EUR/USD (Euro / US-Dollar)
WKN: 965275 / ISIN: EU0009652759EUR/USD weiter fest
05.04.11 16:37
RZB Österreich
Wien (aktiencheck.de AG) - Der Euro notiert zum Dollar mit knapp unter 1,42 EUR/USD weiter fest, so die Analysten der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB Österreich).
Gestern sei mit 1,426 EUR/USD zwischenzeitlich der höchste Wert seit Anfang 2010 erreicht worden. Die beiden Krisenherde Japan und Libyen scheinen im Bewusstsein der Marktakteure immer weiter an Gewicht zu verlieren, so die Analysten der RZB Österreich. Einen Einfluss auf den Wechselkurs hätten beide in der letzten Woche nicht gehabt. Dieser hänge aktuell stark an der erwarteten Notenbankpolitik in den USA und im Euroraum. So habe der über den Erwartungen liegende US-Arbeitsmarktbericht letzten Freitag binnen Minuten zu einer Abwertung des Euro um 1 Cent auf 1,406 EUR/USD geführt. Ursächlich dafür seien sofort einsetzende Spekulationen gewesen, dass auch die FED nun nicht mehr allzu lange mit Zinsanhebungen zurückstehen könne.
Kurze Zeit später habe sich aber der Präsident der New York FED, William Dudley, zu Wort gemeldet. Er habe gesagt, er sehe trotz der zuletzt positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt keinen Grund dafür, die gegenwärtige geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank zu ändern. Man sei noch weit von den Zielen Vollbeschäftigung und Preisstabilität entfernt und außerdem seien die konjunkturellen Perspektiven nicht ungetrübt. Als Reaktion auf diese Aussagen habe der Euro sämtliche zuvor erlittenen Verluste wieder wettgemacht und sogar noch stärker zugelegt. Die Analysten würden damit rechnen, dass die Notenbankpolitik auch für den Rest des Jahres maßgeblicher Treiber für die Wechselkursentwicklung bleiben werde.
Vor diesem Hintergrund werde es in dieser Woche gleich aus zwei Gründen spannend. Zum ersten werde heute Abend das Sitzungsprotokoll der FOMC-Zinssitzung vom 15. März bekannt gegeben. Im damaligen Statement hätten die Währungshüter einen deutlich freundlicheren Ton mit Blick auf Konjunktur und Arbeitsmarkt angeschlagen. Es sei von besonderem Interesse, wie sich dieses im Sitzungsprotokoll widerspiegele und ob es eventuell bereits erste Stimmen gebe, die eine Abkehr von der Nullzinspolitik fordern würden oder ob die Meinung des Präsidenten der New York FED vorbehaltlos auch für alle anderen Mitglieder des geldpolitischen Komitees gelte.
Das zweite und noch deutlich relevantere Ereignis sei die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag. Dabei sei nicht die Frage nach einer Zinsanhebung die entscheidende - eine solche scheine ohnedies so gut wie sicher -, sondern was Notenbankpräsident Trichet auf der anschließenden Pressekonferenz für einen Ausblick gebe. Zu achten sei dabei auf Aussagen hinsichtlich der Markterwartungen für den weiteren Zinspfad. Am Markt würden derzeit Zinserhöhungen auf bis zu 2% bis Jahresende erwartet. Bezeichne Trichet dies als angebracht oder plausibel, könne man davon ausgehen, dass in den nächsten Monaten wie von den Analysten erwartet weitere Zinsschritte folgen würden.
Die Analysten der RZB Österreich sehen den Euro daher bis Jahresmitte gut unterstützt und rechnen weiter mit einer Aufwertung Richtung 1,50 EUR/USD. (05.04.2011/ac/a/m)
Gestern sei mit 1,426 EUR/USD zwischenzeitlich der höchste Wert seit Anfang 2010 erreicht worden. Die beiden Krisenherde Japan und Libyen scheinen im Bewusstsein der Marktakteure immer weiter an Gewicht zu verlieren, so die Analysten der RZB Österreich. Einen Einfluss auf den Wechselkurs hätten beide in der letzten Woche nicht gehabt. Dieser hänge aktuell stark an der erwarteten Notenbankpolitik in den USA und im Euroraum. So habe der über den Erwartungen liegende US-Arbeitsmarktbericht letzten Freitag binnen Minuten zu einer Abwertung des Euro um 1 Cent auf 1,406 EUR/USD geführt. Ursächlich dafür seien sofort einsetzende Spekulationen gewesen, dass auch die FED nun nicht mehr allzu lange mit Zinsanhebungen zurückstehen könne.
Vor diesem Hintergrund werde es in dieser Woche gleich aus zwei Gründen spannend. Zum ersten werde heute Abend das Sitzungsprotokoll der FOMC-Zinssitzung vom 15. März bekannt gegeben. Im damaligen Statement hätten die Währungshüter einen deutlich freundlicheren Ton mit Blick auf Konjunktur und Arbeitsmarkt angeschlagen. Es sei von besonderem Interesse, wie sich dieses im Sitzungsprotokoll widerspiegele und ob es eventuell bereits erste Stimmen gebe, die eine Abkehr von der Nullzinspolitik fordern würden oder ob die Meinung des Präsidenten der New York FED vorbehaltlos auch für alle anderen Mitglieder des geldpolitischen Komitees gelte.
Das zweite und noch deutlich relevantere Ereignis sei die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag. Dabei sei nicht die Frage nach einer Zinsanhebung die entscheidende - eine solche scheine ohnedies so gut wie sicher -, sondern was Notenbankpräsident Trichet auf der anschließenden Pressekonferenz für einen Ausblick gebe. Zu achten sei dabei auf Aussagen hinsichtlich der Markterwartungen für den weiteren Zinspfad. Am Markt würden derzeit Zinserhöhungen auf bis zu 2% bis Jahresende erwartet. Bezeichne Trichet dies als angebracht oder plausibel, könne man davon ausgehen, dass in den nächsten Monaten wie von den Analysten erwartet weitere Zinsschritte folgen würden.
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