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Mo, 27. April 2026, 20:48 Uhr

Deutsches BIP-Wachstum bei 0,8%


18.10.01 15:02
Dresdner Bank

Die Volkswirte der Dresdner Bank rechnen für das laufende Jahr mit einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes von nur noch 0,8%.

Im Jahr 2002 gebe es wegen der unsicheren politischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach den Terroranschlägen vom 11. September eine große Prognosebreite. Im wahrscheinlichsten Szenario steige die gesamtwirtschaftliche Leistung in Deutschland um 1,5%.

In diesem Szenario sei nach einem wirtschaftlich schwachen Jahresausklang 2001 schon in der ersten Jahreshälfte 2002mit einer zunächst noch moderaten Konjunkturerholung zu rechnen, die sich im zweiten Halbjahr verstärken werde. Ausgehend von einer allmählichen Belebung des Welthandels werde der Export im Verlauf des Jahres 2002 wieder Tritt fassen und auch die Inlandsnachfrage wieder zunehmend die Konjunktur stützen. Der Preisanstieg dürfte insbesondere wegen niedrigerer Importpreise im Jahresdurchschnitt 2002 mit 1,6% geringer ausfallen als 2001 (2,5%).

Die Wachstumsprognose sei auch auf die Entstehungsseite des Bruttoinlandsproduktes gestützt. Die Lage am Arbeitsmarkt werde sich 2001 mit einer Arbeitslosenzahl von über 3,9 Mio. zum Jahresende weiter eintrüben. Erst im zweiten Quartal 2002 sei wieder mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze und mit rückläufigen Arbeitslosenzahlen zu rechnen.