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Di, 28. April 2026, 8:23 Uhr

Deutsche Bank AG

WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008

Deutsche Bank Kaufempfehlung


29.10.02 14:15
Kreissparkasse Göppingen

Die Analysten der Kreissparkasse Göppingen sprechen für die Aktien der Deutscehn Bank (WKN 514000) eine Kaufempfehlung aus.

Die Deutsche Bank habe im zweiten Quartal 2002 operativ schwarze Zahlen geschrieben und beim Vorsteuerergebnis die Analystenschätzungen übertroffen. Der Gewinn vor Steuern sei auf 2,2 Mrd. Euro gestiegen und habe damit um 35% gesteigert werden können. Vor allem im Provisions- und Zinsgeschäft habe sich die Bank sehr gut geschlagen. Allerdings seien beim Gewinn steuerfreie 1,5 Mrd. Euro aus dem Abbau der Beteiligung an der Münchener Rück sowie gehobene stille Reserven von geschätzten 600 Mio. Euro beim Tausch des Deutschen Herold gegen den US-Vermögensverwalter Scudder enthalten. Der Provisionsüberschuss sei von 2,79 auf 3,01 Mrd. Euro gestiegen. Zugleich seien die zinsunabhängigen Aufwendungen von 6,63 auf 5,33 Mrd. Euro gesunken. Beim Handelsergebnis habe die Deutsche Bank allerdings einen leichten Rückgang von 1.054 auf 974 Mio. Euro verbuchen müssen. Die Risikovorsorge sei von 221 auf 588 Mio. Euro erhöht worden.

Die Deutsche Bank verspreche sich durch die Auslagerung der Technik und von Geschäftsprozessen an Dritte die Nutzung von großen Effizienzpotentialen. Auch könne die Eigenkapitalquote durch die Trennung von Randaktivitäten verbessert werden. Die angekündigte Ausgliederung ihrer Rechenzentren an den US-Technologiekonzern IBM sei ein erster Schritt zur Umsetzung einer umfassenden Outsourcing-Strategie. Das bislang hier zu Lande in dieser Größenordnung einmalige Projekt habe ein Gesamtvolumen von 2,5 Mrd. Euro. Der Vertrag mit IBM solle zehn Jahre laufen. Dadurch würden jährliche Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich erzielbar sein sollen. Parallel zu der Ausgliederung der Rechenzentren verfolge die Deutsche Bank noch weitere Ausgliederungs-Projekte.

Die jüngsten Marktbedenken im Hinblick auf Liquiditätsschwierigkeiten bei deutschen Banken seien übertrieben. Im Vergleich zur Konkurrenz laufe aber vor allem die Deutsche Bank auch unter ungünstigen Umständen kaum Gefahr, Insolvenz anmelden zu müssen. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung würden am Markt derzeit noch wenig Beachtung finden.

Sollte sich in nächster Zeit abzeichnen, dass die Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden, wird die Deutsche Bank Aktie zu den besser performenden Banktiteln in Europa gehören, so die Analysten der Kreissparkasse Göppingen.





 
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