Euro Renten volatil
29.11.01 16:34
Dresdner Bank
Im Euro-Raum war die Entwicklung der Zinsen am langen Ende in den vergangenen Wochen ausgesprochen volatil, so die Analysten der Dresdner Bank.
Habe die Rendite von Staatsanleihen (deutsche 10-jährige Benchmark Bonds, Coupon 5%, Fälligkeit 4.7.2011) am 21. September noch knapp 4,9% betragen, so sei sie bis zum 8. November auf 4,24% gefallen, um zuletzt auf 4,64% (28.11) anzusteigen. Dabei seien die Langfristzinsen von der Bewegung der Dreimonatszinsen weitgehend unbeeindruckt geblieben. Letztere seien während dieses Zeitraumes aufgrund geldpolitischer Maßnahmen (der Mindestbietungssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte sei von Anfang September bis heute von 4,50% auf 3,25% gesunken) klar rückläufig.
Natürlich determinierten Sonderfaktoren und technische Reaktionen die tägliche Volatilität der Renditen. Darüber hinaus könnten zwei Erklärungsfaktoren für die jüngste Zinsentwicklung herangezogen werden: Im Rahmen des Schocks vom 11. September sei die Liguiditätspräferenz der Investoren stark angestiegen. Viele Aktienmärkte hätten angesichts der hohen geopolitischen Unsicherheit ihre Jahrestiefststände (DJ Eurostoxx 50: 2877 am 1. September). In dieser Phase seien erhebliche Umschichtungen vom Aktienmarkt zugunsten des Geldmarktes erfolgt. Die Langfristzinsen seien allerdings von der stark erhöhten Liquiditätspräferenz vergleichsweise unberührt geblieben. Die hohe Liquidität induzierte in der Folge wiederum eine Konsolidierung des Aktienmarktes.
Habe die Rendite von Staatsanleihen (deutsche 10-jährige Benchmark Bonds, Coupon 5%, Fälligkeit 4.7.2011) am 21. September noch knapp 4,9% betragen, so sei sie bis zum 8. November auf 4,24% gefallen, um zuletzt auf 4,64% (28.11) anzusteigen. Dabei seien die Langfristzinsen von der Bewegung der Dreimonatszinsen weitgehend unbeeindruckt geblieben. Letztere seien während dieses Zeitraumes aufgrund geldpolitischer Maßnahmen (der Mindestbietungssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte sei von Anfang September bis heute von 4,50% auf 3,25% gesunken) klar rückläufig.
Natürlich determinierten Sonderfaktoren und technische Reaktionen die tägliche Volatilität der Renditen. Darüber hinaus könnten zwei Erklärungsfaktoren für die jüngste Zinsentwicklung herangezogen werden: Im Rahmen des Schocks vom 11. September sei die Liguiditätspräferenz der Investoren stark angestiegen. Viele Aktienmärkte hätten angesichts der hohen geopolitischen Unsicherheit ihre Jahrestiefststände (DJ Eurostoxx 50: 2877 am 1. September). In dieser Phase seien erhebliche Umschichtungen vom Aktienmarkt zugunsten des Geldmarktes erfolgt. Die Langfristzinsen seien allerdings von der stark erhöhten Liquiditätspräferenz vergleichsweise unberührt geblieben. Die hohe Liquidität induzierte in der Folge wiederum eine Konsolidierung des Aktienmarktes.
