verantwortlich zeichnen würden, würden einen tiefen Schatten auf das zweite Quartal werfen.

Und so überrasche es schon weniger, dass der Tonfall der EZB-Gouverneure in den letzten Tagen schon wieder deutlich entschärfter ausgefallen sei. Offensichtlich würden die Notenbanker um die drohende Abschwächung wissen. Und sicherlich seien ihnen auch schon die Anfang Juni zur Veröffentlichung anstehenden Projektionen bekannt. Eine Abwärtsrevision der Wachstumsprojektionen scheine hier sicher. Und so könnten die in dieser Woche anstehenden Stimmungsindikatoren für den Euroraum - ZEW-Index am Dienstag, ifo-Index am Mittwoch, PMls Dienstleistungen und Verarbeitendes Gewerbe am Freitag - einen Stimmungswandel am europäischen Markt einläuten. Unterstützt würde dieser durch eine Aktienmarktkonsolidierung, auf die nicht nur technische Indikatoren deuten würden.

In den USA möge insbesondere der OFHEO-Hauspreisindex zeigen, inwieweit am Immobilienmarkt tatsächlich schon eine Bodenbildung eingesetzt habe. Bei den Frühindikatoren des Conference Board sei mit einer leichten Abschwächung zu rechnen, die die Konsolidierungsbewegung am US-Rentenmarkt stützen dürfte. Bezüglich der Euroraum-Konjunktur gebe es heute keine relevanten Daten.

Die Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums werde wohl die Inflation in der zweiten Jahreshälfte verringern, so Lockhart (FED). (19.05.2008/ac/a/m)




 
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